MTU

II . Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6. UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:

Eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Außenumsätzen, intersegmentären Umsätzen sowie nach Produkten und nach wichtigen Kunden erfolgt im Abschnitt „Konzern-Segmentberichterstattung“. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen im Konzernlagebericht unter Abschnitt 3.1. (Ertragslage) verwiesen.

7. UMSATZKOSTEN

Die Übrigen Umsatzkosten betreffen im Wesentlichen die Bestandsveränderungen der unfertigen Erzeugnisse, Währungseinflüsse und Veränderungen von Rückstellungen.

Die Umsatzkosten beinhalten einen Anstieg der Gängigkeitsabschläge um 13,2 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) zur Abwertung der Vorräte auf ihren Nettoveräußerungswert. Zu weiteren Erläuterungen wird auf den Wertberichtigungsspiegel unter Abschnitt 22. (Vorräte) verwiesen.

8. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die originären und eigenfinanzierten Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich wie folgt entwickelt:

9. VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten enthalten Aufwendungen für Marketing, Werbung sowie Kosten für Luftfahrtschauen, Fachmessen, Ausstellungen, Pressekosten, Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Kundenforderungen.

10. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen Aufwendungen der Verwaltung, die weder der Entwicklung noch der Produktion oder dem Vertrieb zuzuordnen sind.

11. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien liegen im MTU-Konzern nicht vor. Teile von Immobilien, die innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen werden, werden in untergeordnetem Umfang an konzernfremde Dritte vermietet.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres 2012 sind wie auch im Vorjahr keine Aufwandszuschüsse öffentlicher Institutionen enthalten.

12. ERGEBNIS AUS AT EQUITY UND AUS AT COST BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Im Geschäftsjahr 2012 enthält das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen das Ergebnis der IAE International Aero Engines AG, Zürich, Schweiz. Die ebenfalls at equity bilanzierte Pratt & Whitney Canada Service Centre Europe GmbH, Ludwigsfelde, wurde wie im Vorjahr aufgrund der Gesamtbewertung (negative Geschäftsaussichten) nicht in das Ergebnis übernommen.

Das Ergebnis aus at cost bilanzierten nahe stehenden Unternehmen betrug 12,1 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) inklusive der Neubewertung der IAE-Altanteile in Höhe von 9,5 Mio. €.

13. ZINSERGEBNIS

Die Zinserträge der Finanzinstrumente, die in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) weder nach IFRS 7 noch nach IAS 39 erfasst werden, resultieren aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) aktiviert; dadurch verringerten sich die Zinsaufwendungen aus Finanzschulden. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert.

14. SONSTIGES FINANZERGEBNIS

Das sonstige Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,7 Mio. € auf -24,5 Mio. € (Vorjahr: -42,2 Mio. €) verbessert. Grund für diese Entwicklung waren vor allem positive Effekte aus der Bewertung von Derivaten in Höhe von 17,9 Mio. € (Vorjahr: negative Effekte in Höhe von 7,1 Mio. €), denen Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen von 11,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) gegenüber standen.

Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, die nach IAS 39 als „zu Handelszwecken gehalten“ eingestuft sind.

EFFEKTE AUS DER BEWERTUNG VON DERIVATEN
Die Marktbewertungen der Devisen- und Zinsderivate waren mit 18,6 Mio. € positiv (Vorjahr: negative Marktbewertungen in Höhe von 4,7 Mio. €). Positiv wirkten dabei die mit deutschen Banken geschlossenen Sammel-Termingeschäfte, die im Abschnitt 41.2. (Marktrisiken) näher beschrieben werden. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Warenterminkontrakte auf Nickel beliefen sich auf -0,7 Mio. € (Vorjahr: -2,4 Mio. €).

ZINSANTEIL AUS DER BEWERTUNG VON VERMÖGENSWERTEN UND SCHULDEN
Die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 24,2 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €) liegt aufgrund der unverändert prognostizierten Zinsfaktoren für das Geschäftsjahr 2012 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Der beizulegende Zeitwert der Eventualverbindlichkeiten wurde planmäßig erfolgswirksam mit dem WACC aufgezinst. Auf- und Abzinsungen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen, Verbindlichkeiten, sonstigen Rückstellungen, erhaltenen Anzahlungen sowie für erwartete Erträge aus dem Planvermögen für Pensionsverpflichtungen wurden per saldo aufwandswirksam in Höhe von 11,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) erfasst.

