MTU

3. Finanzwirtschaftliche Situation

Im Geschäftsjahr 2012 steigerte die MTU Aero Engines ihren Konzernumsatz um 15,2 % auf 3,4 Mrd. €. Die Umsätze im Zivilen und Militärischen Triebwerksgeschäft wuchsen um 14,1 % und in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung um 16,9 %. Der operative Gewinn stieg 2012 um 13,6 % auf 374,3 Mio. €. Damit konnte die MTU sogar die angehobene Gewinnprognose übertreffen.

Die folgenden Erläuterungen und Analysen sind aus den geprüften Konzernabschlüssen der MTU für die Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2012 und 2011 geendet haben, abgeleitet. Die Konzernabschlüsse werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, sofern sie von der Europäischen Union übernommen wurden.

Entsprechend den IFRS-Vorschriften wurden im Jahr 2012 neue und geänderte Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Daraus ergaben sich keine Veränderungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns – mit Ausnahme der Auswirkungen durch die Änderung des IAS 19. Darüber hinaus haben sich im Berichtszeitraum weder Veränderungen der Rechnungslegungsgrundsätze auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns noch Veränderungen im Ermessen des Managements bei der Anwendung der Rechnungslegungsstandards ausgewirkt.

AUSWIRKUNGEN DURCH DIE ÄNDERUNG DES IAS 19
Das IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 19 herausgegeben. Die bedeutendste Änderung des IAS 19 besteht darin, dass Schwankungen der Pensionsverpflichtungen sowie etwaiger Planvermögensbestände unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst werden müssen. Das bisherige Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung im Gewinn bzw. Verlust im sonstigen Ergebnis oder der zeitverzögerten Erfassung nach der „Korridormethode“ wird abgeschafft.

Die MTU hat sich im Laufe des Jahres 2012 dazu entschieden, den IAS 19 bereits ab dem Geschäftsjahr 2012 anzuwenden und die Vergleichszahlen für das Vorjahr entsprechend anzupassen. Zu weiterführenden Angaben wird auf den Konzernanhang 1.1. (Grundlagen der Rechnungslegung) verwiesen.

WECHSELKURSINFORMATIONEN
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen stellen sich im Verhältnis zu einem Euro gemäß den offiziellen Wechselkursen der Europäischen Zentralbank wie folgt dar.

AUSWIRKUNGEN DER IAE-V2500-ANTEILSERHÖHUNG
Die MTU hat zum 29. Juni 2012 ihren Gesamtanteil am IAE-V2500-Triebwerksprogramm um fünf Prozentpunkte auf 16 % aufgestockt. Dazu hat sie mit der United Technologies Corporation, East Hartford, Connecticut, USA, mit Rolls-Royce plc, London, England, und mit der Pratt & Whitney Aero Engines International GmbH (PWAEI), Luzern, Schweiz, am 12. April 2012 eine Vereinbarung und am 29. Juni 2012 eine Zusatzvereinbarung geschlossen.

PWAEI hat den bisherigen Rolls-Royce-Programmanteil am V2500-Triebwerksprogramm erworben und davon fünf Prozentpunkte an die MTU weiter veräußert. Damit hat die MTU das Recht erworben, mit zusätzlichen fünf Prozentpunkten am Risk- and Revenue-Sharing des V2500-Triebwerksprogramms teilzunehmen (Collaboration Right). Erhöht hat sich auch ihr Anteil am Instandhaltungsgeschäft.

Mit gleicher Vereinbarung hat die MTU Geschäftsanteile an der International Aero Engines AG, Zürich, Schweiz, in Höhe von 12,9 % für 10,3 Mio. € erworben.

Zu weiteren Ausführungen wird auf den Konzernanhang, Abschnitt 2. (Konsolidierungskreis – Auswirkungen der IAE-V2500-Anteilserhöhung), verwiesen.

3.1. ERTRAGSLAGE

KONZERN

AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der MTU umfasst feste Kundenbestellungen, die den Konzern zur Lieferung von Produkten bzw. zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichten, sowie den vertraglich vereinbarten Auftragswert aus Servicevereinbarungen. Zum 31. Dezember 2012 belief er sich auf 11,5 Mrd. € nach 10,5 Mrd. € im Vorjahr.

Der Auftragsbestand in Höhe von 11,5 Mrd. € entspricht einer rechnerischen Produktionsauslastung von über drei Jahren.

UMSATZENTWICKLUNG
Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2012 um 446,5 Mio. € (15,2 %) auf 3.378,6 Mio. € gestiegen. Der Umsatz vor Konsolidierung im Zivilen und Militärischen Triebwerksgeschäft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 259,8 Mio. € (14,1 %) auf 2.106,4 Mio. € und in der Zivilen Triebwerksinstandhaltung um 189,1 Mio. € (16,9 %) auf 1.305,7 Mio. €.

UMSATZKOSTEN UND BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ
Die Umsatzkosten sind um 439,1 Mio. € (18,4 %) auf 2.823,3 Mio. € gestiegen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich um 7,4 Mio. € (1,4 %) auf 555,3 Mio. €. Die Bruttomarge lag bei 16,4 % (Vorjahr: 18,7 %).

Das Bruttoergebnis 2012 ist durch zwei Programmabschreibungen beeinflusst:

Bei der Beteiligung der MTU am militärischen F414-Programm von GE für den Antrieb der F/A-18 (Super Hornet) hat sich aufgrund der Kosten- und Erlössituation der wirtschaftliche Ausblick deutlich verschlechtert. Dies führte zu einer Abwertung des Programmwerts um 19,0 Mio. €, die im bereinigten EBIT belastend wirkt.

Die hohen Kerosinpreise machen die Anwendung von älteren Flugzeugmodellen wie etwa der MD-80 unwirtschaftlicher. Zudem kann nach Einschätzung des Vorstands nicht mehr mit einer erweiterten Anwendung des zugehörigen Triebwerks JT8D-200 gerechnet werden. Damit ist der im Rahmen der Kaufpreisallokation zum 1. Januar 2004 zugerechnete Programmwert nicht mehr werthaltig. Die durchzuführende Abwertung des Programmwerts um 34,7 Mio. € wirkt als Teil der PPA-Wertberichtigung nicht im bereinigten EBIT.

