Elektronenstrahlschweißen

Elektronenstrahlschweißen

Das Elektronenstrahlschweißen wird für Statoren und Rotoren angewendet und kommt somit auch für hochbelastete Bauteile der Sicherheitsklasse 1 zum Einsatz. Größter Vorteil ist, dass das Elektronen-strahlschweißen hohe Schweißgeschwindigkeiten mit tiefen, schmalen und parallelen Nähten erlaubt. Die geringen Nahtbreiten und die hohe Parallelität verringern den Verzug.

Der Elektronenstrahl ist einen Teilchenstrahl aus negativ geladenen Elektronen. Er wird durch ein aus Kathode, Steuerelektrode (Wehneltzylinder) und Anode bestehenden Triodensystem erzeugt. Durch Anlegen eines Hochspannungsfeldes (Beschleunigungsspannung) wird den Elektronen kinetische Energie zugeführt, wodurch sie bei einer Beschleunigungsspannung von 150 kV etwa 60 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichen. Treffen sie auf das zu bearbeitende Werkstück, wandelt sich ihre kinetische in thermische Energie um. Um eine zu starke Divergenz des Elektronenstrahls zu vermeiden, muss im gesamten Strahlerzeugerraum sowie in der Arbeitskammer ein Vakuum erzeugt und aufrechterhalten werden.