Konzernlagebericht

Finanzwirtschaftliche Situation

Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen konnte die MTU im Jahr 2008 die Umsatz- und Gewinnprognosen übertreffen. Das Unternehmen steigerte die Umsatzerlöse um 5,8 % auf 2.724,3 Mio. Euro und das operative Ergebnis um 3,3 % auf 405,7 Mio. Euro.

Die folgenden Erläuterungen und Analysen sind abgeleitet aus den geprüften Konzernabschlüssen der MTU für die zum 31. Dezember 2008, 2007 und 2006 endenden Geschäftsjahre, die in dieses Dokument mit einbezogen sind. Die Jahresabschlüsse werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, soweit diese von der Europäischen Union übernommen wurden.

Entsprechend den IFRS-Vorschriften wurden im Jahr 2008 einige neue oder geänderte Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Es ergaben sich keine Veränderungen der Konsolidierungs- und Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns. Damit haben sich weder Veränderungen der Rechnungslegungsgrundsätze noch Veränderungen im Ermessen des Managements bei der Anwendung der Rechnungslegungsstandards auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns im Berichtszeitraum ausgewirkt.

Die MTU Aero Engines Holding AG entstand im Jahr 2004 im Vorfeld des Börsengangs aus der Umwandlung der MTU Aero Engines Erste Holding GmbH in eine Aktiengesellschaft. Vor dem Börsengang befand sich das Unternehmen im Besitz von Fonds, die durch eines der führenden Private Equity-Häuser weltweit, Kohlberg Kravis Roberts & Co., gehalten wurden. Diese hatten das Unternehmen Ende 2003 erworben, das bis dahin eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der damaligen DaimlerChrysler AG war. Aufgrund dieses Erwerbsvorgangs zum 1. Januar 2004 und der daraus resultierenden Kaufpreisallokation entstehen zusätzliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, welche erfolgswirksam wirken. Zu Vergleichszwecken werden diese aus der Kaufpreisallokation resultierenden Abschreibungen bei der Ermittlung des Ergebnisses vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie bei der Ermittlung des Ergebnisses vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) bereinigt. Da die traditionsreiche MTU erst mit dem Geschäftsjahr 2004 wieder als eigenständiges Unternehmen geführt wurde, beschränken sich die Mehrjahres-Darstellungen in diesem Geschäftsbericht auf die Jahre 2004 bis 2008.

Wechselkursinformationen

Die in diesem Dokument präsentierten Finanzinformationen sind in Euro, US-Dollar, Kanadischen Dollar, Chinesischen Renminbi, Malayischen Ringgit, Polnischen Zloty oder Britischen Pfund angegeben. Die nachstehende Tabelle liefert für die angegebenen Zeiträume bestimmte Informationen bezüglich des Wechselkurses zwischen Euro und den angegebenen Währungen, die unter Verwendung der offiziellen Wechselkurse der Europäischen Zentralbank ermittelt wurden:


Bewertung von Ratingagenturen der MTU

Die Bonitätsbewertungen werden laufend von den führenden Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P) und Moody’s beobachtet.

Corporate Rating

Die Bonität der MTU beim Corporate-Rating wird derzeit von S&P unverändert mit BB+ mit stabilem Ausblick sowie von Moody’s unverändert mit Ba1 mit stabilem Ausblick bewertet.

Wandelschuldverschreibung

Die Wandelschuldverschreibung der MTU wird seit Juni 2007 von S&P bewertet und verbesserte sich auf BB+ im Geschäftsjahr 2008 von BB- im Geschäftsjahr 2007.

Die nachstehende Darstellung zeigt die Bonitätsbewertungen für den Konzern sowie die Wandelschuldverschreibung im Mehrjahresvergleich:


Ertragslage

Die MTU Aero Engines Holding AG in der heutigen Form ist zum 1. Januar 2004 durch den Kauf von 100 % der Anteile durch Kohlberg, Kravis, Roberts & Co. Ltd. (KKR) von der jetzigen Daimler AG entstanden. Im Rahmen des Erwerbs wurden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden nach IFRS 3 identifiziert und gemäß dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Seither führen insbesondere die identifizierten immateriellen Vermögenswerte jährlich zu erheblichen planmäßigen Abschreibungen. Diese sind im Folgenden unter dem Begriff „Effekte aus der Kaufpreisallokation“ zusammengefasst und werden zu Zwecken der Vergleichbarkeit bei den folgenden Kennzahlen bereinigt dargestellt.

Die Darstellung der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Sondereinflüsse und der Überleitungsrechnung von EBIT zum bereinigten EBITDA finden sich auf Seite 72.

Konzern

Die Umsatzerlöse konnten trotz des bis September 2008 für den Konzern ungünstigen US-Dollar-Wechselkursverhältnisses nochmals um 148,4 Mio. € auf 2.724,3 Mio. € gesteigert werden. Die Ertragslage der MTU entwickelte sich ebenfalls weiter positiv und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr planmäßig. Das bereinigte EBITDA erreichte 405,7 Mio. € (Vorjahr: 392,9 Mio. €); das EBIT erhöhte sich um 2,1 % auf 248,3 Mio. € (Vorjahr: 243,3 Mio. €). Das EBT stieg um 10,3 % auf 197,8 Mio. € (Vorjahr: 179,4 Mio. €). Der Jahresüberschuss stieg um 16,6 % auf 179,7 Mio. € (Vorjahr: 154,1 Mio. €). Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2008 wurden sowohl auf der Umsatzebene als auch beim operativen Ergebnis (EBITDA bereinigt) und dem Jahresüberschuss erfüllt.


Zur Erläuterung der Abschreibungen und der Sondereinflüsse wird auf die in diesem Abschnitt enthaltene Überleitungsdarstellung zu den bereinigten Kennzahlen verwiesen.


Margenentwicklung

Die Brutto-Marge vom Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2008 auf 17,7 % gesteigert werden (Vorjahr: 17,3 %). Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 14,9 % (Vorjahr: 15,3 %); die EBIT-Marge sank geringfügig um 0,3 Prozentpunkte auf 9,1 % (Vorjahr: 9,4 %). Der Jahresüberschuss im Verhältnis zum Umsatz (Return on Sales) hat sich um 0,6 Prozentpunkte auf 6,6 % verbessert (Vorjahr: 6,0 %).


Auftragsbestand inklusive Auftragswert MRO (Auftragsvolumen)

Der Auftragsbestand der MTU umfasst feste Bestellungen, die direkt vom Kunden kommen und die den Konzern zur Lieferung von Produkten bzw. zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichten. Instandhaltungsaufträge im Rahmen vertraglicher Servicevereinbarungen sind im Auftragsbestand der Zivilen Triebwerksinstandhaltung nicht enthalten. Um den wirtschaftlichen Gehalt des gesamten vertraglich gebundenen Auftragsvolumens und die damit verbundene Kapazitätsauslastung wiederzugeben, wird zusätzlich zum Auftragsbestand des Zivilen und Militärischen Triebwerksgeschäfts und der Zivilen Triebwerksinstandhaltung der vertraglich vereinbarte Auftragswert aus Servicevereinbarungen der Zivilen Triebwerksinstandhaltung ausgewiesen. Zu weiteren Erläuterungen des Auftragswerts der Zivilen Triebwerksinstandhaltung wird auf den Abschnitt „MRO-Segment“ verwiesen.


Zum 31. Dezember 2008 betrug der Konzernauftragsbestand inklusive des Auftragswerts der Zivilen Triebwerksinstandhaltung (Konzern-Auftragsvolumen) 9.245,7 Mio. € und lag um 889,3 Mio. € (10,6 %) über dem Vorjahreswert von 8.356,4 Mio. €. Die Aufträge im Zivilen Triebwerksgeschäft und in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung werden überwiegend in US-Dollar erteilt. Auf Basis der Wechselkursparitäten zum 31. Dezember 2007 wäre das Konzernauftragsvolumen um 424,8 Mio. € (-5,0 %) geringer, so dass sich insgesamt 8.820,9 Mio. € ergäbe. Kursbereinigt läge damit noch eine Erhöhung von 5,6 % vor.