ÜBERLEITUNG ZU BEREINIGTEN KENNZAHLEN
Der Grundgedanke der Überleitungsrechnung besteht in der Herausrechnung von Sondereinflüssen, die die operative Geschäftstätigkeit überlagern und die Vergleichbarkeit des EBIT sowie anderer Ergebnisgrößen des Konzerns und der Geschäftssegmente mit den Vorjahreswerten beeinträchtigen. Ausgehend von den unbereinigten Ergebnisgrößen werden durch Addition (Aufwendungen) bzw. Subtraktion (Erträge) der Sondereinflüsse die bereinigten Werte ermittelt.

Die operativen Ergebnisgrößen EBIT bereinigt und EBIT-Marge bereinigt sind Beispiele bereinigter Kennzahlen. Sie sind nicht Bestandteil der internationalen Rechnungslegungs-Vorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Bereinigte Kennzahlen sollen als Ergänzung zu den nach IFRS ausgewiesenen Kenngrößen betrachtet werden. Die Bereinigungen betreffen die Effekte aus der Kaufpreisallokation und der IAE-V2500-Anteilserhöhung.

Die MTU in ihrer heutigen Form ist zum 1. Januar 2004 entstanden, als Kohlberg Kravis Roberts & Co. Ltd. (KKR) von der damaligen DaimlerChrysler AG 100 % der Anteile erwarb. Im Rahmen des Erwerbs wurden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten nach IFRS 3 identifiziert und mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Seither führen insbesondere die identifizierten immateriellen Vermögenswerte zu erheblichen planmäßigen Abschreibungen. Sie sind im Folgenden unter dem Begriff „Effekte aus der Kaufpreisallokation“ zusammengefasst und werden zu Zwecken der Vergleichbarkeit bei den Kennzahlen bereinigt dargestellt.

Der im Zusammenhang mit der V2500-Anteilserhöhung gebildete immaterielle Vermögenswert wird über 25 Jahre abgeschrieben und ebenso wie die Einmaleffekte aus der Bewertungsänderung des IAE-Anteils im EBIT bereinigt.

ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND STEUERN (EBIT)
Das EBIT erhöhte sich 2012 um 4,5 % auf 300,1 Mio. € (Vorjahr: 287,2 Mio. €). Die EBIT-Marge verringerte sich auf 8,9 % (Vorjahr 9,8 %). Das bereinigte Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT bereinigt) stieg um 13,6 % auf 374,3 Mio. € (Vorjahr: 329,6 Mio. €) an. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 11,1 % (Vorjahr 11,2 %).

FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 26,6 Mio. € auf -28,3 Mio. € (Vorjahr: -54,9 Mio. €) verbessert. Dabei hat sich das Zinsergebnis 2012 im Vergleich zu 2011 um 8,9 Mio. € verbessert, im Wesentlichen aufgrund der zum 1. Februar 2012 endfälligen Wandelschuldverschreibung. Auch das sonstige Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,7 Mio. € auf -24,5 Mio. € (Vorjahr: -42,2 Mio. €) verbessert. Grund für diese Entwicklung waren vor allem positive Effekte aus der Bewertung von Derivaten in Höhe von 17,9 Mio. € (Vorjahr negative Effekte in Höhe von 7,1 Mio. €), denen Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen von 11,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) gegenüberstanden.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (EBT)
Der operativ gute Geschäftsverlauf hat sich positiv auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ausgewirkt: Es ist um 39,5 Mio. € auf 271,8 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 232,3 Mio. €).

ERTRAGSTEUERN
Die Ertragsteuern beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 97,9 Mio. € (Vorjahr: 73,1 Mio. €). Die Konzernsteuerquote, bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern, lag bei 36,0 % (Vorjahr: 31,5 %). Für die Überleitung vom erwarteten zum effektiven Steueraufwand wird auf Abschnitt 15. (Ertragsteuern) des Konzernanhangs verwiesen.

ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN (EAT)
Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte sich um 14,7 Mio. € (9,2 %) auf 173,9 Mio. € (Vorjahr: 159,2 Mio. €) und das bereinigte Ergebnis nach Ertragsteuern um 35,7 Mio. € (18,1 %) auf 233,4 Mio. € (Vorjahr: 197,7 Mio. €).

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfolgt die Überleitung vom Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 173,9 Mio. € (Vorjahr: 159,2 Mio. €) zum Gesamtergebnis der Periode in Höhe von 189,2 Mio. € (Vorjahr: 143,9 Mio. €).

Die direkt im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen betreffen im Jahr 2012 unter Berücksichtigung latenter Steuern im Wesentlichen positive Marktwertveränderungen von Sicherungsinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen in Höhe von 48,4 Mio. € (Vorjahr: negative Marktwertveränderungen in Höhe von 12,9 Mio. €) sowie die Währungsumrechnung ausländischer Konzerngesellschaften mit 12,9 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Dazu kommen 0,1 Mio. € (Vorjahr: ohne Wirkung) positive Effekte aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam bewertet werden. Negativ wirkte sich die Zunahme der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 46,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) aus.

ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 3,43 € (Vorjahr: 3,26 €). Beim Ergebnis je Aktie ergaben sich im Geschäftsjahr 2012 keine Verwässerungseffekte mehr (Vorjahr: 3,17 €) durch potenzielle Stammaktien aus der zum 1. Februar 2007 begebenen Wandelschuldverschreibung, die zum 1. Februar 2012 endfällig war. Potenzielle Verwässerungseffekte aufgrund des ab dem Geschäftsjahr 2010 erstmalig aufgelegten Share Matching Plan wirken sich wegen Geringfügigkeit nicht aus.

DIVIDENDENBERECHTIGTER BILANZGEWINN UND DIVIDENDE
Nach Einstellung von 51,0 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen durch Aufsichtsrat und Vorstand beträgt der auf die Aktionäre der MTU entfallende handelsrechtliche Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 69,3 Mio. €. Unter der Voraussetzung der Zustimmung zum Dividendenvorschlag durch die Hauptversammlung wird sich die Gesamtsumme der Ausschüttung für die 50.739.830 dividendenberechtigten Aktien auf 68.498.771 € belaufen.

