Pressearchiv 2014

Dr. Jörg Eßlinger wird Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde

• MTU-Werkstoffspezialist übernimmt DGM-Posten für zwei Jahre

München, 26. November 2014 – Ab 1. Januar 2015 hat die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM) einen neuen Vorsitzenden: Dr. Jörg Eßlinger übernimmt die Führung für die kommenden zwei Jahre. Gewählt wurde der Leiter der Werkstofftechnik der MTU Aero Engines, Deutschlands führendem Triebwerkshersteller, auf der DGM-Mitgliederversammlung im September.

„Ich freue mich sehr auf diese verantwortungsvolle Aufgabe“, erklärt der designierte DGM-Vorsitzende. „Die DGM ist einer der großen technisch-wissenschaftlichen Vereine in Deutschland. In Sachen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ist sie mit die bedeutendste werkstoff- und industrieübergreifende Plattform im Zentrum von Wissenschaft und Industrie, repräsentiert durch 192 Firmen- und Institutsmitgliedschaften. Die Gesellschaft stellt auch die Geschäftsführung der Bundesvereinigung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, der 40 Fachgesellschaften angehören. Durch die sehr gut aufgestellte Geschäftsstelle werden auch Tagungen mit über 2.000 Teilnehmern organisiert“, erläutert MTU-Werkstoffspezialist Eßlinger.

Für seine Legislaturperiode hat er sich viel vorgenommen: „Das Feld der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ist in Deutschland sehr diversifiziert. Es gibt sehr viele Akteure mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Zielen. Ich möchte die beiden Jahre - man kann nur ein Mal für zwei Jahre gewählt werden – unter anderem dafür nutzen, Strukturen zu schaffen, in denen diese Akteure möglichst gewinnbringend und effektiv zusammenarbeiten können und ein einheitliches Bild mit den richtigen Schwerpunkten abgeben. Nur so können wir möglichst viele wissenschaftliche Erkenntnisse für die Industrie verwertbar machen. Für den derzeitigen Anfrageboom nach neuen Materialien ist das unerlässlich.“ Und noch etwas ist Eßlinger wichtig: „Ich möchte mich verstärkt um den Nachwuchs kümmern und Studenten unserer Fachdisziplin fördern.“

Dr. Jörg Eßlinger hat an der TU München und an der Universität Stuttgart Physik studiert und am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Metallforschung / Institut für Physik promoviert. 1990 kam er zur MTU nach München. Er arbeitete dort in der Strukturmechanik und später im Werkstoffbereich. Heute leitet er die Werkstofftechnik sowie das Werkstoff- und Komponententestfeld. Unter seiner Ägide beteiligt sich die MTU an Forschungsvorhaben der Länder, des Bundes und der EU im Bereich Werkstofftechnik und Materialwissenschaft. Begleitend hält Eßlinger Vorlesungen an der TU München. Er ist Mitglied im Vorstand der DGM sowie der VDI-Fachgesellschaft Materials Engineering und unterstützt die Werkstoffgremien des BDLI und der Initiative Bayern Innovativ.

 

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller und seit 80 Jahren weltweit eine feste Größe. Sie entwickelt, fertigt, vertreibt und betreut Komponenten ziviler und militärischer Luftfahrtantriebe sowie Industriegasturbinen. Technologisch führend ist sie bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen, Herstell- und Reparaturverfahren. Eine Kernkompetenz der MTU ist die Instandhaltung ziviler Triebwerke und von Industriegasturbinen. Diese Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst, die weltweit einer der größten Anbieter dieser Dienstleistungen für zivile Triebwerke ist. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2013 haben rund 8.700 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Martina Vollmuth
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