Klimastrategie

Die Klimastrategie der MTU

„Als verantwortungsvoller Triebwerkshersteller stellen wir uns frühzeitig den ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Im Rahmen unserer Klimastrategie arbeiten wir daran, die CO2-Bilanz der Flugzeugantriebe zu verbessern und klimawirksame Schadstoffemissionen zu reduzieren. Wir wollen mit unseren Produkten einen entscheidenden Beitrag zu einem nachhaltigen Luftverkehr leisten.“

Dr. Rainer Martens, Vorstand Technik MTU Aero Engines

Mit der Klimastrategie wollen wir aktiv mitwirken, den CO2-Footprint des Luftverkehrs zu verringern. Mit unseren Produkten sind wir auf dem besten Weg, da in der Nutzungsphase von Flugzeugtriebwerken, die mehrere Jahrzehnte beträgt, der weitaus größte Teil der CO2-Emissionen verursacht wird. Darüber hinaus wollen wir die CO2-Bilanz von Luftfahrtantrieben bereits in der Produktion mit entsprechenden Maßnahmen verbessern.

Übergeordnetes Ziel ist es, mit ökoeffizienten Antriebsprodukten zu einem mittelfristig CO2-neutralen Wachstum und langfristig einer Reduzierung der CO2-Emissionen der Luftfahrt beizutragen. Unsere Verantwortung für den Klimaschutz haben wir als einen Schwerpunkt in unser Unternehmensleitbild integriert. Dort verpflichten wir uns, Emissionen zu reduzieren und mit Rohstoffen und Energie ressourcenschonend umzugehen. Das gilt für unsere Produkte genauso wie für die Produktion.

Mit der Klimastrategie sichern wir entscheidende Wettbewerbsvorteile am Markt, denn bessere CO2-Bilanzen der Triebwerke bedeuten zugleich weniger Kraftstoffverbrauch und damit geringere Kosten für die Kunden. Sie unterstützt uns zudem bei der Einhaltung vorgeschriebener Grenzwerte für die Luftfahrt.

Die ausführliche Klimastrategie der MTU ist im Nachhaltigkeitsbericht 2016 dargestellt.

Verbindliche Klimaschutzziele

Alternative Kraftstoffe

Nachhaltige Kraftstoffe sind eine weitere wichtige Säule, um die CO2-Emissionen der Luftfahrt zu verringern. Im Vergleich zum Straßenverkehr ist ihr Einsatz in der Luftfahrt jedoch stark eingeschränkt: Sie müssen aufgrund der Reichweite eine sehr hohe Energiedichte aufweisen, einen niedrigen Gefrierpunkt – in Reiseflughöhe herrschen Temperaturen von minus 50 Grad Celsius - und aus Sicherheitsgründen einen hohen Flammpunkt.

Die MTU engagiert sich aktiv für die Einführung von Biokerosin: über das Bauhaus Luftfahrt, bei Praxistests oder über den Verein Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany (aireg e.V.). Zusammen mit Fluggesellschaften, Herstellern und Forschungsinstituten hat die MTU aireg gegründet, um alle Aktivitäten sowie das Fachwissen in Deutschland zu bündeln. www.aireg.de

Noch stehen die Forscher am Beginn der Entwicklung wirtschaftlicher Verfahren, um die Energiewende im Luftverkehr einzuleiten. Zurzeit sind mehrere Biokraftstoffe der zweiten Generation für den Flugbetrieb zugelassen: sogenannte Drop-in-Kraftstoffe mit den gleichen Eigenschaften wie konventionelles Kerosin. Sie können in allen Flugzeugen und an allen Flughäfen eingesetzt werden. Eine langfristige Alternative zu Bio-Kraftstoffen sind verfahrenstechnisch hergestellte Kraftstoffe.