Ohne den Auftragswert der Zivilen Triebwerksinstandhaltung betrug der Konzernauftragsbestand nach Konsolidierungseffekten in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) 4.015,7 Mio. € und lag 704,6 Mio. € (21,3 %) über dem Vorjahreswert. Auf Basis der Wechselkursparitäten zum 31. Dezember 2007 wäre der Konzernauftragsbestand um 139,2 Mio. € geringer und hätte insgesamt 3.876,5 Mio. € erreicht, woraus sich dann noch ein Anstieg von 17,1% gegenüber dem Vorjahr ergäbe.

Der Auftragsbestand im Militärischen Triebwerksgeschäft wird in Euro erteilt und sank Ende 2008 um 126,7 Mio. € (7,9 %) auf 1.467,6 Mio. € (Vorjahr: 1.594,3 Mio. €).

Insgesamt gesehen entspricht das erteilte Auftragsvolumen (Auftragsbestand inkl. Auftragswert) einer Produktionsauslastung von etwa drei Jahren.

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2008 um 148,4 Mio. € (+5,8 %) auf 2.724,3 Mio. € gestiegen: Der Umsatz im Zivilen und Militärischen Triebwerksgeschäft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 43,4 Mio. € (+2,7 %) auf 1.642,9 Mio. € und in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung um 108,3 Mio. € (+10,8 %) auf 1.113,0 Mio. €. Mit dieser positiven Entwicklung setzt die MTU den Trend der Vorjahre fort.


Umsatzkosten und Bruttoergebnis vom Umsatz

Bei den Umsatzkosten ist eine Zunahme um 111,3 Mio. € (5,2 %) auf 2.240,8 Mio. € zu verzeichnen. Durch den im Vergleich zu den Umsätzen unterproportionalen Anstieg der Umsatzkosten gegenüber den Umsatzerlösen ist das Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 483,5 Mio. € (Vorjahr: 446,4 Mio. €) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 37,1 Mio. € (8,3 %) gestiegen. Die Bruttomarge stieg auf 17,7 % (Vorjahr: 17,3 %).

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung wirksamen Forschungs- und Entwicklungskosten lagen mit 94,9 Mio. € um 10,4 Mio. € über dem Wert 2007. Details zur Aufteilung und Zusammensetzung der Aufwendungen auf die jeweiligen Geschäftssegmente finden sich im Abschnitt Forschung und Entwicklung.

Vertriebs- und Allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten haben sich um 25,2 Mio. € erhöht, im Wesentlichen aufgrund der hier berücksichtigten Vertriebskosten des Triebwerksprogramms GE38 für den Schwerlasthubschrauber CH-53K von Sikorsky. Die Allgemeinen Verwaltungskosten haben sich hingegen um 1,6 Mio. € reduziert.

Abschreibungen

Die in den Funktionskosten enthaltenen Abschreibungen beliefen sich 2008 auf 125,0 Mio. € (Vorjahr: 134,9 Mio. €). Davon entfielen 47,5 Mio. € auf Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (Vorjahr: 54,6 Mio. €). Im Vorjahr wurde bei den immateriellen Vermögenswerten der Buchwert einer Lizenz für CF34-Reparaturverfahren in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung mit seinem erzielbaren Betrag (Barwert der künftig erzielbaren Cashflows) verglichen. Dieser lag unter dem Buchwert, so dass im Geschäftsjahr 2007 eine Wertminderung in Höhe von 14,7 Mio. € in den Umsatzkosten zu erfassen war.

Wertminderungen

In den Funktionskosten sind im laufenden Geschäftsjahr 2008 insgesamt 35,2 Mio. € (Vorjahr: 14,7 Mio. €) Wertminderungen enthalten. Zur Erläuterung und zur Zusammensetzung der Wertminderungen wird auf den Abschnitt „Ertragslage Konzern“ verwiesen.

Operatives Ergebnis (EBITDA bereinigt) und Marge

Zum Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) werden planmäßige Abschreibungen sowie die aus dem Erwerb der Gesellschaft eingetretenen Effekte aus der Kaufpreisallokation hinzugerechnet. Darüber hinaus wurden im laufenden Geschäftsjahr aktivierungspflich- tige Entwicklungsleistungen für das Triebwerksprogramm GE38 in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) bereinigt. Daraus ergibt sich das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibung (EBITDA bereinigt). Das operative Ergebnis (EBITDA bereinigt) verbesserte sich um 3,3 % auf 405,7 Mio. € (Vorjahr: 392,9 Mio. €). Die EBITDA-Marge reduzierte sich geringfügig um 0,4 Prozentpunkte auf 14,9% (Vorjahr: 15,3%) und blieb damit nahezu auf Vorjahresniveau.


Überleitung zu bereinigten Kennzahlen

Die operativen Ergebnisgrößen EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, EBITDA-Marge, EBITDA-Marge bereinigt um Sondereinflüsse sowie die Kennzahlen Free Cashflow und Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten sind Beispiele bereinigter Kennzahlen.

Bereinigte Kennzahlen sind nicht Bestandteil der internationalen Rechnungslegungs-Vorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Da andere Unternehmen die von der MTU Aero Engines Holding AG dargestellten bereinigten Kennzahlen möglicherweise nicht auf die gleiche Art und Weise berechnen, sind die bereinigten Angaben der MTU Aero Engines Holding AG nur eingeschränkt mit ähnlich benannten Angaben anderer Unternehmen vergleichbar.

Die dargestellten bereinigten Kennzahlen sollten daher nicht isoliert als Alternative zum EBIT, Jahresüberschuss, Cashflow aus Geschäfts- und Investitionstätigkeiten sowie den in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Schulden oder sonstigen nach IFRS ausgewiesenen Kenngrößen der MTU Aero Engines Holding AG betrachtet werden.


EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse

EBITDA

Die Herleitung des EBITDA für die Geschäftssegmente und den Gesamtkonzern erfolgt ausgehend vom Betriebsergebnis (EBIT). Diese Ergebnisgröße vor Ertragsteuern und Finanzergebnis wird bei der Berechnung des EBITDA um die Abschreibungen, einschließlich der aus der Kaufpreisallokation resultierenden Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, korrigiert.

EBITDA bereinigt

Die MTU Aero Engines Holding AG verwendet das EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse als eine interne Steuerungsgröße.

Der Jahresüberschuss der MTU Aero Engines Holding AG sowie das EBITDA des Gesamtkonzerns und der Geschäftssegmente sind in der Berichtsperiode und in den Vorjahresperioden durch eine Reihe von Sondereinflüssen beeinflusst worden.

Der Grundgedanke besteht in der Herausrechnung von Sondereinflüssen, die die operative Geschäftstätigkeit überlagern und somit die Vergleichbarkeit des EBITDA sowie anderer Ergebnisgrößen des Konzerns und der Geschäftssegmente mit den Vorjahren beeinträchtigen. Zudem ist eine Aussage über die künftige Entwicklung des EBITDA und des Jahresüberschusses aufgrund der Sondereinflüsse nur eingeschränkt möglich. Ausgehend von den unbereinigten Ergebnisgrößen werden durch Addition (Aufwendungen) bzw. Subtraktion (Erträge) der Sondereinflüsse die jeweils bereinigten Werte ermittelt.

Die Bereinigungen erfolgen unabhängig davon, ob die betreffenden Erträge und Aufwendungen innerhalb des EBIT, im Finanzergebnis oder im Steueraufwand ausgewiesen werden. Bereinigt werden die in unmittelbarem Zusammenhang mit den Bereinigungssachverhalten stehenden Erträge und Aufwendungen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte. Zudem ist dargestellt, wie die MTU Aero Engines Holding AG die Ergebnisgrößen EBITDA und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA für den Gesamtkonzern aus dem Betriebsergebnis (EBIT) nach IFRS ableitet. Die Überleitungsrechnungen sind sowohl für die Berichtsperiode als auch für die Vorjahresvergleichsperioden dargestellt.


Wertminderungen (IAS 36)

Die Wertminderungen im Berichtszeitraum in Höhe von insgesamt 35,2 Mio. € betrafen die Buchwerte alter GE-Triebwerksprogramme in Höhe von 34,3 Mio. € sowie alte militärische Triebwerksprogramme in Höhe von 0,9 Mio. €. Die Buchwerte wurden mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Dabei wurde festgestellt, dass der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der Triebwerksprogramme lag, so dass Wertminderungen auf die Höhe des erzielbaren Betrages erfolgten.