Aufgrund der unverändert guten Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der MTU Aero Engines Holding AG der Hauptversammlung am 3. Mai 2013 vor, eine Dividende in Höhe von 1,35 € je Aktie (Vorjahr: 1,20 € je Aktie) auszuschütten. Damit beläuft sich die Netto-Dividendenrendite auf 2,0 % – bezogen auf den Aktienkurs von 68,80 € zum 31. Dezember 2012. Die Dividende soll unter der Voraussetzung der Zustimmung durch die Hauptversammlung am 6. Mai 2013 ausgezahlt werden. Die Überleitungsrechnung vom Konzernergebnis nach Ertragsteuern gemäß IFRS zum ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn der MTU Aero Engines Holding AG ist im Konzernanhang dargestellt.

OEM-SEGMENT

AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand für zivile und militärische Triebwerke wird nach Listenpreis ausgewiesen. Da zivile Ersatzteilaufträge meist zeitnah zum Auftragseingang ausgeführt werden, enthält der Auftragsbestand keine wesentlichen Bestellungen für Ersatzteile. Der Auftragsbestand im OEM-Segment lag zum 31. Dezember 2012 bei 5.640,4 Mio. € im Vergleich zu 4.776,6 Mio. € im Jahr zuvor.

ZIVILES TRIEBWERKSGESCHÄFT
Der in US-Dollar fakturierte Auftragsbestand der MTU im Zivilen Triebwerksgeschäft lag am 31. Dezember 2012 bei 6.218,3 Mio. US-$ und damit um 1.368,6 Mio. US-$ (28,2 %) über dem Vorjahresauftragsbestand von 4.849,7 Mio. US-$.

Der hohe Auftragseingang – insbesondere anlässlich der Farnborough Airshow – betraf neben GEnx und V2500 die GTF-Antriebe für die Bombardier CSeries, den Mitsubishi MRJ und den Airbus A320neo und vor allem die V2500-Anteilserhöhung bei der MTU Aero Engines Polska Sp. z o.o., Rzeszów, Polen.

Der in Euro zum Jahresendkurs umbewertete Auftragsbestand ist Ende 2012 um 964,9 Mio. € (25,7 %) auf 4.713,0 Mio. € (Vorjahr: 3.748,1 Mio. €) gestiegen.

Der Auftragsbestand entspricht einer Produktionsauslastung von knapp drei Jahren.

MILITÄRISCHES TRIEBWERKSGESCHÄFT
Bei Militärprogrammen bestellen die Kunden in der Regel mit Unterzeichnung des Produktionsvertrags eine feste Anzahl von Triebwerken. Bei Vertragsunterzeichnung wird der gesamte Vertragswert als Auftragsbestand erfasst. Durch die Auslieferungen wird der Auftragsbestand über einen langen Zeitraum abgearbeitet.

Im Militärischen Triebwerksgeschäft lag der in Euro erteilte Auftragsbestand Ende 2012 mit 927,4 Mio. € um 101,1 Mio. € (9,8 %) unter dem Vorjahreswert von 1.028,5 Mio. €.

Der Auftragsbestand entspricht einer Produktionsauslastung von ca. zwei Jahren.

UMSATZENTWICKLUNG
Im OEM-Geschäft hat das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 2.106,4 Mio. € erzielt; das entspricht einem Anstieg um 259,8 Mio. € oder 14,1 % gegenüber 2011.

Im Berichtszeitraum hat sich der Umsatz des Zivilen Triebwerksgeschäfts (vor Konsolidierung) um 202,0 Mio. € (14,4 %) auf 1.603,1. Mio. € erhöht. Der Anstieg ist bei den Auslieferungen GP7000, GEnx und V2500 besonders deutlich. Dollarkursbereinigt liegt der Anstieg bei 5,6 %.

Die Umsatzerlöse im Militärischen Triebwerksgeschäft (vor Konsolidierung) sind mit 503,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 445,5 Mio. € um 57,8 Mio. € (13,0 %) gestiegen. Die laufende Indienststellung des Eurofighters sichert kontinuierliche EJ200-Umsätze; die übrigen militärischen Programme haben sich stabilisiert.

EBIT BEREINIGT
Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT bereinigt) im OEM-Geschäft erhöhte sich auf 264,7 Mio. € (Vorjahr: 238,9 Mio. €). Die bereinigte EBIT-Marge sank geringfügig von 12,9 % auf 12,6 %.

INVESTITIONEN
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind in Zusammenhang mit der IAE-V2500-Anteilsbeteiligung auf 660,2 Mio. € (Vorjahr: 168,1 Mio. €) deutlich gestiegen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 592,8 Mio. € (Vorjahr: 84,4 Mio. €) und betrafen neben den Investitionen für die IAE-V2500-Anteilserhöhung im Wesentlichen Investitionen für aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen der Triebwerksprogramme PW1100G und GE38. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 67,4 Mio. € (Vorjahr: 83,7 Mio. €) und betrafen Sonderbetriebsmittel sowie Ausstattung und Fertigstellung der Halle für Blisks am Standort München.

MITARBEITER
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg um 78 auf 5.122 (Vorjahr: 5.044), im Wesentlichen bedingt durch den weiteren Ausbau des Standortes Polen.

MRO-SEGMENT

AUFTRAGSBESTAND UND AUFTRAGSWERT
Der Auftragsbestand der Zivilen Triebwerksinstandhaltung erfasst Antriebe, die zur Instandhaltung angeliefert wurden und deren Fehleranalyse abgeschlossen ist, sowie künftige, bereits vertraglich vereinbarte Aufträge im Rahmen langfristiger Servicevereinbarungen.

Die Aufträge im Instandhaltungsgeschäft werden größtenteils in US-Dollar erteilt. Gegenüber dem Wert für 2011 in Höhe von 7.453,5 Mio. US-$ lag der Auftragsbestand in der Zivilen Instandhaltung mit 7.704,2 Mio. US-$ um 250,7 Mio. US-$ (3,4 %) über dem Vorjahresniveau.

Der in Euro umbewertete Auftragsbestand ist Ende 2012 um 78,7 Mio. € (1,4 %) auf 5.839,2 Mio. € (Vorjahr: 5.760,5 Mio. €) gestiegen.

