Neue Herausforderungen brauchen neue Antworten. Beim Schutz des deutschen und europäischen Luftraums besteht die Antwort aus einem Verbund bemannter und unbemannter Flugsysteme, dem Future Combat Air System (FCAS). Das Next Generation Weapon System (NGWS), Arbeitstitel des neuen Kampfflugzeugs, wird dabei einen wesentlichen Teil darstellen. Ab dem Jahr 2040 soll es verfügbar sein.

Ein Projekt dieser Größenordnung erfordert multinationale Partnerschaften auf europäischer Ebene. Deshalb haben Frankreich und Deutschland bereits Mitte 2017 eine gemeinschaftliche Entwicklung des neuen Kampfjets beschlossen. Die Industriepartner arbeiten bereits seit Anfang 2019 im Rahmen einer gemeinsamen Konzeptstudie an der Architektur des künftigen Luftverteidigungssystems. Mit dem Startschuss für die Demonstratorphase trat das FCAS-Programm im Februar 2020 in eine weitere entscheidende Phase ein. Weitere europäische Partner wie Spanien werden eingebunden werden und ihre Expertise beisteuern.

Die Anforderungen an ein Kampfflugzeug der nächsten Generation sind klar umrissen: Eine gesteigerte Durchsetzungsfähigkeit gehört ebenso dazu wie eine möglichst lange Reichweite und eine hohe Missionsflexibilität. Ebenso selbstverständlich sind eine hohe Verfügbarkeit, lange Betriebszeiten sowie planbare und möglichst geringe Lebenszykluskosten. Dazu kommen eine geringe Radarsignatur, eine starke Vernetzung und Informationsüberlegenheit sowie der Schutz gegen Cyberangriffe und elektromagnetische Effekte.