Vergütungsbericht 2007

Vergütung des Vorstandes 2007

Die Vorstandsvergütung wird vom Personalausschuss des Aufsichtsrats der MTU Aero Engines Holding AG festgelegt, dem im Geschäftsjahr 2007 der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes P. Huth, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Josef Hillreiner sowie Harald Flassbeck und Jürgen M. Geißinger angehörten.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der MTU Aero Engines Holding AG orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds zum Gesamterfolg des Unternehmens sowie die Dauer der Vorstandszugehörigkeit berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreize für erfolgreiche Arbeit bietet.

Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert; im Geschäftsjahr 2007 setzt sie sich aus den folgenden vier Komponenten zusammen:

(1) einer festen Vergütung, die monatlich ausgezahlt wird.

(2) einem variablen Bonus, der von dem Erreichen bestimmter Geschäftsziele abhängig ist und vertraglich auf 83 % bzw. 100 % der festen Vergütung begrenzt ist.

(3) einer aktienbasierten Vergütung. Dabei handelt es sich um eine für die Geschäftsjahre 2005 – 2009 festgesetzte Vergütung eines größeren Kreises von Führungskräften im Rahmen des Matching Stock Program (MSP). Hieraus werden sogenannte Phantom Stocks über einen Zeitraum von fünf Jahren in jeweils gleichen Tranchen zugeteilt. Die Zuteilung der Phantom Stocks setzt ein langfristiges eigenes Investment in Aktien des Unternehmens durch die Teilnehmer voraus. Nach Ablauf einer Erdienungsphase (vesting period) von zwei Jahren je Tranche werden, bei Überschreitung von Ausübungshürden, Vergütungen für ausübbare Phantom Stocks gewährt.

(4) einer leistungsorientierten Altersversorgungszusage für die Mitglieder des Vorstands (eine solche bestand nicht für den zum 31. Dezember 2007 ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Udo Stark).

Die Vorstandsverträge enthalten für den Fall ihrer Beendigung keine Leistungszusagen der Gesellschaft. Nur im Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes ist den Vorstandsmitgliedern eine Zahlung zugesagt worden, die der Grundvergütung für die ursprüngliche Restlaufzeit des Vertrages entspricht. In Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind diese Zahlungen bei dem zuletzt geschlossenen Vorstandsvertrag auf maximal zwei Jahresgrundvergütungen (Abfindungs- Cap) begrenzt worden. Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ist in den Vorstandsverträgen nicht enthalten.

Vergütungen

Für das Geschäftsjahr 2007 betrug die Barvergütung 5,9 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €). Davon wurden 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) erfolgsunabhängig und 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) als erfolgsabhängige Barvergütung bezahlt. Die Gesamtvergütung lag insgesamt bei 6,8 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €).

Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands

Der Anwartschaftsbarwert („Defined Benefit Obligation“ – DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum 31. Dezember 2007 1,6 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €). Der Rückgang der Anwartschaftsbarwertverpflichtungen erklärt sich zum einen aus dem Ausscheiden von Bernd Kessler im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum anderen aufgrund der Anwendung des höheren, marktüblichen Diskontierungssatzes in Höhe von 5,25 % für 2007 gegenüber dem Vorjahr mit 4,5 %.

Aktienbasierte Vergütung

Der Geldwert der Phantom Stocks wurde nach dem Black-Scholes-Preismodell bestimmt. Die bilanzielle Bewertung der dem Vorstand im Rahmen des Matching StockProgram gewährten Phantom Stocks richtet sich nach dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung unter Berücksichtigung der speziellen Ausübungsbedingungen. Änderungen der Vertragsbedingungen, zu denen die Eigenkapitalinstrumente gewährt wurden, sind zu berücksichtigen. Bis zum 31. Dezember 2007 wurden dem Vorstand aus dem Matching Stock Program insgesamt 636.000 Phantom Stocks gewährt. Davon waren 314.592 (Vorjahr: 636.000) Phantom Stocks noch nicht ausübbar. Das sind 23,6 % (Vorjahr: 30,4 %) der insgesamt von Führungskräften des Unternehmens noch nicht ausübbaren Phantom Stocks.


Weitere Informationen zur Vergütung der Vorstände entnehmen Sie bitte aus dem Geschäftsbericht 2007 (Seite 180 - 184).