Vergütungsbericht 2006

Vergütung des Vorstandes 2006

Die Vorstandsvergütung wird vom Personalausschuss des Aufsichtsrats der MTU Aero Engines Holding AG festgelegt, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Huth und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Josef Hillreiner (bis 31. Dezember 2006 Günter Sroka) angehören.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der MTU Aero Engines Holding AG orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds zum Gesamterfolg des Unternehmens sowie die Dauer der Vorstandszugehörigkeit berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für erfolgreiche Arbeit bietet.

Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert; im Geschäftsjahr 2006 setzte sie sich aus den folgenden vier Komponenten zusammen:

(1) einer festen Vergütung, die monatlich ausgezahlt wird.

(2) einem variablen Bonus, der von dem Erreichen bestimmter Geschäftsziele abhängig ist und vertraglich auf 83% bzw. 100% der festen Vergütung begrenzt ist.

(3) einer aktienbasierten Vergütung. Dabei handelt es sich um eine für die Geschäftsjahre 2005 – 2009 festgesetzte Vergütung eines größeren Kreises von Führungskräften im Rahmen des Matching Stock Program (MSP). Hieraus werden so genannte Phantom Stocks über einen Zeitraum von fünf Jahren in jeweils gleichen Tranchen zugeteilt. Die Zuteilung der Phantom Stocks setzt ein langfristiges eigenes Investment in Aktien des Unternehmens durch die Teilnehmer voraus. Nach Ablauf einer Erdienungsphase (sog. Vesting Period) von zwei Jahren je Tranche werden, unter Erfüllung von Ausübungshürden, Vergütungen für ausübbare Phantom Stocks gewährt

(4) einer leistungsorientierten Altersversorgungszusage für die Mitglieder des Vorstands, mit Ausnahme des Vorstandsvorsitzenden.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben. Die Gesellschaft hat keine Vereinbarungen geschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen (sog. Change-of-Control-Vereinbarungen).

Vergütungen

Für das Geschäftsjahr 2006 betrug die Barvergütung 6,7 Mio. € (i. Vj. 6,4 Mio. €). Davon wurden 3,8 Mio. € (i. Vj. 3,6 Mio. €) erfolgsunabhängig und 2,9 Mio. € (i. Vj. 2,8 Mio. €) als erfolgsabhängige Barvergütung bezahlt. Die Gesamt-vergütung lag insgesamt bei 7,6 Mio. € (i. Vj. 9,2 Mio. €). Bereinigt um einen Einmaleffekt aus der Reduktion der Anwartschaftsbarwertverpflichtungen blieben die Gesamtvergütungen damit auf Vorjahresniveau.

Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2006 der einzelnen Mitglieder der Vorstände entnehmen Sie bitte dem Geschäftsbericht.

Leistungen für die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Anwartschaftsbarwert („Defined Benefit Obligation“ – DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum 31. Dezember 2006 3,0 Mio. € (i. Vj. 3,7 Mio. €). Der Rückgang erklärt sich aus dem Ausscheiden von Dr. Michael Süß, München, im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Aktienbasierte Vergütung

Der Geldwert der Phantom Stocks wurde nach dem Black-Scholes-Preismodell bestimmt. Die bilanzielle Bewertung der dem Vorstand im Rahmen des MSP gewährten Phantom Stocks richtet sich nach dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung unter Berücksichtigung der speziellen Ausübungsbedingungen. Dem Vorstand wurden zum Programmstart am 6. Juni 2005 für die Geschäftsjahre 2005 – 2009 insgesamt 714.240 Phantom Stocks (Stand 31. Dezember 2006: 636.000 Phantom Stocks) in fünf gleichen Tranchen gewährt. Das sind 32,8% (Stand 31. Dezember 2006: 30,4%) der insgesamt an Führungskräfte des Unternehmens ausgegebenen Phantom Stocks.

Gebildete Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für ehemalige Vorstände

Der Rückstellungsbetrag der Pensionsverpflichtungen gegenüber dem früheren Geschäftsführungsmitglied Dr. Klaus Steffens, Bernried, betrug zum 31. Dezember 2006 2,4 Mio. € (i. Vj. 2,4 Mio. €). Der Rückstellungsbetrag der Pensionsverpflichtungen gegenüber dem früheren Geschäftsführungsmitglied Dr. Michael Süß, Starnberg, betrug zum 31. Dezember 2006 1,7 Mio. € (i. Vj. 2,2 Mio. €). 


Weitere Informationen zur Vergütung der Vorstände entnehmen Sie bitte dem Geschäftsbericht 2006 (Seite 118 - 121).