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12. März 2010
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Technologieprogramm Claire

Claire - Clean Air Engine

Die MTU Aero Engines hat zusammen mit dem Bauhaus Luftfahrt ein ambitioniertes Programm zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Luftfahrtantrieben gestartet. Mit dem Technologievorhaben Clean Air Engine, kurz: „Claire“, soll bis zum Jahr 2035 eine Kohlendioxid-Reduzierung von bis zu 30 Prozent erreicht werden. Bis 2025 will man bis zu 20 Prozent geschafft haben. Alle Schlüsselkomponenten für Claire sind bereits verfügbar und erfolgreich getestet und erfüllen die Erwartungen der MTU an Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit.

Erfolgsgarant Getriebefan
Das Drei-Stufen-Programm der MTU basiert auf dem Getriebefan: Mit dem Einsatz der bis dahin serienreifen Technologie des Getriebefans will man in der ersten Etappe die Kohlendioxid-Emission um rund 15 Prozent senken. Schlüsselkomponenten dieses Antriebs sind eine schnelllaufende Niederdruckturbine made by MTU, ein Hochdruckverdichter, der gemeinsam von der MTU und Pratt & Whitney gebaut wird, sowie ein Getriebe, das vom italienischen Getriebespezialisten Avio speziell entwickelt wurde.

Im zweiten Schritt soll die Kohlendioxid-Reduzierung bis zum Jahr 2025 weiter auf etwa 20 Prozent erfolgen - durch den Einsatz eines neuartigen, gegenläufigen Fans, den die MTU bereits in den 80er-Jahren entwickelt und getestet hat. Für das Jahr 2035 rechnet die MTU dann mit dem Erreichen der gesteckten Zielmarke von bis zu 30 Prozent: Schlüssel zum Erfolg ist die Ausstattung des gegenläufigen Getriebefans mit einem Wärmetauscher.

Weniger Lärm
Mit Claire verringert sich nicht nur die Kohlendioxid-Emission eines konventionellen Triebwerks, sondern auch der Lärm. Durch den optimierten Getriebefan lässt sich eine Reduzierung des subjektiv empfundenen Lärms um die Hälfte erzielen. Das zahlt sich aus, denn schon heute spielt der Lärmschutz für Fluglinien bei der Flottenplanung eine große Rolle. Mit leiseren Flugzeugen ließe sich die Infrastruktur des Flugverkehrs wesentlich effizienter nutzen.

Neue Flugzeugkonzepte
Weitere Verbesserungen der Umweltbilanz des Luftverkehrs erhofft sich die MTU von neuen Flugzeugkonzepten. Damit beschäftigt sich der von der MTU Aero Engines, Liebherr Aerospace, der EADS und dem bayerischen Wirtschaftsministerium gegründete Verein Bauhaus Luftfahrt e.V.. Einer der Schwerpunkte ist die bessere Integration der Triebwerke in das System Flugzeug und damit eine Optimierung der Aerodynamik. Insgesamt verfolgt das Bauhaus Luftfahrt mit seinen Konzepten ein Lufttransportsystem der Zukunft, mit dem der Flugverkehr auf der Kurz- und Mittelstrecke extrem leise, ressourcen- und raumsparend abgewickelt werden kann.

Multi-Fuel-Engines
Heutige Triebwerke können mit leichten Modifikationen auch mit Bio-Kraftstoffen betrieben werden. Da Luftfahrtantriebe Multi-Fuel-Engines sind, können sie Kraftstoffe aus Biomaterialien ebenso verbrennen wie fossiles Kerosin. Fliegende Beispiele gibt es bereits: In Südafrika sind seit Jahren Flugzeuge mit synthetischen Kraftstoffen unterwegs.

 
 
© MTU Aero Engines GmbH 2010
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Bauhaus Luftfahrt e.V.