Mikroplasmaschweißen

Mikroplasmaschweißen

Anders als beim Wolfram-Inert-Gas-Schweißen (WIG) schnürt beim Mikroplasmaschweißen zusätzlich ionisiertes Gas den Lichtbogen ein. Dadurch wird die freigesetzte Energie gut zehn Mal stärker konzentriert als beim WIG-Schweißen. Als Plasmagas wird dabei überwiegend Argon eingesetzt oder Gasgemische aus Argon/Wasserstoff und Argon/Helium.

Angewendet wird das Verfahren bei Blechdicken beziehungsweise Auftragdicken bis zu etwa einem Millimeter und bei Stromstärken bis etwa 20 Ampere. Das Plasmaschweißen wird meist mechanisiert ausgeführt, da die Handhabung durch den schmalen Lichtbogen vergleichsweise schwierig ist.

Vorteile des Mikroplasmaschweißens gegenüber dem WIG-Schweißen: Die hohe Energiekonzentration erzeugt schmale, tiefe Schmelzbäder, die eine hohe Schweißgeschwindigkeit erlauben. Zudem sind die Wärmeeinflusszonen deutlich kleiner, wodurch das Risiko hitzebedingt verzogener Bauteile gesenkt wird.