Die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 14,7 Mio. € betrafen den Buchwert der CF34-Reparaturlizenz in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung, welcher mit seinem erzielbaren Betrag verglichen wurde. Dabei wurde festgestellt, dass der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der Lizenz lag, so dass Wertminderungen auf die Höhe des erzielbaren Betrages erfolgten.

Der im Geschäftsjahr 2006 erforderliche Wertminderungsbedarf auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,5 Mio. € betraf im Wesentlichen die Triebwerksprogrammbeteiligung TP400-D6 für den Militärtransporter A400M. Die Wertminderungen auf Sachanlagen im Geschäftsjahr 2006 in Höhe von 3,8 Mio. € waren erforderlich, da die Buchwerte der MTU Maintenance Canada Ltd., Kanada, und der MTU Aero Engines North America Inc., USA, nicht mehr ausreichend durch deren erzielbaren Betrag gedeckt waren.

Sondereinflüsse

Die Aktivierten Entwicklungsleistungen im Zivilen Triebwerksgeschäft für das Triebwerksprogramm GE38 für den Schwerlasthubschrauber CH-53K von Sikorsky in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) wurden zu Vorjahresvergleichszwecken bereinigt. Im Vorjahr erstmals ausgewiesene und aktivierte Eigenleistungen für speziell entwickelte Reparaturverfahren für die Instandhaltung von Triebwerken wurden nicht bereinigt. Daher wurden im Geschäftsjahr 2008 die im Konzernanhang unter Abschnitt 8. aktivierten weiteren Eigenleistungen für spezielle Reparaturverfahren in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) nicht bereinigt dargestellt.

Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation

Zur Erläuterung der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation wird auf die allgemein einführenden Erläuterungen am Anfang von Abschnitt 3. verwiesen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13,4 Mio. € auf -50,5 Mio. € (Vorjahr: -63,9 Mio. €) verbessert. Grund für diese Entwicklung war im Wesentlichen ein verbessertes Zinsergebnis. Die Verbesserung des Zinsergebnisses in 2008 ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 auf den im Vorjahr enthaltenen Aufwand aus dem vorzeitigen Rückkauf des High Yield Bond vor Endfälligkeit in Höhe von 19,1 Mio. € zurückzuführen. Das Sonstige Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,5 Mio. € auf -38,7 Mio. € (Vorjahr: -30,2 Mio. €) verschlechtert. Grund für diese Entwicklung waren Belastungen durch Sicherungsmaßnahmen für Nickelterminkontrakte in Höhe von 11,7 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. €) sowie negative Marktbewertungen bei Devisen- und Zinsderivaten in Höhe von -1,3 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €).

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Neben dem operativ guten Geschäftsverlauf hat sich auch das verbesserte Finanzergebnis positiv auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) ausgewirkt: Dieses ist um 18,4 Mio. € auf 197,8 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 179,4 Mio. €).

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 18,1 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €). Die Konzernsteuerquote, bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern, betrug damit 9,2 % (Vorjahr: 14,1%). Zur Überleitungsrechnung vom erwarteten Steueraufwand zum effektiven Steueraufwand wird auf den Konzernanhang (Abschnitt 15.) verwiesen.

Auswirkungen der steuerlichen Außenprüfung

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die steuerliche Außenprüfung für den Zeitraum 2000 bis 2003 abgeschlossen. Da im Prüfungszeitraum eine steuerliche Organschaft mit der heutigen Daimler AG bestand, wurden die Prüfungsfeststellungen im Rahmen der steuerlichen Veranlagung bei der Daimler AG berücksichtigt. Die anfallenden Mehrsteuern führten aufgrund vertraglicher Verpflichtungen zwischen der MTU und der Daimler AG zu einer nachträglichen Anpassung des in 2003 vereinbarten Kaufpreises für den MTU-Konzern. Die entsprechenden Minderungen der Steuerbelastungen der Geschäftsjahre 2004 bis 2007 wurden im Geschäftsjahr 2008 erfolgswirksam in Höhe von 33,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) berücksichtigt.

Effekt aus steuerlich abzugsfähigen Wertpapierabschreibungen

Im Unterschied zur Bilanzierung nach IFRS sind die Anschaffungskosten der von der MTU Aero Engines Holding AG erworbenen eigenen Anteile nach den Vorschriften des Handels- und Steuerrechts im Umlaufvermögen mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten zu bewerten und handelsrechtlich am Bilanzstichtag gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert beziehungsweise steuerlich auf den niedrigeren Teilwert abzuwerten. Da die MTU Aero Engines Holding AG steuerlich als Finanzunternehmen gilt, minderte der Abwertungsbetrag das zu versteuernde Einkommen um insgesamt 36,9 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €)

Jahresüberschuss

Durch den guten Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Jahresüberschuss um 25,6 Mio. € (16,6 %) auf 179,7 Mio. € (Vorjahr: 154,1 Mio. €).


Dividendenberechtigter Bilanzgewinn

Der auf die Aktionäre der MTU Aero Engines Holding AG entfallende handelsrechtliche Bilanzgewinn beträgt für das Geschäftsjahr 2008 insgesamt 45,4 Mio. € (Vorjahr: 47,2 Mio. €). Zum 31. Dezember 2008 waren insgesamt 48.770.945 Aktien (Vorjahr: 50.729.590 Aktien) dividendenberechtigt.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 3,64 € (Vorjahr: 2,95 €). Potenzielle Stammaktien aus der Wandelschuldverschreibung führen zu einem verwässerten Ergebnis je Aktie. Unter Berücksichtigung dieser Effekte betrug das verwässerte Ergebnis je Aktie 3,54 € (Vorjahr: 2,83 €).

Dividende bleibt auf hohem Niveau

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der MTU Aero Engines Holding AG der Hauptversammlung am 26. Mai 2009 vor, wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 0,93 € je Aktie auszuschütten. Die Dividendensumme beträgt insgesamt 45,4 Mio. € (Vorjahr gemäß Beschluss der Hauptversammlung: 47,2 Mio. €). Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 65,8 % (Vorjahr: 72,2 %) bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 69,0 Mio. € der MTU Aero Engines Holding AG. Damit beläuft sich die Netto-Dividendenrendite auf 4,7 % - bezogen auf den Aktienkurs von 19,58 € zum 31. Dezember 2008. Die Dividende soll am 27. Mai 2009 ausgezahlt werden. Die Überleitungsrechnung vom Konzern-Jahresüberschuss nach IFRS zum ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn der MTU Aero Engines Holding AG, München, ist im Konzernanhang im Abschnitt VII. dargestellt.


OEM-Segment


Auftragsbestand

Der Auftragsbestand für zivile und militärische Triebwerke wird zum Listenpreis ausgewiesen. Da zivile Ersatzteilaufträge meist zeitnah zum Auftragseingang ausgeführt werden, enthält der Auftragsbestand keine wesentlichen Bestellungen für Ersatzteile.

Ziviles Triebwerksgeschäft

Der in US-Dollar fakturierte Auftragsbestand der MTU im Zivilen Triebwerksgeschäft lag bei 3.363,6 Mio. US-$ und damit um 975,1 Mio. US-$ (40,8 %) über dem Vorjahresauftragsbestand von 2.388,5 Mio. US-$. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf den Auftragsumfang für das Triebwerk GEnx (General Electric next generation) zurückzuführen.

Der in Euro zum Jahresendkurs umbewertete Auftragsbestand im Zivilen Triebwerksgeschäft ist Ende 2008 um 794,4 Mio. € (49,0 %) auf 2.416,9 Mio. € (Vorjahr: 1.622,5 Mio. €) gestiegen.

Der rechnerische Auftragsbestand im Zivilen Triebwerksgeschäft entspricht einer Produktionsauslastung von etwa zwei Jahren.

Militärisches Triebwerksgeschäft

Bei Militärprogrammen bestellen die Kunden in der Regel mit Unterzeichnung des Produktionsvertrags eine feste Anzahl von Triebwerken. Bei Vertragsunterzeichnung wird der gesamte Vertragswert als Auftragsbestand erfasst. Durch die Auslieferungen wird der Auftragsbestand über einen langen Zeitraum abgearbeitet.