Der Auftragsbestand entspricht einer Produktionsauslastung von mehr als vier Jahren.

UMSATZENTWICKLUNG
In der Zivilen Triebwerksinstandhaltung konnte die MTU 2012 den Umsatz (vor Konsolidierung) um 189,1 Mio. € auf 1.305,7 Mio. € (Vorjahr: 1.116,6 Mio. €) steigern. Diese Erhöhung erfolgte über alle Standorte hinweg.

EBIT BEREINIGT
Im MRO-Segment hat sich 2012 das EBIT bereinigt um 18,4 Mio. € (19,6 %) auf 112,1 Mio. € erhöht. Die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 8,6 % (Vorjahr: 8,4 %).

INVESTITIONEN
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 2,6 Mio. € auf 40,2 Mio. € (Vorjahr: 37,6 Mio. €).

MITARBEITER
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg an nahezu allen Standorten. Sie erhöhte sich um 185 Mitarbeiter auf 3.241 (Vorjahr: 3.056).

3.2. FINANZLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS
Zentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, finanzielle Risiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität zu sichern. Zur Sicherung der Liquidität und zur Verringerung von Risiken nutzt die MTU verschiedene interne und externe Finanzierungsquellen mit unterschiedlichen Fristigkeiten.

Die längerfristige Liquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativen Planung. Kurz- und mittelfristige Prognosen werden monatlich aktualisiert. Alle konsolidierten Konzernunternehmen sind in diese Planung einbezogen.

Die operative Geschäftstätigkeit der Geschäftssegmente und der daraus resultierende Mittelzufluss stellen die Hauptliquiditätsquelle des Konzerns dar. Überschüssige Mittel einzelner Konzerngesellschaften nutzt die MTU, um den Finanzierungsbedarf anderer Konzerngesellschaften über ein Cash-Pooling abzudecken. Dadurch werden der externe Finanzierungsbedarf und die Zinsaufwendungen reduziert. Zur Sicherung der Liquidität nutzt die MTU auch verschiedene interne und externe Finanzierungsinstrumente wie etwa die langfristige Finanzierung über Pensionsrückstellungen, die Ausgabe von Schuldscheindarlehen und Anleihen oder Kreditvereinbarungen. Ergänzt wurde die Finanzierung durch Operate-Leasing-Verträge. Zum Finanzierungspotenzial im Rahmen von genehmigten und bedingten Kapitalerhöhungen wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang unter Abschnitt 29. (Eigenkapital) verwiesen. Damit hat die MTU die wesentlichen Voraussetzungen für die künftige Finanzierung geschaffen.

FINANZIERUNGSINSTRUMENTE
In den Treasury-Grundsätzen sind die Bankpolitik, die Genehmigung von Bankbeziehungen, Finanzierungsvereinbarungen, das Liquiditäts- und Anlagenmanagement, das Management von Währungs- und Zinsrisiken sowie das Management des konzerninternen Cashflows geregelt. Gemäß den Grundsätzen des Konzerns werden die Kreditlinien von der Zentrale verwaltet. Aufgrund des zentralisierten Liquiditätsmanagements ist der Konzern in der Lage, die Mittel innerhalb der Organisation effizient zuzuteilen.

Der Konzern und seine Tochtergesellschaften unterhalten gute Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen Partnerbanken und vermeiden dadurch eine zu starke Abhängigkeit von einem einzelnen Institut. Partnerbanken müssen ein langfristiges Rating von „Investment Grade“ vorweisen.

Die Finanzmittel sind uneingeschränkt verfügbar. Die nur zu einem geringen Teil ausgenutzte Rahmenkreditlinie gibt der MTU weiteren Finanzierungsspielraum.

Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Flexibilität, Art der Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil und die Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die wesentlichen Finanzierungen beinhalten marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants). Die daraus resultierenden vertraglichen Pflichten hat die MTU zum 31. Dezember 2012 und zu jedem Quartalsstichtag eingehalten. Zu vereinbarten Kreditbedingungen wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang unter Abschnitt 33. (Finanzverbindlichkeiten) verwiesen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, sind unter Abschnitt 7. (Übrige Angaben) erläutert.

Im Abschnitt 6. (Risikobericht) und im Konzernanhang unter Abschnitt 41. (Risikomanagement) erläutert die MTU Risiken der Finanzierung und Bewertung, die Methoden zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken sowie von Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken.

FINANZIERUNGSANALYSE
Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hatte keinen Einfluss auf die Gesamtfinanzierung des Konzerns. Die MTU hat keinerlei Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 bzw. IFRS 7, die von der aktuellen Staatsschuldenkrise direkt betroffen sind.

Mit Ausnahme von Operate-Lease-Vereinbarungen wurden weder im Geschäftsjahr 2012 noch in den Vorjahren Transaktionen mit außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten, wie z. B. Forderungsverkäufe im Rahmen von Asset-Back-Securities, Sale-and-Lease-Back-Vorgänge oder Haftungsverhältnisse gegenüber Zweckgesellschaften, durchgeführt.

KREDITRAHMEN
Zum Stichtag 31. Dezember 2012 verfügt der Konzern über eine Kreditlinie in Höhe von 100,0 Mio. €, die mit zwei Banken abgeschlossen wurde. Von dieser Kreditlinie sind zum 31. Dezember 2012 13,7 Mio. € (31. Dezember 2011: 12,4 Mio. €) durch Avale beansprucht. Der frei verfügbare Umfang von 86,3 Mio. € (31. Dezember 2011: 87,6 Mio. €) stellt die mittelfristige Flexibilität des Konzerns sicher.

Die Verzinsung der abgerufenen Kreditlinie erfolgt auf Basis marktüblicher Referenzsätze zuzüglich einer Marge. Nicht in Anspruch genommene Kreditfazilitäten unterliegen einer Bereitstellungsprovision.

NETTO-FINANZVERSCHULDUNG
Die MTU definiert die Netto-Finanzverschuldung als den Saldo aus der Brutto-Finanzverschuldung und dem vorhandenen Finanzvermögen, der die Liquiditätslage des MTU-Konzerns verdeutlicht. Im Vergleich zum Stand am 31. Dezember 2011 (12,2 Mio. €) ist die Netto-Finanzverschuldung um 379,1 Mio. € auf 391,3 Mio. € gestiegen.

