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MTU Aero Engines legt Neun-Monats-Zahlen vor und erhöht Ergebnisprognose

• Operatives Ergebnis soll rund 600 Mio. €, Gewinn nach Steuern rund 420 Mio. € erreichen
• Umsatzausblick dollarkursbedingt auf rund 5,1 Mrd. € angepasst

München, 26. Oktober 2017 – Die MTU Aero Engines AG hat in den ersten neun Monaten 2017 ein Umsatzplus von 10 % auf 3.745,4 Mio. € erwirtschaftet (1-9/2016: 3.401,3 Mio. €). Das operative Ergebnis1 nahm um 14 % von 393,8 Mio. € auf 450,6 Mio. € zu. Damit verbesserte sich die Ergebnismarge von 11,6 % auf 12,0 %. Der Gewinn nach Steuern2 kletterte um 17 % auf 320,4 Mio. € (1-9/2016: 273,4 Mio. €).

„Basierend auf diesen Kennzahlen und den positiven Ergebniseffekten, die wir nun aus dem Produktmix erwarten, können wir unsere Ergebnisprognose heute anheben“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. „Wir rechnen für das Gesamtjahr jetzt mit einem operativen Ergebnis von rund 600 Mio. € und mit einem Gewinn von etwa 420 Mio. €.“ Bisher war die MTU von einem operativen Ergebnis in Höhe von etwa 560 Mio. € (EBIT bereinigt, 2016: 503,0 Mio. €) und einem Gewinn nach Steuern von rund 390 Mio. € ausgegangen (Net Income bereinigt, 2016: 345,4 Mio. €). Die Umsatzerwartung gleicht die MTU wechselkursbedingt an und erwartet jetzt rund 5,1 Mrd. € anstelle von etwa 5,3 Mrd. € Umsatz (2016: 4.732,7 Mio. €).

In den ersten neun Monaten erzielte die zivile Instandhaltung das höchste Umsatzplus: Hier stieg der Umsatz um 26 % von 1.368,3 Mio. € auf 1.727,5 Mio. €. Die höchsten Umsatzanteile entfielen auf das V2500 für die A320-Familie und den Geschäftsreise- und Regionalflugzeugantrieb CF34. „Einen signifikanten Beitrag haben auch unser Triebwerksleasing und das Asset-Management-Geschäft geleistet - ein Zeichen dafür, dass wir unser Portfolio damit um die richtigen Dienstleistungen erweitert haben“, ergänzte Programm-Vorstand Michael Schreyögg.

Der Umsatz des zivilen Triebwerksgeschäfts hat um 5 % von 1.738,3 Mio. € auf 1.821,4 Mio. € zugenommen. „Im Gesamtjahr dürfte der Ersatzteilumsatz stärker ansteigen als bisher angenommen, der Umsatz des zivilen Seriengeschäfts etwas weniger stark“, so Winkler. „Wir gehen im Ersatzteilgeschäft auf Dollar-Basis von etwa 10 % Plus aus, in der Serie von einer Zunahme im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.“ Bisher hatte die MTU sowohl im Ersatzteil- als auch im zivilen Seriengeschäft eine hohe einstellige Zuwachsrate prognostiziert. Die wichtigsten Umsatzträger im zivilen Triebwerksgeschäft waren das V2500, das GEnx für die Boeing 787 und 747-8 und der A320neo-Antrieb PW1100G-JM.

Im militärischen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz um 24 % von 356,8 Mio. € auf 271,5 Mio. € zurückgegangen. Hauptumsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200.

Der Auftragsbestand lag Ende September bei 12.129,0 Mio. € nach 14.172,2 Mio. € am 31. Dezember 2016. Die meisten Aufträge entfielen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM für die A320neo.

Ihr Ergebnis hat die MTU in den ersten neun Monaten in beiden Geschäftsbereichen verbessert: Das operative Ergebnis des OEM-Geschäfts stieg um 15 % auf 303,3 Mio. € (1-9/2016: 264,5 Mio. €). Die EBIT-Marge legte um 1,9 Prozentpunkte  von 12,6 % auf 14,5 % zu. „Wir erwarten im vierten Quartal einen weiteren Anstieg der Getriebefan-Auslieferungen. Das dürfte sich im Gesamtjahr auch in unserer Marge niederschlagen“, ergänzte Winkler. Die zivile Instandhaltung erzielte ein Ergebnisplus von 14 % auf 146,8 Mio. € (1-9/2016: 129,0 Mio. €) bei einer Ergebnismarge von 8,5 % (1-9/2016: 9,4 %).