Im Militärischen Triebwerksgeschäft lag der in Euro erteilte Auftragsbestand Ende 2008 mit 1.467,6 Mio. € um 126,7 Mio. € (7,9 %) unter dem Vorjahreswert von 1.594,3 Mio. €. Der rechnerische Auftragsbestand im Militärischen Triebwerksgeschäft entspricht einer Produktionsauslastung von knapp drei Jahren.


Umsatzentwicklung

Im OEM-Geschäft hat das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1.642,9 Mio. € erzielt; das entspricht gegenüber 2007 einem Wachstum von 43,4 Mio. € oder 2,7 %.

Im Berichtszeitraum hat die MTU den Umsatz des Zivilen Triebwerksgeschäfts um 44,3 Mio. € auf 1.146,3 Mio. € gesteigert. Diese Steigerung ist überwiegend auf den Absatz der seit mehreren Jahren gefertigten Triebwerke V2500 (A320) sowie auf bessere Geschäfte mit Triebwerken von Pratt & Whitney Canada und dem Anlauf des GP7000 zurückzuführen. Darüber hinaus haben sich auch die Umsätze mit Modulen und Komponenten für neue Antriebe erhöht. Dollarkursbereinigt liegt der Anstieg bei etwa 12 %.

Die Umsatzerlöse im Militärischen Triebwerksgeschäft sind mit 496,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 497,5 Mio. € konstant geblieben. Die laufende Indienststellung des Eurofighters sichert kontinuierliche EJ200-Umsätze, auch die übrigen militärischen Programme wiesen weitgehend konstante Umsätze aus.


Operatives Ergebnis (EBITDA bereinigt) und Marge

Das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibung (EBITDA bereinigt) im OEM-Geschäft hat sich aufgrund des guten Geschäftsverlaufs von 305,7 Mio. € auf 330,3 Mio. € erhöht und die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 19,1% auf 20,1 %.


MRO-Segment


Auftragsbestand und Auftragswert

Der Auftragsbestand der Zivilen Triebwerksinstandhaltung erfasst Antriebe, die zur Instandhaltung angeliefert wurden und deren Fehleranalyse abgeschlossen ist. Werden Umsatzerlöse realisiert, vermindert sich der Auftragsbestand entsprechend.

Künftige bereits vertraglich vereinbarte Aufträge im Rahmen langfristiger Servicevereinbarungen (Contract Volume) sind im Auftragsbestand nicht enthalten. Das bedeutet einen verhältnismäßig niedrigen Auftragsbestand für die Zivile Instandhaltung. Aus diesem Grund wird in Fortführung des eng abgegrenzten Auftragsbestands der erwartete Umfang an Triebwerksreparaturen aus dem Vertragsbestand (Auftragswert vertraglich gebundener Triebwerke) gesondert ausgewiesen.

Aus der Summe Auftragsbestand plus Auftragswert lässt sich die kurz- und mittelfristige Produktionsauslastung berechnen. Die rechnerische Summe aus Auftragsbestand und Auftragswert entspricht einer Produktionsauslastung von knapp fünf Jahren. Die Aufträge im Instandhaltungsgeschäft werden größtenteils in US-Dollar erteilt. Gegenüber dem Wert für 2007 in Höhe von 139,4 Mio. US-$ lag der Auftragsbestand in der Zivilen Instandhaltung mit 182,9 Mio. US-$ um 43,5 Mio. US-$ (31,2 %) über dem Vorjahresniveau. Der Auftragswert der vertraglich gebundenen Triebwerke ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,0 % auf 7.278,3 Mio. US-$ gesunken.

Der in Euro umbewertete Auftragsbestand und Auftragswert in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung ist Ende 2008 um 221,6 Mio. € (4,3 %) auf 5.361,2 Mio. € (Vorjahr: 5.139,6 Mio. €) gestiegen.


Umsatzentwicklung

In der Zivilen Triebwerksinstandhaltung konnte die MTU den Umsatz 2008 auf 1.113,0 Mio. € steigern (Vorjahr: 1.004,7 Mio. €). Trotz der Belastung bei der MTU Maintenance Hannover aufgrund der Einführung neuer Software- und Logistiksysteme und der unterjährig ungünstigen Entwicklung der US-Dollar-Wechselkursparitäten ergab sich ein Zuwachs in Höhe von 10,8 %. Ein Umsatzanstieg in Höhe von 39,2 Mio. € auf insgesamt 125,9 Mio. € (Vorjahr: 86,7 Mio. €) ist auch bei der MTU Maintenance Zhuhai, China, zu verzeichnen. Dollarkursbereinigt ergäbe sich hier eine Umsatzsteigerung von etwa 19 %.


Operatives Ergebnis (EBITDA bereinigt) und Marge

Das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibung (EBITDA bereinigt) im MRO-Segment reduzierte sich um 9,0 Mio. € (10,2 %) auf 78,9 Mio. €. Die EBITDA-Marge lag damit bei 7,1 % (Vorjahr: 8,7 %). Die Reduktion der EBITDA-Marge um 1,6 Prozentpunkte ist im Wesentlichen auf den ungünstigen US-Dollar-Kurs zurückzuführen.


Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität zu sichern. Der Konzern erreicht das durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente, etwa der im Geschäftsjahr 2007 mit einer Laufzeit von fünf Jahren emittierten Wandelschuldverschreibung, oder über Kreditvereinbarungen, die den Rahmen für kurz- und mittelfristige Finanzierungen bilden. Die nur zum Teil ausgenutzten Kreditlinien (RCF-Kreditlinien) geben der MTU den nötigen Finanzierungsspielraum. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Flexibilität, Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Entsprechend der Konzernstruktur steuert die Konzernzentrale die Finanzierung.

Grundsätzlich stellt die operative Geschäftstätigkeit der Geschäftssegmente und der daraus resultierende Mittelzufluss die Hauptliquiditätsquelle für den Konzern dar. Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen Planung. Kurz- und mittelfristige Prognosen werden monatlich aktualisiert. Dabei werden alle Konzerngesellschaften einbezogen. Überschüssige Mittel einzelner Konzerngesellschaften nützt die MTU, um den Finanzierungsbedarf anderer Konzerngesellschaften abzudecken. Dadurch werden der externe Finanzierungsbedarf reduziert und die Netto-Zinsaufwendungen optimiert.

In den Treasury-Grundsätzen werden die Vorgehensweise der Bankpolitik, die Genehmigung von Bankbeziehungen, Finanzierungsvereinbarungen, Liquiditäts- und Anlagen-Management weltweit, das Management von Währungs- und Zinsrisiken sowie das Management des konzerninternen Cashflows geregelt.

Gemäß den Grundsätzen des Konzerns werden 100 % der Kreditlinien von der Zentrale verwaltet. Diese Linien werden zum Teil an Tochtergesellschaften weitergegeben und, falls in Einzelfällen erforderlich, durch Garantien des Mutterunternehmens abgesichert. Aufgrund des zentralisierten Liquiditätsmanagements ist der Konzern in der Lage, die Mittel innerhalb der Organisation effizient zuzuteilen. Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns sind in der Regel unbesichert.

Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen finanzierenden Partnerbanken und vermeidet dadurch eine zu starke Abhängigkeit von einem einzelnen Institut. Partnerbanken auf Konzern- und Tochtergesellschaftsebene müssen ein langfristiges Rating von mindestens „Investment Grade“ vorweisen.

Finanzierungsanalyse


Netto-Finanzverbindlichkeiten

Die Kennzahl Netto-Finanzverbindlichkeiten wird von führenden Kapitalmarktanalysten Die Netto-Finanzverbindlichkeiten verwendet und ist im Wettbewerbsumfeld der MTU üblich. Die MTU definiert die Netto-lagen zum 31. Dezember 2008 Finanzverbindlichkeiten als den Saldo aus der Brutto-Finanzverschuldung und dem vorhanbei 254,7 Mio. €. Im Vergleich denen Finanzvermögen, der die Liquiditätslage des MTU-Konzerns verdeutlicht. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem zum Stand am 31. Dezember 2007 (223,4 Mio. €) sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten um Anstieg um 14,0 %. insgesamt 31,3 Mio. € (14,0 %) auf 254,7 Mio. € gestiegen, da sich sowohl die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten als auch die derivativen finanziellen Forderungen aufgrund der Marktbewertungen um insgesamt 63,5 Mio. € (Vorjahr: +0,5 Mio. €) verschlechtert haben.