WANDELSCHULDVERSCHREIBUNG/ANLEIHE (SCHULDVERSCHREIBUNG)
Von der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 152,7 Mio. € wurden im ersten Quartal 2012 62,6 Mio. € getilgt und 90,1 Mio. € in Aktien der MTU Aero Engines Holding AG gewandelt.

Zur Finanzierung der Kaufpreisbestandteile der IAE-V2500-Anteilserhöhung hat die MTU Aero Engines Holding AG, München, mit Wirkung zum 20. Juni 2012 eine Anleihe (Schuldverschreibung) in Höhe von nominal 250,0 Mio. € emittiert.

Korrespondierend zum erworbenen Vermögenswert im Gesamtumfang der IAE-V2500-Anteilserhöhung wurde die bedingte Gegenleistung als Finanzverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Diese wird in Abhängigkeit vom Flugstundenaufkommen über eine vertraglich vereinbarte Laufzeit von 15 Jahren getilgt. Die Bewertung der Finanzverbindlichkeiten ist zu jedem Stichtag zu aktualisieren und beträgt zum 31. Dezember 2012 299,7 Mio. €.

FINANZVERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
Am 3. Juni 2009 platzierte die MTU vier Schuldscheindarlehen in Höhe von nominal 65,0 Mio. €. Die Schuldscheindarlehen dienen der Diversifizierung der Konzernfinanzierung und bestehen aus vier endfälligen Tranchen:

Die Schuldscheindarlehen wurden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Nominalwert entspricht, unter Kürzung von 0,4 Mio. € Transaktionskosten bilanziert. Die Schuldscheindarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im zweiten Quartal 2012 wurden zwei Schuldscheindarlehen mit Endfälligkeit zum 5. Juni 2012 in Höhe von 13,5 Mio. € getilgt.

Die sonstigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 34,9 Mio. € (Vorjahr: 34,4 Mio. €) betreffen von Dritten gewährte Darlehen an Tochterunternehmen. Insgesamt sind die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 46,9 Mio. € (Vorjahr: 60,0 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr um 13,1 Mio. € zurückgegangen.

FINANZIERUNGSLEASINGVERTRÄGE
Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen aktivierte und nach der Effektivzinsmethode fortgeschriebene Leasingverpflichtungen. Zur bilanziellen Behandlung und zum Überblick über die aktivierten Leasinggegenstände wird auf die Abschnitte 5.9. (Leasing) und 20. (Sachanlagen) im Konzernanhang verwiesen.

DERIVATIVE FIANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE
Die Überschüsse der US-Dollar-Einnahmen über die US-Dollar-Ausgaben waren für das Geschäftsjahr 2012 zu über 90 % durch Devisentermingeschäfte gedeckt. Für die Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 waren zum 31. Dezember 2012 bereits Devisentermingeschäfte in Höhe von 78 %, 51 % bzw. 24 % der US-Dollar-Einnahmen-Überschüsse abgeschlossen.

Die Reduzierung der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten um 25,1 Mio. € auf 16,3 Mio. € (Vorjahr: 41,4 Mio. €) betraf überwiegend Marktwertbewertungen der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte.

Die derivativen Vermögenswerte enthalten überwiegend positive Marktwerte der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte. Aufgrund der marktbedingten Euro-/US-Dollar- Wechselkursveränderungen stiegen die Derivate um 31,7 Mio. € auf 41,4 Mio. € (Vorjahr: 9,7 Mio. €).

Erläuterungen zu Sicherungsinstrumenten, die der Absicherung von Zahlungsströmen dienen, sind im Abschnitt 41. (Risikomanagement) des Konzernanhangs zu finden.

INVESTITIONSANALYSE

INVESTITIONEN NACH VERMÖGENSWERTEN
Die Investitionen entfallen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und finanzielle Vermögenswerte.

INVESTITIONEN IN IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Im Geschäftsjahr 2012 wurden 601,0 Mio. € (Vorjahr: 92,0 Mio. €) in immaterielle Vermögenswerte investiert, wovon 541,1 Mio. € auf die IAE-V2500-Anteilserhöhung entfielen.

Daneben wurden 40,7 Mio. € (Vorjahr: 18,9 Mio. € zuzüglich der Programmbeteiligung von 50,4 Mio. €) Entwicklungsinvestitionen für das Triebwerk PW1100G, den neuen Antrieb für den Airbus A320neo, und im Militärischen Triebwerksgeschäft 7,8 Mio. € (Vorjahr: 8,7 Mio. €) eigene Entwicklungsleistungen für das Triebwerksprogramm GE38 aktiviert.

Die Zivile Triebwerksinstandhaltung entwickelt spezielle Reparaturverfahren für die kostengünstigere und wirtschaftlichere Instandsetzung von Triebwerken. Die Entwicklungsleistungen wurden mit 0,8 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) in den immateriellen Vermögenswerten aktiviert.

Weitere Informationen zu den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sind im Konzernanhang im Abschnitt 18. (Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der finanziellen Vermögenswerte) aufgeführt.

INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN
Die Zugänge bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) betrafen vor allem die Fertigstellung der neuen Halle für die Blisk-Fertigung. Die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 17,0 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) wurden insbesondere für die Anschaffung von CNC-Dreh-, CNC-Schleif- und Fräsmaschinen verwendet.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2012 für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von 32,6 Mio. € (Vorjahr: 56,6 Mio. €) betrafen im Inland im Wesentlichen neue Sonderbetriebsmittel und die Ausstattung für die neue Blisk-Fertigung.

Über die Investitionen in Sachanlagen finden sich im Konzernanhang unter Abschnitt 18. (Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der finanziellen Vermögenswerte) weitere Angaben.

LIQUIDITÄTSANALYSE
Die MTU steuert ihre Liquidität mit der Kennzahl Free Cashflow. Den Free Cashflow ermittelt die MTU aus der Kombination der Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und aus Investitionstätigkeit, wobei letzterer auch Komponenten enthält, welche die operative Steuerung nicht unterstützen. Für das Geschäftsjahr 2012 sind dies die Auszahlungssondereinflüsse in Höhe von 231,9 Mio. € für die V2500-Anteilserhöhung und den Aktienerwerb in Höhe von 12,9 % an der IAE International Aero Engines AG, Schweiz. Ebenso nicht enthalten sind die Investitionen und Desinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, da sie jederzeit veräußerbar sind und als Liquiditätsreserve gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2012 sank der Free Cashflow um 43,3 Mio. € auf 85,7 Mio. € (Vorjahr: 129,0 Mio. €).