In den ersten neun Monaten 2017 sind 162,4 Mio. € in Forschung und Entwicklung geflossen
(1-9/2016: 157,9 Mio. €). Im Fokus der F&E-Aktivitäten standen die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung, das GE9X für das Langstreckenflugzeug Boeing 777X sowie Technologiestudien und F&E-Arbeiten für zukünftige Antriebsgenerationen. „Damit stellen wir die MTU so auf, dass sie auch in Zukunft als Technologieführer in den wachstumsstärksten Programmen vertreten ist“, sagte Technik-Vorstand Dr. Rainer Martens.

Der Free Cashflow lag mit 119,1 Mio. € (1-9/2016: 75,0 Mio. €) auf dem Niveau, das die MTU bisher für das Gesamtjahr erwartet hatte. „Aus heutiger Sicht rechnen wir für 2017 mit einem Free Cashflow von etwa 140 Millionen Euro“, so Winkler.

Die Investitionen in Sachanlagen waren mit 91,5 Mio. € genauso hoch wie im Vergleichszeitraum. Den Schwerpunkt bildeten die Investitionen für den Hochlauf der Getriebefan-Programme.

Die MTU zählte am Quartalsende 8.697 Mitarbeiter, 4 % mehr als am Jahresende 2016 (31. Dezember 2016: 8.368 Mitarbeiter). Personal wurde vor allem an den Instandhaltungsstandorten Hannover und Ludwigsfelde sowie bei der MTU Aero Engines Polska aufgebaut.



MTU Aero Engines – Eckdaten 3. Quartal 2017

(Beträge in Mio. €, bereinigt, Rechnungslegung nach IFRS)

MTU Aero EnginesQ3 2016Q3 2017per Sept. 2016per Sept. 2017Veränderung
Umsatz 1.102,1 1.197,4 3.401,3 3.745,4 + 10,1 %
davon OEM-Geschäft
654,0 677,6 2.095,1 2.092,9 - 0,1 %
davon ziviles Triebwerksgeschäft
537,4 578,6 1.738,3 1.821,4 + 4,8 %
davon milit. Triebwerksgeschäft
116,6 99,0 356,8 271,5 - 23,9 %
davon zivile Instandhaltung
475,0 546,5 1.368,3 1.727,5 + 26,3 %
EBIT (bereinigt) 139,7 129,8 393,8 450,6 + 14,4 %
davon OEM-Geschäft
95,0 86,5 264,5 303,3 + 14,7 %
davon zivile Instandhaltung
44,5 43,1 129,0 146,8 + 13,8 %
EBIT-Marge (bereinigt) 12,7% 10,8% 11,6% 12,0%  
im OEM-Geschäft
14,5% 12,8% 12,6% 14,5%  
in der zivilen Instandhaltung
9,4% 7,9% 9,4% 8,5%  
Net Income (bereinigt) 97,3 92,9 273,4 320,4 + 17,2 %
Net Income (reported) 83,8 80,6 242,4 297,3 + 22,6 %
Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported) 1,62 1,55 4,72 5,74 + 21,6 %
Free Cashflow 5,2 35,5 75,0 119,1 + 58,8 %
Forschungs- und Entwicklungskosten 44,3 51,7 157,9 162,4 + 2,8 %
davon eigenfinanzierte F&E
35,9 45,3 127,1 136,1 + 7,1 %
davon fremdfinanzierte F&E
8,4 6,4 30,8 26,3 - 14,6 %
eigenfinanzierter F&E-Aufwand gemäß GuV 14,6 18,5 53,1 49,5 - 6,8 %
Investitionen in Sachanlagen (netto) 32,3 36,9 91,5 91,5 + 0,0 %
  
   31. Dez. 2016 30. Sept. 2017 Verände-rung
Bilanz-Kennzahlen       
Immaterielle Vermögenswerte     2.234,2 2.289,5 + 2,5 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente   322,4 86,6 - 73,1 %
Rückstellungen für Pensionen     883,3 869,3 - 1,6 %
Eigenkapital    1.500,5 1.879,0 + 25,2 %
Netto-Finanzverschuldung    892,0 848,1 - 4,9 %
Bilanzsumme   5.844,6 5.823,5 - 0,4 %
      
Auftragsbestand   14.172,2 12.129,0 - 14,4 %
davon OEM-Geschäft   7.246,0 5.834,1 - 19,5 %
davon zivile Instandhaltung  6.926,2 6.294,9 - 9,1 %
Mitarbeiter    8.368 8.697 + 3,9 %

1 EBIT adjusted = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, bereinigt
2 Net Income adjusted = Ergebnis nach Ertragsteuern, bereinigt




Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.



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