Basis-Presseinformation
MTU Aero Engines: Führender Triebwerkshersteller in Deutschland
- Zusammenarbeit bei neuen Antriebssystemen
München, 20. Juni 2011 – In der Luftfahrtbranche stehen drei Buchstaben für Hochtechnologie vom Feinsten – MTU. Deutschlands führender und einziger unabhängiger Triebwerkshersteller sorgt seit über 75 Jahren für Schub am Himmel und ist eine feste Größe weltweit. Das Unternehmen entwickelt, fertigt, vertreibt und betreut zivile und militärische Luftfahrtantriebe sowie stationäre Industriegasturbinen. Im Geschäftsjahr 2010 haben 7.900 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro ge-macht.
Mit ihren Produkten ist die MTU Aero Engines in allen Schub- und Leistungsklassen so-wie wesentlichen Komponenten und Subsystemen - Verdichter, Brennkammer und Turbine – vertreten. Zusammen mit anderen Herstellern arbeitet sie an neuen Antriebssystemen; Kooperationspartner sind die Großen der Branche, General Electric (GE), Pratt & Whitney und Rolls-Royce. Technologisch verfügt die MTU über die volle Systemfähigkeit und ist in wesentlichen Bereichen führend: Paradedisziplinen sind die Niederdruckturbinen- und Hochdruckverdichter-Technologien, Herstell- und Reparaturverfahren.
Im militärischen Bereich ist die MTU der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Dazu gehören sämtliche Systemführungsaufgaben – angefangen bei der Bereitstellung von Basistechnologien über die Entwicklung und Fertigung von Triebwerken und deren Komponenten bis hin zur Instandhaltung und umfassenden Kundendienst. Die wichtigsten militärischen Triebwerksprogramme der MTU sind das TP400-D6 des neuen Militärtransporters A400M, das EJ200 des Eurofighters, der Tornado-Antrieb RB199 und das MTR390 des Kampfhubschraubers Tiger. Beteiligt ist das Unternehmen auch an den vier militärischen GE-Antrieben F404, F414, F110 und GE38.
Zivile Instandhaltung
Eine Kernkompetenz der MTU ist die Instandhaltung ziviler Triebwerke und von Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammen-gefasst und sehr erfolgreich. Die Gruppe ist weltweit der größte unabhängige Anbieter dieser Dienstleistungen; die Arbeiten erfolgen weltweit.
Die MTU Maintenance Hannover ist das Flaggschiff der MTU Maintenance-Gruppe und hat ihren Sitz in Langenhagen. Sie betreut mittlere und große zivile Triebwerke. Dazu gehören das CF6-50, CF6-80C2 und GE90-110/115 von GE, das PW2000 von Pratt & Whitney, das V2500 von International Aero Engines (IAE) und das CFM56-7 von CFM International.
Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg ist auf Antriebe des unteren Schub- und Leistungsbereichs sowie Industriegasturbinen spezialisiert. In Ludwigsfelde steht der einzige TP400-D6-Serienprüfstand, auf dem Entwicklungstests und Abnahmeläufe durchgeführt werden. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr ein Doppeljubiläum: 75 Jahre Triebwerksbau an dem Traditionsstandort sowie 20 Jahre Zugehörigkeit zur MTU.
Die MTU Maintenance Zhuhai ist ein Joint Venture der MTU Aero Engines und China Southern Airlines, einer der größten Fluglinien des Landes, und wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Sie ist auf die Instandhaltung, Überholung und Reparatur von Triebwerken der Typen V2500-A5 und CFM56-3, -5B, -7B spezialisiert. Auf dem chinesischen Markt hat das Unternehmen bei V2500-Antrieben einen Marktanteil von 90 Prozent erreicht.
Die MTU Maintenance Canada in Vancouver, Kanada, hält Triebwerke des mittleren und oberen Schubbereichs instand sowie Anbaugeräte. Spezialisiert ist das Unternehmen auf CF6-50- und CFM56-3-Antriebe.
Die Airfoil Services Sdn. Bhd. (ASSB) bei Kuala Lumpur, Malaysia, ist ein 50/50-Joint Venture der MTU und der Lufthansa Technik. Das Unternehmen repariert Schaufeln der Triebwerksmuster CF6-50, CF6-80, CF34, V2500 sowie der CFM56-Serie.