MITTELZUFLUSS AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag im Berichtsjahr mit 229,8 Mio. € um 58,1 Mio. € (20,2 %) unter dem Vorjahreswert von 287,9 Mio. €.

MITTELABFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 360,0 Mio. € gegenüber 126,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die ausgabewirksamen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 265,7 Mio. € (Vorjahr: 46,8 Mio. €) und betrafen neben den Ausgaben für die IAE-V2500-Anteilserhöhung im Wesentlichen Investitionen für aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen der Triebwerksprogramme PW1100G und GE38 sowie für Instandhaltungsverfahren.

Die Ausgaben für Sachanlagen reduzierten sich auf 99,1 Mio. € gegenüber 113,6 Mio. € im Vorjahr, während sich Ausgaben und Einnahmen bei den finanziellen Vermögenswerten annähernd die Waage hielten. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind 0,5 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) Einnahmen aus Anlagenabgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen enthalten.

CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Im Geschäftsjahr 2012 lag der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit bei 93,0 Mio. € (Vorjahr: Mittelabfluss in Höhe von 76,5 Mio. €).

Zur Finanzierung der Kaufpreisbestandteile der IAE-V2500-Anteilserhöhung hat die MTU mit Wirkung zum 20. Juni 2012 eine Anleihe (Schuldverschreibung) in Höhe von nominal 250,0 Mio. € emittiert. Aus dieser Anleihe resultiert ein Mittelzufluss von 248,5 Mio. € nach Transaktionskosten und Disagio.

Von der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 152,7 Mio. € wurden im ersten Quartal 2012 62,6 Mio. € getilgt und 90,1 Mio. € in Aktien der MTU Aero Engines Holding AG gewandelt.

Darüber hinaus wurden im zweiten Quartal 2012 zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von 13,5 Mio. € mit Endfälligkeit zum 5. Juni 2012 beglichen sowie 60,8 Mio. € Dividende für das Geschäftsjahr 2011 ausgezahlt.

3.3. VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme hat sich im Jahresvergleich um 525,0 Mio. € bzw. 14,0 % auf 4.261,9 Mio. € erhöht (Vorjahr: 3.736,9 Mio. €); die Eigenkapitalquote stieg aufgrund des Geschäftsergebnisses auf 25,6 % (Vorjahr: 22,9 %).

ENTWICKLUNG DER BILANZPOSITIONEN

VERMÖGENSWERTE
Die immateriellen Vermögenswerte und die Sachanlagen haben sich um 523,4 Mio. € auf 2.374,3 Mio. € (Vorjahr: 1.850,9 Mio. €) erhöht. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 601,0 Mio. € (Vorjahr: 92,0 Mio. €) immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wovon 541,1 Mio. € auf die IAE-V2500-Anteilserhöhung entfielen. Für weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen der IAE-V2500-Anteilserhöhung wird auf die Ausführungen unter Abschnitt 3. (Finanzwirtschaftliche Situation – Auswirkungen der IAE-V2500-Anteilserhöhung), verwiesen. Daneben sind die immateriellen Vermögenswerte im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in Höhe von 40,7 Mio. € in die Triebwerksentwicklung des PW1100G sowie für das GE38 in Höhe von 7,8 Mio. € gestiegen. Die Sachanlagen erhöhten sich insbesondere wegen der Fertigstellung der Halle und der Ausstattung für die neue Blisk- Fertigung sowie wegen der Sonderbetriebsmittel für die neuen Triebwerksprogramme. Gegenläufig wirkten die Abwertungen der Programme F414 und JT8D-200 (siehe hierzu Abschnitt 3.1. (Ertragslage)).

Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr um 15,0 Mio. € bzw. 1,8 % auf 808,8 Mio. € (Vorjahr: 823,8 Mio. €) reduziert. Dabei sank der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) um 8,0 Mio. € auf 341,6 Mio. € (Vorjahr: 349,6 Mio. €), während der Bestand an Unfertigen Erzeugnissen um 12,0 Mio. € auf 434,7 Mio. € (Vorjahr: 422,7 Mio. €) stieg. Die geleisteten Anzahlungen gingen um 19,0 Mio. € auf 32,5 Mio. € (Vorjahr: 51,5 Mio. €) zurück. Der Anteil der Vorräte reduzierte sich damit auf 19,0 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 22,0 %). Bezogen auf das Umsatzvolumen liegt die Umschlagshäufigkeit der Vorräte bei 4,1 (Vorjahr: 3,8). Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen aus Auftragsfertigung abzüglich erhaltener Anzahlungen und die sonstigen Vermögenswerte einschließlich geleisteter Vorauszahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Mio. € (1,3 %) auf 840,8 Mio. € gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 36,6 Mio. € (6,0 %) auf 568,5 Mio. €. Die Forderungen aus Auftragsfertigung, saldiert um die zugeordneten erhaltenen Anzahlungen, sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46,2 Mio. € (33,8 %) auf 183,0 Mio. € deutlich gestiegen.

Die finanziellen Vermögenswerte (inklusive der Vermögenswerte, die nach der Equity-Methode bilanziert sind) erhöhten sich um 38,0 Mio. € (63,0 %) auf 98,3 Mio. €.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Bilanzstichtag 161,2 Mio. € (Vorjahr: 198,8 Mio. €). Ihr Anteil an der Bilanzsumme sank auf 3,8 % (Vorjahr: 5,3 %).

In der Struktur der Vermögenswerte hat sich der Anteil des lang- und mittelfristig gebundenen Vermögens um 7,0 Prozentpunkte auf 57,5 % erhöht (Vorjahr: 50,5 %).

