Pressearchiv 2015

Deutscher Verband für Schweißen zertifiziert Schweißschule der MTU Aero Engines

München, 21. Juli 2015 – Die Ausbildung von Schweißern und Hartlötern für die Luftfahrt hat bei der MTU Aero Engines Tradition: Seit etwa 50 Jahren bildet die MTU-Schweißschule Fach-leute in diesen Bereichen aus – und zwar nicht nur für den Eigenbedarf. Neue Vorgaben des Luftfahrt-Bundesamtes fordern eine Zertifizierung des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS). Diese Zulassung hat Deutschlands führender Triebwerkshersteller jetzt erhalten und darf als offizielle DVS-Bildungseinrichtung und –Prüfstelle weiterhin Löter und Schweißer ausbilden.´

„Die Ausbildung erfolgt nach wie vor bei der MTU in München und wird von erfahrenen Ingenieuren und Schweißlehrern durchgeführt“, erklärt Richard Maier, Leiter Produktionsentwicklung & Support. Er betont: „Wir gewährleisten die Praxisnähe zur Neuteilfertigung in der Luftfahrt sowie zur Triebwerksinstandsetzung und bilden nicht nur MTUler aus.“ Bisher haben mehr als 400 Schweißer und 100 Löter die MTU-Ausbildung erfolgreich absolviert. Gearbeitet wird mit modernen WIG- und MSG-Schweißgeräten; zudem stehen zwei Autogen-Arbeitsplätze zur Verfügung. Alle zwei Jahre wird ein DVS-Audit angesetzt, um die Zulassungsstandards abzusichern.

Das MTU-Schulungsprogramm bietet qualifizierte Ausbildungen gemäß DIN ISO 24394 (Schweißen im Luft- und Raumfahrzeugbau – Prüfung von Schweißern und Bedienern von Schweißeinrichtungen) an sowie nach DIN ISO 11745 (Löten im Luft- und Raumfahrzeugbau – Prüfung von Hartlötern und Bedienern von Hartlötanlagen). Pro Kurs gibt es sieben Ausbildungsplätze für Schweißer und zwei für angehende Löter. „Ab drei Interessenten führen wir einen Lehrgang durch, auch mehrmals im Jahr“, informiert Ralph Kropp, der nicht nur für die MTU-Konzernschweißaufsicht verantwortlich zeichnet, sondern auch zertifizierter DVS-Prüfer ist.

Die Abschlussprüfungen umfassen einen praktischen und einen theoretischen Teil. Im prak-tischen Teil schweißt bzw. lötet der Lehrgangsteilnehmer Prüfstücke im vorgegebenen Umfang sowie in den entsprechenden Werkstoffgruppen. Für die Zeit der Prüfungen stellt die MTU persönliche Schutzausrüstung (Helm, Handschuhe) zur Verfügung. Bei Bedarf ermöglicht sie auch die Durchführung eines kostenpflichtigen Sehtests.

Wer sich für einen MTU-Lehrgang interessiert, findet weiterführende Informationen auf der MTU-Website unter: http://www.mtu.de/de/engines/services/qualifications/schweisserschulung.

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2014 haben rund 9.000 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Martina Vollmuth
Pressesprecherin Technologie
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