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2008 im Einzelnen wie folgt entwickelt:


Anleihen

Die MTU hat im Zeitraum vom 17. September bis 31.Oktober 2008 eigene Wandelanleihen im Nominalvolumen von 27,2 Mio. € (ca. 15,1% des ursprünglich emittierten Nominalvolumens von 180,0 Mio. €) vor Endfälligkeit vom Markt zurückgekauft. Der aufgewendete Rückkaufbetrag wurde in einen Eigenkapital- und einen Fremdkapitalanteil aufgeteilt. Die noch ausstehenden Wandelschuldverschreibungen im Nominalwert von 152,8 Mio. € (Vorjahr: 180,0 Mio. €) wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Weitere Erläuterungen sowie die Ermittlung der zurückgekauften Fremdkapital- und Eigenkapitalkomponente sind dem Konzernanhang unter Abschnitt 34. zu entnehmen.

Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zum 31. Dezember 2008 hat der Konzern im Rahmen bilateraler Bankkredite Mittel in Höhe von 61,2 Mio. € (Vorjahr: 69,6 Mio. €) in Anspruch genommen. Die sonstigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 21,3 Mio. € (Vorjahr: 26,5 Mio. €) betreffen Darlehen von Tochterunternehmen gegenüber Dritten. Insgesamt reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten damit um 13,6 Mio. € auf 82,5 Mio. € (Vorjahr: 96,1 Mio. €).

Finanzierungsleasingverträge

Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen aktivierte und nach der Effektivzinsmethode fortgeschriebene Leasingverpflichtungen. Zur bilanziellen Behandlung und zum Überblick der aktivierten Leasinggegenstände wird auf die Abschnitte 5.6. und 19. im Konzernanhang verwiesen.

Darlehen der Provinz British Columbia

Das Darlehen von der Provinz British Columbia an die MTU Maintenance Canada Ltd., Kanada, ist zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Die Veränderung zum Vorjahr ist überwiegend auf die Wechselkursänderungen zwischen dem Euro (€) und dem Kanadischen Dollar (CAD) zurückzuführen.

Nachträgliche Kaufpreisanpassung

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die steuerliche Außenprüfung für den Zeitraum 2000 bis 2003 abgeschlossen. Da im Prüfungszeitraum eine steuerliche Organschaft mit der Daimler AG bestand, wurden die Prüfungsfeststellungen im Rahmen der steuerlichen Veranlagung der Daimler AG berücksichtigt. Die anfallenden Mehrsteuern führten zu einer nachträglichen Anpassung des in 2003 vereinbarten Kaufpreises für den MTU-Konzern. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Abschnitt 19. im Konzernanhang verwiesen.

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten

Die Erhöhung der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten um 39,5 Mio. € auf insgesamt 48,4 Mio. € (Vorjahr: 8,9 Mio. €) betreffen überwiegend Marktwertbewertungen der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte und Nickelterminkontrakte. Detaillierte Erläuterungen zu den Kredit- und Marktpreisrisiken aus derivativen Verbindlichkeiten sind dem Abschnitt „Risikomanagement und Finanzderivate“ (Abschnitt 42.) im Konzernanhang zu entnehmen.

Derivative finanzielle Forderungen

Die Devisenderivate enthalten überwiegend Marktwerte von zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Devisentermingeschäften. Aufgrund der marktbedingten €/US-Dollar-Wechselkursveränderungen sanken die derivativen Forderungen um 24,0 Mio. € auf 11,8 Mio. € (Vorjahr: 35,8 Mio. €). Detaillierte Erläuterungen zu den Kredit- und Marktpreisrisiken aus derivativen Forderungen sind dem Abschnitt „Risikomanagement und Finanzderivate“ (Abschnitt 42.) im Konzernanhang zu entnehmen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 69,9 Mio. € (Vorjahr: 67,3 Mio. €) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie um kurzfristige Wertpapiere mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten ab dem Erwerbszeitpunkt.

Relative Verschuldung

Die Kennzahl „Relative Verschuldung“ setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zu dem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozentpunkte auf 62,8 % (Vorjahr: 56,9 %) verschlechtert, weil sich die Netto-Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente erhöht haben.


Den Finanzierungsbedarf deckt die MTU durch eine Kombination aus Free Cashflows, die in den operativen Geschäftssegmenten erwirtschaftet werden, sowie durch die Inanspruchnahme kurz- und mittelfristiger Finanzverbindlichkeiten.

Neben der klassischen Bankfinanzierung ist die im Geschäftsjahr 2007 begebene Wandelschuldverschreibung in Höhe von 180,0 Mio. € ein wichtiges Finanzierungsinstrument. Die Wandelschuldverschreibung mit einem Nennbetrag von 180,0 Mio. € (eingeteilt in 1.800 Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 100.000 €) hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Schuldverschreibungen werden am 1. Februar 2012 (Endfälligkeitstag) zu ihrem Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückgezahlt, sofern sie nicht vorzeitig zurückgezahlt, gewandelt oder zurückgekauft und entwertet worden sind. Es existiert ein Wandlungsrecht in auf den Namen lautende Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktie) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1 € je Aktie.

Auf der Basis eines Wandlungspreises von 49,50 € ergibt sich ein anfängliches Wandlungsverhältnis von 2.020,20 Aktien. Der festgesetzte Zinssatz liegt bei 2,75 % und ist jeweils am 1. Februar eines Jahres zur Zahlung fällig. Emittentin der Wandelschuldverschreibung ist die MTU Aero Engines Finance B.V. mit Sitz in Amsterdam, die sich zu 100 % im Besitz der MTU Aero Engines Holding AG, München, befindet. Den Mittelzufluss aus dieser Anleihe hat die MTU im Geschäftsjahr 2007 für die Rückzahlung des High Yield Bond einschließlich des mit der vorzeitigen Rückzahlung verbundenen Aufpreises und der aufgelaufenen Zinsen verwendet.

Kursverlauf der Wandelschuldverschreibung

Die Wandelschuldverschreibung ist am 2. Januar 2008 mit einem Kurs von 107,00 gestartet und hat am 2. Januar 2008 mit 108,00 den Jahreshöchststand erreicht. Den Jahrestiefststand erreichte sie am 17. Juli 2008 mit 75,95. Die MTU-Wandelschuldverschreibung schloss das Geschäftsjahr 2008 mit einem Kurs von 84,00 ab (Vorjahr: 107,00). Damit notierte die Wandelschuldverschreibung im Jahresverlauf durchschnittlich unter dem Emissionskurs von 100,00. Derzeit liegt der Kurs bei 85,85 (Stand: 19. Februar 2009).




Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen

Die MTU hat im Zeitraum vom 17. September bis 31. Oktober 2008 eigene Wandelschuldverschreibungen im Nominalvolumen von 27,2 Mio. € (ca. 15,1 % des ursprünglich emittierten Nominalvolumens von 180,0 Mio. €) vor Endfälligkeit vom Markt zurückgekauft. Der Rückkaufspreis belief sich (inkl. Transaktionskosten, aber ohne Stückzinsen) auf insgesamt 21,9 Mio. € und entspricht damit einem durchschnittlichen Rückkaufspreis je Anleihe von 80,7 %. Weitere Erläuterungen sowie die Ermittlung der zurückgekauften Fremdkapital- und Eigenkapitalkomponente sind dem Konzernanhang unter Abschnitt 34. zu entnehmen.