KONZERN-EIGENKAPITAL

MARKTWERTVERÄNDERUNG DER SICHERUNGSINSTRUMENTE ZUR ABSICHERUNG VON ZAHLUNGSSTRÖMEN
Zum Jahresende 2012 bestanden Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit bis Dezember 2015 und einem Nominalvolumen von 1.550,0 Mio. US-$, umgerechnet zum Stichtagskurs 1.174,8 Mio. €. Darüber hinaus bestanden weitere Sicherungsinstrumente für Cashflow-Hedges mit einer Laufzeit bis 2027 und einem Nominalvolumen von 526,9 Mio. US-$, umgerechnet zum Stichtagskurs 399,3 Mio. €. Die Marktbewertung der Sicherungsinstrumente zum Jahresende 2012 führte auf Basis eines Euro-/US-Dollar-Stichtagskurses von 1,32 zu einer positiven Bewertungsänderung im kumulierten übrigen Eigenkapital (OCI) von 48,4 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2011. Veränderungen der Marktwerte der Sicherungsinstrumente zum Jahresende werden als erfolgsneutrale Anpassung des OCI bilanziert. Diese Anpassungen erfolgen abzüglich der Änderungen der aktiven latenten Steuern der Sicherungsinstrumente mit negativer Marktbewertung bzw. der passiven latenten Steuern der Sicherungsinstrumente mit positiver Marktbewertung.

ERHÖHUNGEN DES KONZERN-EIGENKAPITALS
Der Anstieg des Konzern-Eigenkapitals um 232,8 Mio. € (Vorjahr: 84,2 Mio. €) im Jahr 2012 ergab sich im Wesentlichen aus dem Ergebnis nach Ertragsteuern des Geschäftsjahres in Höhe von 173,9 Mio. € (Vorjahr: 159,2 Mio. €) sowie aufgrund der positiven Veränderung der Marktbewertung der Sicherungsinstrumente in Höhe von 48,4 Mio. € (im Vorjahr negative Veränderung der Marktbewertung in Höhe von 12,9 Mio. €). Des Weiteren erhöhte sich das Eigenkapital um 5,9 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) für die im Rahmen des Mitarbeiter-Aktienprogramms an Konzernbeschäftigte verkauften Aktien. Darüber hinaus führten die Unterschiede aus der Währungsumrechnung zu einer Verbesserung des Konzerneigenkapitals um 12,9 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Aufgrund der Fälligkeit der Wandelanleihe zum 1. Februar 2012 und der entsprechenden Wandlungen erhöhte sich das Eigenkapital um weitere 97,5 Mio. €. Darüber hinaus stieg das Eigenkapital um 1,0 Mio. € (Vorjahr: Rückgang in Höhe von 4,2 Mio. € inklusive Matching Stock Program) wegen Bewertungen von eigenen Aktien im Rahmen des aktienbasierten Vergütungsmodells Share Matching Plan. Erläuterungen zu den aktienbasierten Vergütungskomponenten sind im Konzernanhang unter Abschnitt 32. (Sonstige Rückstellungen – Verpflichtungen aus dem Personalbereich) zu finden.

REDUZIERUNGEN DES KONZERN-EIGENKAPITALS
Reduzierungen des Konzern-Eigenkapitals ergaben sich aus der Dividendenzahlung an die Aktionäre der MTU Aero Engines Holding AG für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 60,8 Mio. € (für das Geschäftsjahr 2010: 53,6 Mio. €), aus dem Anstieg der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von 46,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) sowie im Vorjahr aus dem Erwerb eigener Aktien in Höhe von 9,4 Mio. €.

SCHULDEN
Die lang- und mittelfristigen Schulden sind um 511,2 Mio. € (50,0 %) auf 1.534,6 Mio. € gestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich um 8,6 Prozentpunkte auf 36,0 % (Vorjahr: 27,4 %). In der Summe stiegen die langfristigen Rückstellungen um 24,7 Mio. € auf nunmehr 657,8 Mio. €. Darin enthalten sind 585,3 Mio. € (Vorjahr: 513,2 Mio. €) Pensionsrückstellungen, die um 72,1 Mio. € (14,0 %) anstiegen. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierten sich zum 31. Dezember 2012 um 47,4 Mio. € (39,5 %), überwiegend aufgrund der Bewertung der Eventualverbindlichkeiten aus Unternehmenszusammenschlüssen, auf 72,5 Mio. € (Vorjahr: 119,9 Mio. €). Die Entwicklung der Eventualverbindlichkeiten ist im Konzernanhang unter Abschnitt 32. (Sonstige Rückstellungen) dargestellt.

Die lang- und mittelfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 876,8 Mio. € (Vorjahr: 390,3 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 539,0 Mio. € (Vorjahr: 53,4 Mio. €) sowie passive latente Steuern, die sich zum 31. Dezember 2012 auf 207,4 Mio. € (Vorjahr: 209,3 Mio. €) beliefen. Der starke Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ist auf die Emission einer Anleihe (Schuldverschreibung) sowie auf die Verpflichtungen im Zusammenhang mit der IAE-V2500-Anteilserhöhung zurückzuführen.

Die Summe aus Eigenkapital und lang- und mittelfristigen Schulden ist im Geschäftsjahr um 744,0 Mio. € (39,6 %) auf 2.623,9 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 1.879,9 Mio. €). Demnach ist das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen zu 107,0 % (Vorjahr: 99,8 %) durch die lang- und mittelfristig zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel gedeckt.

Die kurzfristigen Schulden haben sich um 219,0 Mio. € (11,8 %) auf 1.638,0 Mio. € reduziert, wobei die Rückstellungen und Ertragsteuerschulden um 6,5 Mio. € (2,9 %) auf 234,1 Mio. € gestiegen sind. Darin enthalten sind die Pensionsrückstellungen in Höhe von 31,4 Mio. € (Vorjahr: 17,8 Mio. €), die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen, die sich um 16,9 Mio. € (8,5 %) auf 182,9 Mio. € reduziert haben, sowie die Ertragsteuerschulden, die von 10,0 Mio. € auf 19,8 Mio. € gestiegen sind. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 225,5 Mio. € (13,8 %) auf 1.403,9 Mio. € gesunken. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 47,5 Mio. € (Vorjahr: 41,0 Mio. €), Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 79,9 Mio. € (Vorjahr: 208,2 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 583,2 Mio. € (Vorjahr: 592,7 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung, reduziert um die darauf entfallenden Forderungen, in Höhe von 604,0 Mio. € (Vorjahr: 715,0 Mio. €) sowie eine Vielzahl weiterer erkennbarer Verpflichtungen.

