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MTU Aero Engines übertrifft Prognose für das Geschäftsjahr 2008

• Erfolgreichstes Jahr in der 75-jährigen Unternehmensgeschichte
• Ausblick 2009: solide Entwicklung trotz schwierigem Marktumfeld

München, 23. März 2009 – Die MTU Aero Engines Holding AG hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2008 voll erreicht und sogar übertroffen. Das hat das Unternehmen am Montag, 23. März 2009, auf seiner Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben. Ihren Umsatz hat die MTU um 6 % auf 2.724,3 Mio. € gesteigert (2007: 2.575,9 Mio. €) und damit die im Jahresverlauf erhöhte Umsatzprognose von 2.650 Mio. € übertroffen. Dollarkursbereinigt beträgt das Umsatzplus sogar 12 %. Der operative Gewinn verbesserte sich um 3 % von 392,9 Mio. € auf 405,7 Mio. €. Damit übertrifft die MTU ihre Prognose von rund 400 Mio. €. Überproportional gestiegen ist der Gewinn nach Steuern: Er wurde von 154,1 Mio. € im Jahr 2007 um 17 % auf 179,7 Mio. € erhöht und erreicht damit den prognostizierten Wert von rund 180 Mio. €. Der Free Cashflow lag mit 123,6 Mio. € (2007: 131,7 Mio. €) deutlich über dem Prognosewert von 100 Mio. €.

 „Ich freue mich, dass ich im Jubiläumsjahr der MTU über das beste Ergebnis in der 75-jährigen Unternehmensgeschichte berichten kann“, sagte Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines Holding AG. „Das Geschäftsjahr 2008 war in mehrfacher Hinsicht ein Rekordjahr.  Wir haben nicht nur unsere quantitativen Ziele mehr als erfüllt, sondern auch strategisch die Weichen für die Zukunft der MTU gestellt: Im vergangenen Jahr haben wir so umfangreiche neue Programmvereinbarungen getroffen wie nie zuvor. Diese Zukunftsorientierung mit den damit verbundenen Chancen stimmt mich optimistisch, dass sich die MTU auch in einem zunehmend schwierigen Umfeld gut behaupten wird.“

Ausblick 2009
Für das Jahr 2009 werden Rückgänge im Passagier- und Frachtverkehr erwartet, die sich auf Neuauslieferungen von Flugzeugen und das Aftermarket-Geschäft auch im Triebwerksgeschäft auswirken werden. Die MTU ist trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin gut positioniert: Im Jahr 2009 soll der Umsatz rund 2.800 Mio. € und damit das Niveau des Vorjahres erreichen. Dabei geht die MTU von einer stabilen Umsatzentwicklung im militärischen Triebwerksgeschäft aus. Ein deutlicher Rückgang wird im Bereich Triebwerkskomponenten und Ersatzteile für Geschäftsreiseflugzeuge erwartet, bei Triebwerken für Verkehrsflugzeuge aller Größenklassen wird gegenüber 2008 kein Wachstum erfolgen. Im  gesamten Ersatzteilgeschäft erwartet die MTU einen leichten Rückgang. In der zivilen Instandhaltung rechnet die MTU mit einem dollarkursbereinigt stabilen Umsatz. Ab 2009 verwendet das Unternehmen anstelle des bereinigten EBITDA das bereinigte EBIT als Kennzahl zur Messung der operativen Ertragskraft. Damit will man die Vergleichbarkeit zu anderen kapitalmarktorientierten Unternehmen erhöhen und zugleich die Abschreibungen als Teil der operativen Kosten in die Betrachtungen einbeziehen. Das Margenziel des operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) hat die MTU bei rund 10 % gesteckt, nach rund 12 % in 2008. In diesem Rückgang spiegeln sich vor allem das allgemeine Marktrisiko, das rückläufige Ersatzteilgeschäft, die hohen Vorleistungen für neue Programme und der Anlauf des neuen polnischen Standorts wider. In Folge der geplanten Zukunftsaufwendungen erwartet die MTU für das Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang des Jahresüberschusses auf rund 140 Mio. €. Diese Zukunftsinvestitionen umfassen auch einen erhöhten Forschungs- und Entwicklungsaufwand für die neuen Programme. Dennoch rechnet die MTU mit einem Free Cashflow von etwa 80 bis 100 Mio. €.

