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MTU Aero Engines mit profitablem Wachstum im ersten Quartal 2019

  • Umsatz- und Ergebnisanstieg
  • Geschäftsaussichten unverändert positiv

München, 30. April 2019 – Die MTU Aero Engines AG hat im ersten Quartal 2019 ihren Umsatz um 11 % von 1.016,4 Mio. € auf 1.131,2 Mio. € gesteigert. Das operative Ergebnis übertraf den Vergleichswert um 7 % und erreichte 187,6 Mio. € (1-3/2018: 175,1 Mio. €). Die bereinigte Ergebnismarge lag bei 16,6 % (1-3/2018: 17,2 %). Analog zum bereinigten EBIT stieg der Gewinn nach Steuern um 8 % von 123,3 Mio. € auf 133,5 Mio. €.
 
„Diese Ergebnisse bestätigen uns in unseren Annahmen für die Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. „Wir gehen unverändert von anhaltend profitablem Wachstum in allen Geschäftsbereichen aus.“
 
Das größte Umsatzplus erzielte die MTU im ersten Quartal im zivilen Triebwerksgeschäft. Hier stieg der Umsatz um 21 % von 318,7 Mio. € auf 385,6 Mio. €. Das V2500 für die klassische A320-Familie und das PW1100G-JM für die A320neo sowie das GEnx, das die Boeing-Modelle 787 und 747-8 antreibt, hatten die größten Anteile am Umsatz des Geschäftssegments.
 
In der zivilen Instandhaltung lag das Umsatzplus bei 6 %; der Umsatz erreichte 655,1 Mio. € (1-3/2018: 618,2 Mio. €). „Auf den Umsatzwert dämpfend wirken Änderungen in der Beauftragung und Abrechnung von V2500-Instandhaltungsdienstleistungen“, ergänzte Finanzvorstand Peter Kameritsch. „Dass die Nachfrage unvermindert ist, zeigt der organische Zuwachs in der zivilen MRO, der im ersten Quartal etwa neun Prozent erreichte.“ Hauptumsatzträger in der zivilen Instandhaltung war das V2500.
 
Der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts nahm im ersten Quartal um 15 % auf 105,1 Mio. € zu (1-3/2018: 91,3 Mio. €). Wichtigster Umsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200.
 
Der Auftragsbestand der MTU erreichte am Quartalsende mit 18,5 Mrd. € Ende März einen neuen Höchststand (31.12.2018: 17,6 Mrd. €). „Das bedeutet rechnerisch eine Auslastung von fast vier Jahren und belegt die gute Marktposition der MTU“, so Winkler. Die meisten Aufträge entfielen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM für die A320neo.
 
Den höchsten prozentualen Ergebniszuwachs verzeichnete die MTU im ersten Quartal in der zivilen Instandhaltung: Hier legte das bereinigte EBIT um 10 % auf 56,8 Mio. € zu (1-3/2018: 51,5 Mio. €). Die EBIT-Marge stieg von 8,3 % im ersten Quartal 2018 auf 8,7 Prozent im gleichen Zeitraum 2019.
Im OEM-Geschäft hat die MTU ihr Quartalsergebnis um 6 % von 123,4 Mio. € auf 130,5 Mio. € gesteigert. Die Ergebnismarge erreichte 26,6 % nach 30,1 % im Vergleichszeitraum. „Darin spiegelt sich insbesondere der Hochlauf des Getriebefans wider“, sagte Kameritsch.
 
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind im ersten Quartal um 9 % auf 58,0 Mio. € gestiegen (1-3/2018: 53,1 Mio. €). Im Fokus der F&E-Aktivitäten standen die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung, das GE9X für das Langstreckenflugzeug Boeing 777X sowie Technologiestudien für zukünftige Antriebsgenerationen und die Digitalisierung im Triebwerksbau.
 
Der Free Cashflow legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 70 % zu und erreichte 141,4 Mio. € (1-3/2018: 83,3 Mio. €).
 
Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im ersten Quartal auf 37,4 Mio. € (1-3/2018: 34,5 Mio. €).
 
Bei der MTU waren am Quartalsende 9.942 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2018: 9.731 Mitarbeiter). Neueinstellungen gab es vor allem am Hauptstandort in München, bei der MTU Aero Engines Polska sowie an den Instandhaltungsstandorten Hannover und Ludwigsfelde.
 