15. ERTRAGSTEUERN

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten laufenden Ertragsteuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

Die Herleitung der latenten Steueraufwendungen und -erträge ist der Darstellung unter Abschnitt 38. (Latente Steuern) zu entnehmen.

STEUERÜBERLEITUNGSRECHNUNG
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gültig oder angekündigt sind.

Für das Geschäftsjahr 2012 wurden alle inländischen latenten Steuern auf der Basis des erwarteten Steuersatzes von 32,6 % ermittelt. Er besteht aus dem in Deutschland einheitlich zugrundeliegenden Körperschaftssteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, woraus sich ein Steuersatz von 15,8 % errechnet. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes in Höhe von 480,0 % ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Gewerbesteuersatz von 16,8 %, so dass sich insgesamt ein Ertragssteuersatz von 32,6 % (Vorjahr 32,6 %) ergibt. Bei den ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern auf Basis der entsprechenden länderspezifischen Steuersätze berechnet. Sie liegen unverändert zwischen 19 % und 39 %. Zur Entwicklung der latenten Steuern wird auf Abschnitt 38. (Latente Steuern) verwiesen.

Überleitungsrechnung vom erwarteten Steueraufwand zum effektiven Steueraufwand:

16. ERGEBNIS JE AKTIE

Beim Ergebnis je Aktie ergaben sich im Geschäftsjahr 2012 keine Verwässerungseffekte mehr durch potenzielle Stammaktien aus der zum 1. Februar 2007 begebenen Wandelschuldverschreibung, die zum 1. Februar 2012 endfällig war.

Potenzielle Verwässerungseffekte aufgrund des ab dem Geschäftsjahr 2010 erstmalig aufgelegten Share Matching Plan wirken sich wegen Geringfügigkeit nicht aus.

Zur Ermittlung des verwässerten Vorjahres-Ergebnisses wird dem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien im Vergleichszeitraum die Anzahl der Stammaktien hinzugerechnet, die bei Ausübung von Wandlungsrechten bzw. bei der Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten ausgegeben werden könnten.

In der Anzahl der ausgegebenen Stammaktien sind bereits alle in der Berichtsperiode neu ausgegebenen Aktien entsprechend ihrer zeitlichen Gewichtung enthalten. Gleichzeitig wird das Konzernergebnis im Vorjahresvergleichszeitraum um die für die Wandelschuldverschreibung enthaltenen Zinsaufwendungen nach Steuern korrigiert.

Die Übersicht zeigt neben dem Ergebnis je Aktie die Verwässerungseffekte durch potenziell auszugebende Aktien:

Die Aktienanzahl aus dem Share Matching Plan betrifft die aufgeschobene aktienbasierte Vorstandsvergütung.

17. ZUSATZANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Bereinigt um die durch den Erwerb der Konzerngesellschaften eingetretenen Effekte aus der Kaufpreisallokation und aus Sondereinflüssen ergeben sich nach Hinzurechnung von Amortisationen/ Abschreibungen und Wertminderungen folgende Zwischenergebnisse:

In den Funktionspositionen sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

In den Personalaufwendungen sind für Altersversorgung 11,2 Mio. € (Vorjahr: 16,6 Mio. €) enthalten. Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, der aufwandswirksam erfasst wird, beträgt 79,6 Mio. € (Vorjahr: 74,5 Mio. €).

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt:

In den Funktionspositionen sind folgende Materialaufwendungen enthalten:

Das im Geschäftsjahr 2012 für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, berechnete Gesamthonorar nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt wie im Vorjahr 1,1 Mio. €.

In der Position „Abschlussprüfungsleistungen“ ist das Honorar für die vom Konzernabschlussprüfer durchgeführten Abschlussprüfungen von MTU-Gesellschaften erfasst.

Die Steuerberatungsleistungen entfallen im Wesentlichen auf Leistungen für in das Ausland entsandte Mitarbeiter der MTU. Andere Bestätigungsleistungen beinhalten insbesondere das Honorar für die prüferische Durchsicht des Konzern-Zwischenabschlusses.

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