Die MTU Aero Engines Polska ist der jüngste Sproß des Triebwerksherstellers. Arbeitsschwerpunkte im südpolnischen Rzeszów sind die Entwicklung und Fertigung von Leit- und Laufschaufeln für Niederdruckturbinen, die Montage von Niederdruckturbinen sowie Teilereparatur.
Weitere Tochterunternehmen
Die MTU Aero Engines North America in Rocky Hill befindet sich in unmittelbarer Nach-barschaft zu Pratt & Whitney in East Hartford, Connecticut. Rund 60 Entwickler konzi-pieren Komponenten für die MTU / Pratt & Whitney-Triebwerksprogramme.
Um die Herstellung, Vermarktung und Betreuung von Industriegasturbinen kümmert sich Vericor Power Systems. Die 100-prozentige MTU-Tochter hat ihren Unternehmenssitz in Atlanta, Georgia, USA, und konzentriert sich auf Gasturbinen der Vericor-TF- und ASE-Baureihen.
Zusammen mit Snecma Services betreibt die MTU das Ceramic Coating Center (CCC) im französischen Châtellerault. Hier werden Turbinenschaufeln keramisch beschichtet.
Unternehmenssitz München
Die Zentrale der MTU Aero Engines befindet sich in München; der Firmensitz umfasst etwa 500.000 Quadratmeter. Hier arbeiten rund 4.600 Personen. Von München aus werden die Tochtergesellschaften und der Großteil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gesteuert. In mehreren Hallen läuft die Produktion von Triebwerksteilen. München ist die Zentrale der militärischen Programme mit MTU-Beteiligung. Seit vielen Jahrzehnten erfolgen hier Endmontage und Testing neuer militärischer Antriebe sowie deren Instandhaltung.
Antrieb der Zukunft
In enger Kooperation mit bedeutenden Akteuren der Branche entwickelt das deutsche Traditionsunternehmen neuartige Antriebssysteme und Technologien in allen Schub- und Leistungsklassen. Die MTU ist in die wesentlichen Forschungsvorhaben auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene eingebunden. Ziel aller Bemühungen ist es, Triebwerke leiser, kraftstoffsparender und schadstoffärmer zu machen.
Zusammen mit dem Bauhaus Luftfahrt hat die MTU ein ambitioniertes Programm zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Luftfahrtantrieben entwickelt: Mit dem Technologievorhaben Clean Air Engine (Claire) soll bis zum Jahr 2035 eine CO2-Reduzierung von bis zu 30 Prozent erreicht werden. Das Drei-Stufen-Programm basiert auf dem Getriebefan (GTF). Mit dem Einsatz der bis dahin serienreifen Technologie des Getriebefans will man in der ersten Etappe ab etwa 2012 die CO2-Emission um rund 15 Prozent senken und den subjektiv empfundenen Lärm halbieren. Schlüsselkomponenten dieses Antriebs sind eine schnelllaufende Niederdruckturbine made by MTU und ein Hochdruckverdichter, der gemeinsam von der MTU und Pratt & Whitney gebaut wird.
Im zweiten Schritt soll die CO2-Reduzierung bis zum Jahr 2025 weiter auf 20 Prozent erfolgen. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine noch effizientere Schuberzeugung - etwa durch die Weiterentwicklung des GTF oder den Einsatz eines ummantelten gegenläufigen Fans, dessen Grundlagen die MTU bereits in den 1980er-Jahren entwickelt hat. Für das Jahr 2035 rechnet die MTU mit dem Erreichen der gesteckten Zielmarke von 30 Prozent. In der dritten und letzten Phase wird die Nutzung der Energie im Kerntriebwerk weiter optimiert, zum Beispiel durch einen Wärmetauscher.
Das neue Antriebskonzept des Getriebefans überzeugt: So bietet Airbus den GTF für die A320neo an; Bombardier stattet mit ihm exklusiv die neue CSeries aus, Mitsubishi den MRJ und Irkut die MS-21.
Ihre Ansprechpartner:
Eckhard Zanger
Tel.: + 49 (0)89 14 89-91 13
Mobil: + 49 (0) 176-1000 6158
Odilo Mühling
Tel.: +49 (0)89 14 89-26 98
Mobil: +49 (0) 176-1001 7859

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