Die MTU bestätigt ihre positiven Geschäftsaussichten für das Jahr 2019. Das Unternehmen rechnet mit rund 4,7 Mrd. € Umsatz (2018: 4,6 Mrd. €) bei einer organischen Zunahme des zivilen Seriengeschäfts im niedrigen Zehner-Prozentbereich, einem Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich im zivilen Ersatzteilgeschäft, einem Umsatzanstieg von rund 10 % im Militärgeschäft und einem organischen Wachstum der zivilen Instandhaltung um einen hohen einstelligen Prozentsatz. Die bereinigte EBIT-Marge wird 2019 bei etwa 15,5 % erwartet (2018: 14,7 %). Das operative Ergebnis und der bereinigte Gewinn nach Steuern dürften gleichermaßen zunehmen (EBIT bereinigt, 2018: 671,4 Mio. €; Net Income bereinigt, 2018: 479,1 Mio. €). Die Cash Conversion Rate, die als das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern definiert ist, soll 2019 zwischen 55 und 65 % liegen (2018: 42 %); im Februar war die Zielspanne mit 50 bis 60 % angegeben worden. „Die Anpassung der Cash Conversion Rate ist allein durch die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 bedingt“, sagte Kameritsch. IFRS 16 modifiziert die Abbildung des operativen Leasinggeschäfts. Das betrifft im Wesentlichen das Triebwerksleasing-Geschäft der MTU und dürfte den Free Cashflow 2019 um etwa 30 Mio. € entlasten, während der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belastet wird. Kameritsch weiter: „Das wirkt sich quantitativ auf die Cash Conversion Rate aus. Qualitativ bleibt unsere Prognose unverändert.“  
 
 
MTU Aero Engines – Eckdaten 1. Quartal 2019
(Beträge in Mio. €)

MTU Aero Engines                                              

per März 2018                 

 

per März 2019             

Veränderung

Umsatz

1.016,4

1.131,2

+ 11,3 %

   davon OEM-Geschäft

410,0

490,7

+ 19,7 %

          davon ziviles Triebwerksgeschäft

318,7

385,6

+ 21,0 %

          davon milit. Triebwerksgeschäft

91,3

105,1

+ 15,1 %

   davon zivile Instandhaltung

618,2

655,1

+ 6,0 %

EBIT (bereinigt)

175,1

187,6

+ 7,1 %

   davon OEM-Geschäft

123,4

130,5

+ 5,8 %

   davon zivile Instandhaltung

51,5

56,8

+ 10,3 %

EBIT-Marge (bereinigt)

17,2 %

16,6 %

 

   im OEM-Geschäft

30,1 %

26,6 %

 

   in der zivilen Instandhaltung

8,3 %

8,7 %

 

Net Income (bereinigt)

123,3

133,5

+ 8,3 %

Net Income (reported)

106,2

126,5

+ 19,1 %

Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported)

2,04

2,42

+ 18,6 %

Free Cashflow

83,3

141,4

+ 69,7 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

53,1

58,0

+ 9,2 %

   davon eigenfinanzierte F&E

47,3

52,0

+ 9,9 %

   davon fremdfinanzierte F&E

5,8

6,0

+ 3,4 %

eigenfinanzierter F&E-Aufwand gemäß GuV

13,3

17,1

+ 28,6 %

Investitionen in Sachanlagen (netto)

34,5

37,4

+ 8,4 %

 

 

 

31. Dez. 2018

31. März 2019

Veränderung

Bilanz-Kennzahlen

 

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

1.072,7

1.081,7

+ 0,8 %

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

99,0

207,7

+ 109,8 %

Rückstellungen für Pensionen

879,0

881,2

+ 0,3 %

Eigenkapital

2.144,2

2.261,4

+ 5,5 %

Netto-Finanzverschuldung

854,0

875,1

+ 2,5 %

Bilanzsumme

6.850,8

7.319,0

+ 6,8 %

 

 

 

 

Auftragsbestand

17.572,8

18.490,5

+ 5,2 %

 

 

 

   

Mitarbeiter

9.731

9.942

+ 2,2 %

 

Über die MTU Aero Engines

Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.

 

Kontakt

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Vice President Investor Relations
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Matthias Spies
Senior Manager Investor Relations
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