Newac und Vital
Nach mehrjährigen Forschungsarbeiten wurden die von der EU im 6. Forschungsrahmenprogramm geförderten Technologieprogramme Newac (New Aero Engine Core Concepts) und Vital (Environmentally friendly Aero Engine) Ende 2010 beziehungsweise Anfang 2011 erfolgreich abgeschlossen. Newac und Vital ergänzen sich in idealer Weise, indem mit Technologieentwicklungen zum Kerntriebwerk beziehungsweise zum Niederdrucksystem das gesamte Triebwerk abgedeckt wird.
Newac
Unter der Leitung der MTU wurden im Rahmen von Newac Verbesserungen des Kerntriebwerks angestrebt. Neben der MTU arbeiteten 40 Partner - zu den größten gehören Rolls-Royce, Snecma und Avio - an
- der Weiterentwicklung intelligenter Verdichter
- einer Optimierung der Brennkammer
- der Integration von Wärmetauschern für neue, hoch effiziente Kerntriebwerkskonzepte.
Die MTU-Arbeiten konzentrierten sich darauf, durch aktive Steuerung des Hochdruckverdichters Treibstoff zu sparen.
Vital
Der Forschungsschwerpunkt der MTU im Rahmen des Technologieprojekts Vital lag auf der Niederdruckturbine. Auf der Agenda standen:
- Erhöhung der Stufenbelastung
- Reduktion des Turbinenrotorgewichts
- Verminderung des Turbinenlärms
Speziell für die Lärmmessungen hat die TU Graz einen eigenen Versuchsträger, ein Turbinen-Rig, aufgebaut, das über das Projekt hinaus die ideale Infrastruktur zur Validierung weiterführender Maßnahmen zur Lärmminderung bietet. Die erhöhte Stufenbelastung wurde mit Hilfe eines zweistufigen Niederdruckturbinen-Rigs an der Technischen Universität Stuttgart untersucht.
Newac und Vital: Erfolgversprechende Technologien für die Zukunft
In Newac und Vital konnten erfolgversprechende Technologien identifiziert und in Rigversuchen validiert werden, mit denen sich zusammen genommen die angestrebten ACARE-Ziele bezüglich einer 20-prozentigen Reduktion der CO2-Emissionen und einer Verminderung der NOx-Emissionen um 80 Prozent nahezu erreichen lassen.

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