Deutliches Umsatzplus in der Instandhaltung
Zur Umsatzsteigerung 2008 hat insbesondere das Wachstum der zivilen Instandhaltung beigetragen. Hier verzeichnet die MTU trotz der Belastungen durch den Dollarkurs ein Umsatzplus von 11 % auf 1.113,0 Mio. € (2007: 1.004,7 Mio. €). Dollarkursbereinigt ergibt sich ein Zuwachs von 19 %. Die wichtigsten Umsatzträger waren das V2500, das die Airbus A320-Familie antreibt, und das CF6, das in Großraumflugzeugen wie dem Airbus A330 oder der Boeing 747 zum Einsatz kommt.

Im zivilen Triebwerksgeschäft hat die MTU den Umsatz um 4 % verbessert. Er stieg auf 1.146,3 Mio. € nach 1.102,0 Mio. € im Jahr 2007. Dollarkursbereinigt liegt der Umsatz um 12 % über dem Vorjahreswert. Maßgeblichen Anteil am Umsatz hatten sowohl im Neu- als auch im Ersatzteilgeschäft die Programme V2500 (Airbus A320-Familie), PW2000 (Boeing 757 und C-17) und CF6-80C (Boeing 747, Airbus A300, A310 und A330).

Stabil geblieben ist der Umsatz im militärischen Triebwerksgeschäft. Er beläuft sich auf 496,6 Mio. €  (2007: 497,5 Mio. €) und stützt sich vor allem auf den Eurofighter-Antrieb EJ200 und das RB199, das im Tornado zum Einsatz kommt.

Hoher Auftragsbestand sichert stabile Geschäftsentwicklung
Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2008 liegt mit 4.015,7 Mio. € um 21 % über dem Vorjahreswert (31.12.2007: 3.311,1 Mio. €). Das entspricht dem 1,5-fachen des Jahresumsatzes.

Der Auftragswert der vertraglich gebundenen Triebwerke der zivilen Instandhaltung  lag im Geschäftsjahr 2008 mit 7.278,3 Mio. US-$ etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2007: 7.426,6 Mio. US-$).

Ertragslage stabil
Die Ertragskraft der MTU befand sich auch im Jahr 2008 auf hohem Niveau: Die Umsatzrendite lag mit 14,9 % (2007: 15,3 %) am oberen Ende des Zielkorridors von 14 bis 15 %. Die gute Ertragslage beruhte vor allem auf der positiven Entwicklung im OEM-Geschäft. Hier haben die Erfolge der Effizienzsteigerungsprogramme und der Volumenanstieg im zivilen Triebwerksgeschäft die Dollarkursentwicklung kompensiert. Das operative Ergebnis des OEM-Geschäfts ist um 8 % gestiegen, die EBITDA-Marge erreichte 20,1 %. Im zivilen MRO-Geschäft lag der operative Gewinn bei 78,9 Mio. €, die EBITDA-Marge bei 7,1 %. „Wie geplant haben wir die Marge in der zivilen Instandhaltung im Jahresverlauf stetig verbessert und das Margenziel für das Gesamtjahr von rund 7 % voll erreicht“, erklärte Finanzvorstand Reiner Winkler. „Das zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Produktions- und Prozessanpassung greifen. Die zivile MRO ist wieder voll auf Kurs.“

Dividendenvorschlag: 0,93 € je Aktie
Das gute operative Ergebnis der MTU schlägt sich auch im Gewinn nach Steuern nieder, der um 17 % auf 179,7 Mio. € verbessert wurde. Winkler: „Auch in diesem Jahr möchten wir unsere Aktionäre an der guten Ergebnisentwicklung der MTU beteiligen. Wie im letzten Jahr werden wir der Hauptversammlung deshalb eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,93 € je Aktie vorschlagen.“

11 % des OEM-Umsatzes für Forschung und Entwicklung
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2008 auf 181,6 Mio. € (2007: 176,4 Mio. €). Bezogen auf das OEM-Geschäft, in dem die Forschungs- und Entwicklungsausgaben überwiegend anfallen, entspricht das 11 % des Umsatzes. Um 14 % angestiegen sind die eigenfinanzierten Ausgaben für Forschung und Entwicklung, auf die 101,1 Mio. € des Gesamtbetrags entfielen. „In dieser Ausweitung der programmbezogenen F&E-Aktivitäten spiegelt sich unser Ziel wider, unsere Innovationsführerschaft weiter auszubauen und die Zukunftsfähigkeit der MTU zu sichern“, erklärte Behle. Schwerpunkte im Bereich Forschung und Entwicklung waren Technologien für die nächste Triebwerksgeneration sowie die Entwicklungsprogramme PW1000G für den Mitsubishi Regional Jet und die Bombardier CSeries, PW810 für die Cessna Citation Columbus, GEnx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8 sowie GE38 für den Schwerlasthubschrauber Sikorsky CH-53K.