Kreditrahmen

Die günstigen Konditionen der Finanzierung verdankt die MTU ihrem Finanzierungsmix, der guten wirtschaftlichen Entwicklung, den nachhaltigen Free Cashflows sowie der positiven Reaktion des Finanzmarkts auf die Geschäftsstrategie. Der Kreditrahmen besteht aus einer Kreditlinie (Revolving Credit Facility, RCF) in Höhe von insgesamt 250,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis 24. März 2010, die mit einer Gruppe von Banken abgeschlossen wurde. Mit drei Banken wurden direkte Kreditvereinbarungen über jeweils 40,0 Mio. € (ancilliary facilities) vereinbart. Die Mittelaufnahme im Rahmen dieser Kreditlinien ist zur Finanzierung von Betriebsmitteln vorgesehen und unbesichert. Zum 31. Dezember 2008 hat der Konzern im Rahmen dieser Bankkredite Mittel in Höhe von 61,2 Mio. € (Vorjahr: 69,6 Mio. €) in Anspruch genommen. Von der verbleibenden Kreditlinie in Höhe von 188,8 Mio. € (Vorjahr: 180,4 Mio. €) gelten zum Bilanzstichtag 16,9 Mio. € (Vorjahr: 16,5 Mio. €) als durch Avale ausgeschöpft. Die Verzinsung der effektiv abgerufenen Kreditlinie erfolgt auf Basis des täglichen Zinssatzes (EONIA) zuzüglich einer Marge. Am 31. Dezember 2008 hat die MTU einschließlich aller Tochtergesellschaften die Kreditauflagen und Verpflichtungen aus allen Finanzierungsverträgen erfüllt. Die nur zum Teil ausgenutzten Kreditlinien erhöhen den Finanzierungsspielraum und sorgen aufgrund ihrer Struktur für eine weitere Flexibilität der Finanzierung.

Die mittelfristige Flexibilität des Konzerns ist durch ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 171,9 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2008 sichergestellt (2007: 163,9 Mio. €). Die MTU überwacht laufend den Bedarf an verfügbaren Kreditlinien, basierend auf dem jeweiligen Volumen der Finanzverbindlichkeiten sowie dem künftigen Finanzierungsbedarf.

Die MTU ist nicht an außerbilanziellen Geschäften beteiligt, die sich gegenwärtig oder zukünftig aller Wahrscheinlichkeit nach in wesentlicher Weise auf die Finanzlage, die Ertragslage, die Liquidität, die Investitionsausgaben, das Vermögen oder die Kapitalausstattung auswirken werden.

Investitionsanalyse


Investitionen nach Geschäftssegmenten

Die gesamten Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2008 293,7 Mio. € (Vorjahr: 106,1 Mio. €). Davon entfielen 263,8 Mio. € auf das Segment OEM (Vorjahr: 68,7 Mio. €) und 29,9 Mio. € auf das Segment MRO (Vorjahr: 37,4 Mio. €).

Investitionen nach Vermögenswerten

Von den Investitionen in Vermögenswerte entfielen auf immaterielle Vermögenswerte 193,8 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €), auf Sachanlagen 99,9 Mio. € (Vorjahr: 86,5 Mio. €) und auf finanzielle Vermögenswerte 0,0 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €).


Investitionen in immaterielle Vermögenswerte

Durch den Kooperationsvertrag vom 19. Dezember 2008 zwischen der General Electric Company und der MTU Aero Engines GmbH hat sich die MTU am Triebwerksprogramm GEnx für die Boeing 787 und 747-8 mit einem Programmanteil von 6,65 % beteiligt. Die Investitionen in dieses neue Triebwerksprogramm sind im OEM-Geschäft innerhalb der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 126,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) enthalten.

Mit der Beteiligung an den Entwicklungsaufwendungen für den Hubschrauberantrieb GE38 von General Electric hat sich die MTU 18 % Anteil am Triebwerksprogramm für den Schwerlasthubschrauber CH-53K von Sikorsky gesichert. Die erworbenen Entwicklungsleistungen sind – zusammen mit den eigenfinanzierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) - in den immateriellen Vermögenswerten des OEM-Geschäfts in Höhe von insgesamt 48,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) enthalten.

Die Zivile Triebwerksinstandhaltung hat spezielle Reparaturverfahren für die kostengünstigere und wirtschaftlichere Instandsetzung von Triebwerken entwickelt und damit ihren technischen Wettbewerbsvorteil weiter gesichert. Da die Voraussetzungen für die Aktivierung dieser Technologien im laufenden Geschäftsjahr 2008 vorlagen, wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) innerhalb der immateriellen Vermögenswerte aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2008 endete die steuerliche Außenprüfung bis zum Verkaufszeitpunkt der MTU von der damaligen DaimlerChrysler AG. Die damit verbundene nachträgliche Kaufpreisanpassung erhöhte den Firmenwert in Höhe von 15,0 Mio. €. Davon entfielen 11,7 Mio. € auf das Zivile und Militärische Triebwerksgeschäft (OEM) und 3,3 Mio. € auf die Zivile Triebwerksinstandhaltung (MRO). Weitere Erläuterungen zur nachträglichen Kaufpreisanpassung sind im Konzernanhang unter Abschnitt 19. enthalten.

Die gesamten Investitionen der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 193,8 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €) sind der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der finanziellen Vermögenswerte im Konzernanhang (Abschnitt 18.) zu entnehmen.

Investitionen in Sachanlagen

Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von insgesamt 14,7 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €) betreffen unter anderem die Anschaffung einer Schweißanlage, einer Laserbohr-Abtraganlage, einer US-Kugel-Strahlanlage, einer Werkzeugschleifmaschine, einer Nassstrahlanlage, einer Drahterodiermaschine, eines Vakuumofens sowie diverser CNC-Schleif- und Fräsmaschinen.

Weitere Zugänge im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von insgesamt 59,8 Mio. € (Vorjahr: 49,6 Mio. €) betreffen in Höhe von 21,6 Mio. € die noch fertig zu stellende Produktionsstätte der MTU Aero Engines Polska Sp. z.o.o., Rzeszów, Polen, im Inland noch nicht fertig gestellte technische Anlagen und Maschinen für neue Triebwerksprogramme in Höhe von 24,7 Mio. € sowie Herstellungskosten für den Triebwerksprüfstand in Hannover in Höhe von 13,5 Mio. € bis zum Ende des Geschäftsjahres 2008. Auf ihm können in Zukunft auch große Triebwerke getestet werden – zum Beispiel Antriebe für den Airbus A380 (GP7000). Darüber hinaus wurde in neue Software- und Logistiksysteme investiert, die am Standort Hannover eingeführt wurden, um Betriebsabläufe in der Fertigung zu optimieren und die Herstellungskosten zu senken.

Die gesamten Investitionen der Sachanlagen in Höhe von 99,9 Mio. € (Vorjahr: 86,5 Mio. €) sind der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der finanziellen Vermögenswerte im Konzernanhang (Abschnitt 18.) zu entnehmen.

Liquiditätsanalyse

Die MTU steuert ihre Liquidität mit der Kennzahl Free Cashflow. Als Free Cashflow bezeichnet der Konzern den Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit nach Abzug der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen. Dieser Überschuss wird insbesondere für Dividendenzahlungen, den Rückkauf eigener Aktien und die Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten verwendet.




Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr mit 405,8 Mio. € um 169,6 Mio. € (71,8 %) über dem Vorjahreswert von 236,2 Mio. €. Das Geschäftsjahr 2008 war von hohen Kundenanzahlungen für Auftragsfertigungen im Militärischen Triebwerksgeschäft, aber auch für das Zivile Triebwerksgeschäft geprägt. Darüber hinaus hat sich die Kapitalbindung trotz der zum Jahresende 2008 höheren Auslastung in der Zivilen Instandhaltung, den Vorbereitungen für die GP7000-Triebwerksauslieferung für den Airbus A380 sowie den Entwicklungsarbeiten am TP400-D6 für den Militärtransporter A400M um 98,5 Mio. € verbessert (Vorjahr: Belastung von 74,6 Mio. €).

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich aufgrund der im Abschnitt zur Investitionsanalyse geschilderten Ausgaben um 177,7 Mio. € (170,0 %) auf 282,2 Mio. € (Vorjahr: 104,5 Mio. €). Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind Einnahmen aus Anlageabgängen in Höhe von 11,5 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) enthalten.

Free Cashflow

Der Free Cashflow, als Saldo von Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit und dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit, lag 2008 bei 123,6 Mio. € (Vorjahr: 131,7 Mio. €). Im Geschäftjahr 2008 wurde der Free Cashflow überwiegend für den Rückkauf eigener Aktien in Höhe von 56,4 Mio. € (Vorjahr: 113,6 Mio. €), für die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 46,3 Mio. € für das Geschäftsjahr 2007 (Geschäftsjahr 2006: 43,8 Mio. €) sowie für den Rückkauf von Teilen der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 21,9 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) verwendet. Im Zeitraum zwischen dem jeweiligen Abschlussstichtag und der Hauptversammlung wurden weitere eigene Aktien durch die MTU zurückgekauft. Daher reduzierte sich die Dividendenausschüttung in 2008 für das Geschäftsjahr 2007 um 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) gegenüber dem Beschluss der Hauptversammlung.

