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Airbus A400M

Leitkonzepte für militärische Anwendungen: Turboshaft & Co.

Im Produktportfolio der MTU gibt es im militärischen Bereich unterschiedliche Anwendungen, die das Spektrum der Leitkonzepte bestimmen. Sie reichen von fortschrittlichen Turboprop-Triebwerken für Propeller-Flugzeuge über Turboshafts für Helikopter bis hin zu klassischen Turbofans mit niedrigem Nebenstromverhältnis für Kampfflugzeuge, die aktuell auf unbemannte Anwendungen zugeschnitten werden.

Turboshafts für Helikopter

Für Turboshaft-Triebwerke für Helikopter gelten die gleichen Spielregeln wie für Turbofans – gefordert werden mehr Leistung, weniger Gewicht, geringerer Kraftstoffverbrauch. Ähnlich dem Getriebefan verfügen die Turboshafts über eine schnelllaufende Niederdruckturbine.

Die Übertragung von Technologien großer ziviler und militärischer Triebwerke geschieht unter besonderen Rahmenbedingungen. Turboshafts für Helikopter müssen äußerst kompakt gebaut sein, was sehr hohe Drehzahlen bedingt und zu enormen mechanischen Belastungen führt.

Turboprops für Hochleistungspropeller

Turboprop-Triebwerke für Hochleistungspropeller werden typischerweise für große Transportflugzeuge wie zum Beispiel den Airbus A400M verwendet. Ein Propeller-Triebwerk zeichnet sich gegenüber dem Turbofan durch einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch aus und bietet Vorteile bei extremen Flugmanövern, wie sie bei militärischen Anwendungen üblich sind.

Die Triebwerksarchitektur ist grundsätzlich mit einem Turboshaft für Helikopter vergleichbar, die Leistungsanforderung ist jedoch deutlich höher. Der Propeller wird in der Regel durch eine separate Power-Turbine angetrieben, die dafür erforderliche Leistung kommt von einem Gasgenerator.

Neben diesen Turboshaft-und Turboprop-Konzepten bestimmen innerhalb der EU derzeit Antriebe für Unmanned Aerial Vehicle (UAV) die militärische Technologie-Entwicklung. Die Triebwerke müssen im Hinblick auf große Reichweiten mit wenig Brennstoff im Reiseflug auskommen, gleichzeitig ist hoher Schub in Bodennähe gefordert. Die MTU bringt ihre umfassende militärische Expertise in nationalen und internationalen Studien wie dem European Acquisition Programme (ETAP) ein.

Das Konzept der Variable Cycle Engine versucht mit Hilfe aktiver Systeme das Triebwerk individuell auf verschiedene Betriebszustände einzustellen. Zu den notwendigen Entwicklungen zählen variable Komponenten (Nebenstromkanal, Fan oder Düse) oder verstellbare Bauteile (Leitschaufeln).

 
 
© MTU Aero Engines AG 2014