Investitionen in die Zukunft
Investiert hat die MTU fast dreimal so viel wie im Vorjahr: Die Investitionen stiegen von 106,1 Mio. € auf 293,7 Mio. €. Schwerpunkte waren der Aufbau des neuen Werks in Polen,  der Bau eines zweiten Triebwerksprüfstands bei der MTU Maintenance Hannover und der Ausbau der Programmbeteiligungen.
 
7.537 Mitarbeiter
Zum Jahresende 2008 hatte die MTU 7.537 Mitarbeiter, 6 % mehr als zum Jahresende 2007 (7.130 Mitarbeiter). Der Anstieg beruht vor allem auf dem Aufbau der MTU Aero Engines Polska, dem Ausbau des globalen Instandhaltungsgeschäfts und einem gezielten Mitarbeiteraufbau im OEM-Bereich vor allem in der Forschung und Entwicklung.

Weitere Aktienrückkäufe möglich
Am Ende des Geschäftsjahres 2008 hält die MTU rund 3,2 Mio. eigene Aktien im Bestand; das entspricht rund 6,2 % aller Aktien. Eine  erneute Ermächtigung über den Rückkauf von insgesamt maximal 10 % des Grundkapitals von 52,0 Mio. € möchte sich der Vorstand von der Hauptversammlung erteilen lassen.

MTU Aero Engines – Eckdaten für 2008
(Beträge in Mio. €, vergleichbar gerechnet, Rechnungslegung nach IFRS. Vergleichbar gerechnete Werte adjustieren die IFRS-Ergebnisse des Unternehmens um Restrukturierungs- und Transaktionskosten, kapitalisierte F&E-Kosten sowie die Effekte aus IFRS Purchase Accounting.)

MTU Aero Engines20082007Veränderung
Umsatz2.724,32.575,9+ 5,8 %
davon OEM-Geschäft1.642,91.599,5+ 2,7 %
davon ziviles Triebwerksgeschäft1.146,31.102,0+ 4,0 %
davon milit. Triebwerksgeschäft496,6497,5- 0,2 %
davon zivile Instandhaltung1.113,01.004,7+ 10,8 %
EBITDA (vergleichbar gerechnet)405,7392,9+ 3,3 %
davon OEM-Geschäft330,3305,7+ 8,0 %
davon zivile Instandhaltung78,987,9- 10,2 %
EBITDA-Marge (vergleichbar gerechnet)14,9 %15,3 %
im OEM-Geschäft20,1 %19,1 %
in der zivilen Instandhaltung7,1 %8,7 %
Net Income (IFRS)179,7154,1+ 16,6 %
Ergebnis je Aktie (unverwässert)3,64 €2,95 €+ 23,4 %
Free Cashflow123,6131,7- 6,2 %
Forschungs- und Entwicklungsausgaben181,6176,4+ 2,9 %
davon eigenfinanzierte F&E101,188,8+ 13,9 %
davon fremdfinanzierte F&E80,587,6- 8,1 %
Investitionen293,7106,1+ 176,8 %
31. Dez. 0831. Dez. 07Veränderung
Auftragsbestand4.015,73.311,1+ 21,3 %
davon OEM-Geschäft3.884,53.216,8+ 20,8 %
davon zivile Instandhaltung

131,4

94,7+ 38,8 %
Mitarbeiter7.5377.130+ 5,7 %


Ausblick 2009

in Mio. €2008Ausblick 2009
Umsatz2.724,3~ 2.800
EBIT-Marge bereinigt12,1 %~ 10 %
Free Cashflow123,680 - 100
Jahresüberschuss 179,7~ 140




Über die MTU Aero Engines

Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und zählt zu den Großen der Branche. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Firmenjubiläum. Mit ihren Tochterunternehmen ist die MTU in allen wichtigen Märkten und Regionen vertreten. Im zivilen Antriebsbau arbeitet sie mit den größten Triebwerksherstellern der Welt zusammen - General Electric, Pratt & Whitney und Rolls-Royce. Im militärischen Bereich ist die MTU der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr und wichtiger Partner bedeutender militärischer Triebwerksprogramme in Europa. Die MTU Maintenance ist weltweit der größte unabhängige Dienstleister für die Instandhaltung ziviler Triebwerke. Technologisch ist die MTU bei Hochdruckverdichtern, Niederdruckturbinen sowie Herstell- und Reparaturverfahren führend.

Alle Presseinfos und Fotos: http://www.mtu.de

Der Geschäftsbericht ist im Internet unter www.mtu.de im Menüpunkt Investor Relations -> Finanzberichte und Kennzahlen -> Berichte abrufbar. Interessenten können ihn auch als pdf-Datei sowie ab Mitte April in gedruckter Form erhalten.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Melanie Wolf
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