 

Weitere Erläuterungen zum verwendeten Free Cashflow sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.


Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Jahresvergleich um 110,6 Mio. € bzw. 3,6 % auf 3.196,1 Mio. € erhöht (Vorjahr: 3.085,5 Mio. €); die Eigenkapitalquote stieg aufgrund des guten Geschäftsergebnisses auf 19,3 % (Vorjahr: 18,2 %).

Entwicklung der Bilanzpositionen

Die nachfolgende Darstellung veranschaulicht die Veränderung der Vermögens- und Schuldenlage getrennt nach lang- und mittelfristigen sowie nach kurzfristigen Positionen:






Vermögenswerte

Innerhalb der Vermögenswerte haben sich die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen um 125,3 Mio. € bzw. 7,5 % auf 1.800,0 Mio. € (Vorjahr: 1.674,7 Mio. €) erhöht. Die Immateriellen Vermögenswerte haben sich im Wesentlichen durch die Beteiligung am Triebwerksprogramm GEnx und durch die Beteiligung am Entwicklungsprogramm für das Triebwerk GE38 (Abschnitt Finanzlage, Investitionsanalyse) um 139,9 Mio. € erhöht. Die Sachanlagen sind aufgrund planmäßiger Abschreibungen um 14,6 Mio. € gesunken.

Das Vorratsvermögen verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg um 73,6 Mio. € bzw. 12,5 % auf 661,4 Mio. € (Vorjahr: 587,8 Mio. €). Während der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) um 47,6 Mio. € auf 311,5 Mio. € stieg (Vorjahr: 263,9 Mio. €), lag der Bestand der Unfertigen Erzeugnisse mit 322,2 Mio. € um 7,7 Mio. € über dem Vorjahreswert von 314,5 Mio. € und die geleisteten Anzahlungen stiegen um 18,3 Mio. € auf 27,7 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €). Insgesamt betrug der Anteil des Vorratsvermögens 20,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 19,0 %). Bezogen auf das Umsatzvolumen reduzierte sich die Umschlagshäufigkeit der Vorräte geringfügig von 4,6 auf 4,4. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen aus Auftragsfertigung abzüglich erhaltener Anzahlungen und die Sonstigen Vermögenswerte einschließlich geleisteter Vorauszahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 90,9 Mio. € (12,4 %) auf 643,2 Mio. € gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen dabei um 38,8 Mio. € (7,8 %) auf 460,4 Mio. € zurück. Die Forderungen aus Auftragsfertigung, saldiert um die zugeordneten erhaltenen Anzahlungen haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32,2 Mio. € (18,8 %) auf 138,9 Mio. € reduziert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Bilanzstichtag 69,9 Mio. € (Vorjahr: 67,3 Mio. €). Der relative Anteil an der Bilanzsumme betrug damit unverändert 2,2 %.

In der Struktur der Vermögenswerte hat sich der Anteil des lang- und mittelfristig gebundenen Vermögens um 2,0 Prozentpunkte auf 57,0 % erhöht (Vorjahr: 55,0 %). Die folgende Übersicht zeigt die Aufteilung der lang- und mittelfristigen und der kurzfristigen Vermögenswerte im Vergleich zu den Vorjahren:


Konzern-Eigenkapital

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals:

 


Erhöhungen des Konzern-Eigenkapitals

Der Anstieg des Konzern-Eigenkapitals im Jahr 2008 in Höhe von 55,4 Mio. € (Vorjahr: Reduktion um 0,3 Mio. €) ergibt sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von 179,7 Mio. € (Vorjahr: 154,1 Mio. €). Des Weiteren erhöhte sich das Eigenkapital um die Bewertungen des aktienbasierten Vergütungsmodells Matching Stock Program (MSP) um 0,5 Mio. € und den im Rahmen des Mitarbeiter-Aktienprogramms (MAP) an Konzernbeschäftigte verkauften Aktien um 4,9 Mio. €. Weitere Erläuterungen zu den aktienbasierten Vergütungskomponenten sind im Konzernanhang unter Abschnitt 30.4. erläutert. Die 2008 im Eigenkapital erfassten positiven Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr Reduktion: 3,6 Mio. €) betreffen im Wesentlichen die MTU Maintenance Zhuhai Co. Ltd., Zhuhai, China.

Reduzierungen des Konzern-Eigenkapitals

Das Konzern-Eigenkapital reduzierte sich um 29,1 Mio. € (Vorjahr: Erhöhung um 2,1 Mio. €) aufgrund der negativen Veränderung in der Marktbewertung der Cashflow-Hedges, um die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der MTU Aero Engines Holding AG für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von 46,3 Mio. € (für das Geschäftsjahr 2006: 43,6 Mio. €) sowie um den Erwerb eigener Anteile in Höhe von 56,4 Mio. € (Vorjahr: 113,6 Mio. €). Im Zeitraum zwischen dem jeweiligen Abschlussstichtag und der Hauptversammlung wurden weitere eigene Aktien durch die MTU zurückgekauft. Daher reduzierte sich die Dividendenausschüttung in 2008 für das Geschäftsjahr 2007 um 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) gegenüber dem Beschluss der Hauptversammlung.

Neutrale Veränderungen im Konzern-Eigenkapital

Die Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien betrifft die Reduktion des Grundkapitals um 3,0 Mio. € und die Freigabe der zum Zeitpunkt des Aktienerwerbs aus Kapitalerhaltungsgesichtspunkten reduzierten Kapitalrücklage nach § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 101,4 Mio. €. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der eingezogenen Aktien betrugen 104,4 Mio. € und erhöhten die Rücklage für eigene Anteile.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2008:


Zeitwertentwicklung der derivativen Finanzinstrumente im kumulierten übrigen Eigenkapital (OCI)

Zum 31. Dezember 2008 betrug der Nominalbetrag des ausstehenden Portfolios von Sicherungsinstrumenten, die gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäfte qualifizieren („Cashflow-Hedges“), 880 Mio. US-$, die gegenüber dem Euro gesichert wurden. Die Marktbewertung des MTU-Cashflow-Sicherungsportfolios zum Jahresende 2008 führte auf Basis eines Euro/ US-Dollar-Stichtagskurses von 1,39 zu einer negativen Bewertungsänderung im kumulierten übrigen Eigenkapital (OCI) von 29,1 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2007. Im Vergleich dazu ergab sich zum 31. Dezember 2007 auf Basis eines Euro/US-Dollar-Stichtagskurses von 1,47 eine positive Bewertungsänderung im OCI in Höhe von 2,1 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2006. Positive Marktwerte (vor Steuern) von Cashflow-Hedges werden unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, während negative Marktwerte (vor Steuern) von Cashflow-Hedges in den Finanzverbindlichkeiten enthalten sind. Veränderungen der Marktwerte von Cashflow-Hedges zum Jahresende werden als erfolgsneutrale Anpassung des OCI bilanziert. Diese Anpassungen erfolgen abzüglich der Änderungen der aktiven latenten Steuern (für Cashflow-Hedges mit negativer Marktbewertung) bzw. der passiven latenten Steuern (für Cashflow-Hedges mit positiver Marktbewertung).

Die folgende Grafik zeigt die Zeitwertentwicklung der Cashflow-Hedges im übrigen kumulierten Eigenkapital über die letzten drei Jahre.


Aufgrund der negativen Veränderung in der Marktbewertung der Cashflow-Hedges im Jahr 2008 reduzierten sich die Marktwerte des im kumulierten übrigen Eigenkapital (OCI) abgebildeten Nettovermögens nach Steuern um -29,1 Mio. €, während sich im Vorjahr die Marktwerte um 2,1 Mio. € erhöhten.