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen seit dem 31. Dezember 2011 um 357,3 Mio. € auf 618,9 Mio. €. Zur Finanzierung der Kaufpreisbestandteile der IAE-V2500-Anteilserhöhung hat die MTU am 20. Juni 2012 eine Anleihe (Schuldverschreibung) in Höhe von nominal 250,0 Mio. € emittiert. Die Anleihe wird mit Wirkung vom 20. Juni 2012 bis zum Tag der Rückzahlung am 20. Juni 2017 mit 3 % p. a. verzinst. Die Zinsen sind nachträglich am 21. Juni jedes Jahres zu zahlen, erstmals am 21. Juni 2013. Neben einer sofortigen Zahlung wurde im Rahmen der IAEV2500- Anteilserhöhung eine bedingte Kaufpreiszahlung in Abhängigkeit vom Flugstundenaufkommen vereinbart. Die aufgrund der Marktchancen und Marktrisiken dafür vorgesehene Finanzverbindlichkeit liegt bei 299,7 Mio. €. Von der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 152,7 Mio. € wurden im ersten Quartal 2012 62,6 Mio. € getilgt und 90,1 Mio. € in Aktien der MTU Aero Engines Holding AG gewandelt. Zwei Tranchen der Schuldscheindarlehen waren zum 5. Juni endfällig und wurden 2012 zurückgezahlt.

Die Struktur des Eigenkapitals und der Schulden zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine um 2,7 Prozentpunkte auf 25,6 % (Vorjahr: 22,9 %) gestiegene Eigenkapitalquote sowie eine Reduzierung der kurzfristigen Schulden um 11,3 Prozentpunkte. Dementsprechend verschob sich die Struktur von kurzfristigen hin zu lang- und mittelfristigen Schulden.

3.4. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Die ursprüngliche Prognose vom 23. Februar 2012 für den Geschäftsverlauf 2012 basierte auf dem Kenntnisstand zu Jahresbeginn. Diese Prognose wurde anlässlich der Halbjahresberichterstattung am 20. Juli 2012 etwas erhöht und konkretisiert.

UMSATZPROGNOSE
Am 23. Februar 2012 prognostizierte der Vorstand für 2012 einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich (Umsatz 2011: 2.932,1 Mio. €). Am 20. Juli 2012 hat die MTU im Rahmen der Zwischenberichterstattung die Umsatzprognose auf 3.300 Mio. € angehoben, unter anderem aufgrund der Anteilserhöhung am V2500-Triebwerksprogramm um fünf Prozentpunkte. Zum Jahresende betrug der Umsatz 3.378,6 Mio. € und lag damit um 78,6 Mio. € über der Prognose vom Juli 2012 und deutlich über den Erwartungen vom Februar 2012.

ERGEBNISPROGNOSE (EBIT BEREINIGT)
Für das bereinigte EBIT prognostizierte die MTU zunächst einen Anstieg um 8–10 %. Am 20. Juli 2012 erhöhte und konkretisierte der Konzern die Prognose auf 370 Mio. €. Zum Jahresende betrug das EBIT bereinigt 374,3 Mio. € und lag damit um 4,3 Mio. € über der Prognose vom Juli 2012 und deutlich über den Erwartungen vom Februar 2012.

ERGEBNISPROGNOSE FÜR DAS BEREINIGTE ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN (EAT)
In seiner ersten Prognose erwartete der Vorstand für 2012 einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses nach Ertragsteuern um 10–12 %. Die Prognose wurde am 20. Juli 2012 auf 225 Mio. € konkretisiert. Das bereinigte Ergebnis nach Ertragsteuern betrug zum 31. Dezember 2012 233,4 Mio. €. Damit lag es um 35,7 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

3.5. GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2012

Das Weltwirtschaftswachstum hat sich 2012 deutlich abgeschwächt. Dennoch stieg der Umsatz der MTU im Geschäftsjahr 2012 um 15,2 %. Das EBIT bereinigt stieg auf 374,3 Mio. € (Vorjahr: 329,6 Mio. €). Das Geschäftsjahr 2012 war geprägt vom Hochlauf und von der Fertigung neuer Triebwerksprogramme. Darüber hinaus investierte die MTU in strategisch wichtige zukünftige Triebwerke, insbesondere die PW1000G-Familie und die IAE-V2500-Anteilserhöhung. Trotz dieser Belastungen konnte die MTU eine operative Marge von 11,1 % erzielen. Erneut positiv hat sich mit 85,7 Mio. € der Free Cashflow entwickelt. Alle Anfang 2012 veröffentlichten konzernsteuernden Kennzahlen wurden unterjährig leicht erhöht, konkretisiert und schließlich übertroffen.

Die MTU wendet die Neuregelungen der Pensionsverpflichtungen (IAS 19) ab 2012 an.
2012 erhöhte die MTU ihren Anteil am IAE-V2500-Programm auf 16 %
Bereinigte Ergebnisgrößen ergänzen die IFRS-Kenngrößen.
Das bereinigte Ergebnis nach Ertragsteuern stieg um 18 % auf 233,4
Mio. €
Die MTU empfiehlt eine Dividende in Höhe von
1,35 €
Im OEM-Geschäft erzielte die MTU einen Umsatzanstieg von 14,1 %
Der Auftragsbestand entsprich teiner Produktionsauslastung von mehr als vier Jahren.
Das bereinigte EBIT erhöhte sich im MRO-Segment um 19,6 %
Auf die Gesamtfinanzierung des Konzerns hatte die Staatsschuldenkrise im Euroraum keinen Einfluss.
2012 emittierte die MTU eine Anleihe in Höhe von 250 Mio. €
Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 13,1 Mio. €
Die MTU investierte 2012 in die neue Blisk-Fertigung.
Der Free Cashflow erreichte 85,7 Mio. €
Die finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um
63 %
Das Konzern-Eigenkapital stieg um
232,8 Mio. €
Die Eigenkapitalquote stieg auf
25,6 %
Die MTU konnte alle konzernsteuernden Kennzahlen übertreffen.
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