Schulden

Die lang- und mittelfristigen Fremdmittel haben sich um 7,6 Mio. € (0,6 %) auf 1.183,8 Mio. € erhöht. Ihr Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 37,0 % (Vorjahr: 38,1 %). Darin enthalten sind mit 371,7 Mio. € (Vorjahr: 359,5 Mio. €) Pensionsrückstellungen. Die Rückstellungen für Pensionen sind um 12,2 Mio. € (3,4 %) planmäßig gestiegen. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Eventualschulden für noch nicht fertig gestellte Triebwerksprogramme haben sich um 27,5 Mio. € auf nunmehr 208,7 Mio. € reduziert.

Die lang- und mittelfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 588,1 Mio. € (Vorjahr: 561,4 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 58,9 Mio. € (Vorjahr: 66,8 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung in Höhe von 273,0 Mio. € (Vorjahr: 200,6 Mio. €) sowie passive latente Steuern, die sich auf 227,6 Mio. € (Vorjahr: 269,8 Mio. €) beliefen.

Die lang- und mittelfristigen Finanzierungsmittel sind im Geschäftsjahr um 63,0 Mio. € (3,6 %) auf 1.801,2 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 1.738,2 Mio. €). Demnach ist das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen zu 98,9 % (Vorjahr: 102,5 %) durch die lang- und mittelfristig zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel gedeckt.

Die kurzfristigen Finanzierungsmittel haben sich um 47,6 Mio. € (3,5 %) auf 1.394,9 Mio. € erhöht, wobei die Rückstellungen um 2,2 Mio. € (0,7 %) auf 296,9 Mio. € gesunken sind.

Darin enthalten sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich um 49,8 Mio. € (4,8 %) auf 1.098,0 Mio. € erhöht. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von insgesamt 40,6 Mio. € (Vorjahr: 52,6 Mio. €), Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 277,5 Mio. € (Vorjahr: 259,7 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 495,7 Mio. € (Vorjahr: 462,9 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung, reduziert um die darauf entfallenden Forderungen, in Höhe von 247,6 Mio. € (Vorjahr: 239,1 Mio. €) sowie eine Vielzahl weiterer erkennbarer Verpflichtungen. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der lang- und mittelfristigen sowie der kurzfristigen Finanzierungsmittel im Vergleich zum Vorjahr:


Die Struktur des Eigenkapitals und der Schulden zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine um 1,1 Prozentpunkte auf insgesamt 19,3 % (Vorjahr: 18,2 %) gestiegene Eigenkapitalquote bei einem gleichzeitigen Rückgang der langfristigen Rückstellungen um 1,3 Prozentpunkte. Insgesamt blieb die Struktur von lang- und mittelfristigen sowie kurzfristigen Finanzierungsmitteln gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Gearing

Das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 41,3 % (Vorjahr: 39,8 %). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten sind überwiegend aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten derivativer Finanzinstrumente (39,5 Mio. €) sowie aufgrund gesunkener derivativer Forderungen (24,0 Mio. €) um insgesamt 14,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen (31,3 Mio. €), während das Eigenkapital sich in Relation zum Vorjahreswert nur um 9,9 % (55,4 Mio. €) erhöhte.


Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital (Gearing).


Wertschöpfungsrechnung

Die Wertschöpfungsrechnung stellt die von der MTU im Geschäftsjahr erbrachten Unternehmensleistungen abzüglich der Vorleistungen dar. Im Rahmen der Netto-Wertschöpfungsmethode werden die Abschreibungen ebenso wie der Materialaufwand und die sonstigen Aufwendungen als Vorleistungen angesehen. Mit der Verteilungsrechnung wird der Anteil der am Wertschöpfungsprozess Beteiligten ausgewiesen. Die Brutto-Wertschöpfung betrachtet die Abschreibungen als eine Komponente der Wertschöpfung, die im Rahmen der Verteilungsrechnung als Innenfinanzierung auszuweisen wäre.

Die Brutto-Wertschöpfung der MTU ist im Jahr 2008 um 4,7 % auf 878,4 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 838,7 Mio. €). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Steigerung bei den Umsatzerlösen von 148,4 Mio. € zurückzuführen, der aufgrund der Geschäftsausweitung ein höherer Materialeinsatz von 91,1 Mio. € gegenüberstand. Relativ waren die Steigerungen bei Unternehmensleistung und Vorleistungen nahezu gleich. Überproportional stiegen die Abschreibungen, im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigungen für die alten GE- und militärischen Programme. Die Netto-Wertschöpfung erhöhte sich infolge dieser Effekte noch um 4,2 % auf 718,2 Mio. € (Vorjahr: 689,1 Mio. €).

Der größte Anteil der Netto-Wertschöpfung kam mit 70,1 % (Vorjahr: 68,3 %) den Mitarbeitern zugute. Der Anteil der Kreditgeber ist um 55,7 % auf 2,4 % (Vorjahr: 5,7 %) gesunken. Der Öffentlichen Hand stehen einschließlich latenter Steuern 2,5 % (Vorjahr: 3,7 %) zu. Die Aktionäre liegen mit einem Anteil an der Netto-Wertschöpfung von 6,3 % (Vorjahr: 6,8 %) leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der verbleibende Anteil an der Netto-Wertschöpfung von 18,7 % (Vorjahr: 15,5 %) wird im Konzern zur Finanzierung der zukünftigen Geschäftstätigkeit zurückbehalten.




Wesentliche für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2008 wurde nicht von wesentlichen Sonderfaktoren beeinflusst. Der schwankende und zuletzt wieder stärkere Kurs des US-Dollars konnte keinen wesentlichen Einfluss ausüben, da die MTU einen Großteil des anfallenden US-Dollar-Überschusses durch Devisensicherungen abgesichert hatte.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Umsatzprognose

Die im Rahmen des Geschäftsberichts 2007 vom Vorstand aufgestellte Umsatzprognose ging davon aus, das Niveau des Vorjahres von rund 2.576 Mio. € bei einem erwarteten US-Dollarkurs von 1,50 US-$/€ leicht übertreffen zu können.

Am 23. Oktober 2008 hat die MTU im Rahmen der Zwischenberichterstattung eine aktualisierte Schätzung für den im Gesamtjahr 2008 erwarteten Umsatz von 2.650 Mio. € veröffentlicht. Die Erhöhung der Umsatzerwartung basierte vor allem auf der verbesserten Währungsparität US-Dollar/Euro. Diese Prognose wurde mit 2.724,3 Mio. € um rund 3 % übertroffen.

Ergebnisprognose operatives Ergebnis (EBITDA bereinigt)

In den Unternehmenspräsentationen anlässlich der Veröffentlichung des Quartalsergeb-Die vom Vorstand gestellte nisses zum 30. September 2008 prognostizierte die MTU beim operativen Ergebnis (EBITDA Prognose für das operative bereinigt) gegenüber der vorherigen Planungserwartung einen leichten Anstieg von 2,6 % auf Ergebnis konnte die MTU 400 Mio. € und damit eine operative Marge in Höhe von 15,1 %. Die Prognose wurde mit leicht übertreffen. 405,7 Mio. € leicht übertroffen.

Ergebnisprognose Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie

Die im Rahmen des Geschäftsberichts 2007 vom Vorstand aufgestellte Prognose zum Konzern-Jahresüberschuss 2008 ging von einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresergebnis in Höhe von 20 % auf rund 180 Mio. € aus, sofern keine signifikanten Nachsicherungen für die zur US-Dollarsicherung eingesetzten Derivate notwendig sind. Im Rahmen des Quartalsabschlusses zum 30. September 2008 wurde diese Prognose nochmals bestätigt. Die Erwartungen wurden exakt erfüllt.

Free Cashflow

Die im Rahmen des Geschäftsberichts 2007 vom Vorstand aufgestellte und in der Quartalsberichterstattung zum 30. September bestätigte Prognose ging von einem Free Cashflow in Höhe von rund 100 Mio. € aus. Die Erwartungen wurden mit 123,6 Mio. € übertroffen.


Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2008

Das Geschäftsjahr 2008 ist erneut positiv verlaufen. Die MTU konnte gegenüber den Spitzenwerten des Vorjahres einen nochmals höheren Umsatz sowie ein leicht höheres operatives Ergebnis (EBITDA bereinigt) erzielen. Das gute operative Ergebnis ist trotz der Belastungen durch den deutlich schlechteren US-Dollar-Wechselkurs auf das stabile Ergebnis im Militärbereich und auf das starke Ersatzteilgeschäft zurückzuführen.