Duales Studium

Tätigkeit in der Lehrwerkstatt

Jeder Duale Student verbringt zu Beginn seines Studiums 8 Wochen in der Lehrwerkstatt. Studierende der Hochschule München absolvieren dies als Vorpraktikum von Juni-Juli, die Dualen Studenten der DHBW in den Monaten Oktober-November. In dieser Zeit werden den Studenten grundlegende manuelle und maschinelle Fertigkeiten vermittelt. Am Ende darf jeder Student "sein" selbst gefertigtes Modell des Triebwerks PW1100G-JM mit nach Hause nehmen!

    • Feilen

    Jedes Bauteil muss auch entgratet werden, das heißt überstehendes Material muss entfernt werden. Das geschieht durch eine Feile, mit deren Hilfe Material an der Kante des Werkstücks abgetragen wird. In der Ausbildung lernt man auch noch andere Praktiken des Feilens.

    • Fräsen

    Ein wichtiger Bestandteil ist das Arbeiten an einer Fräsmaschine nach einer kurzen Einweisung. Dabei dreht sich ein auswechselbarer Fräser und nimmt so Material vom Werkstück ab. Das Werkstück kann nach oben, unten, vorne, hinten sowie nach links und rechts verfahren werden. Mit Hilfe dieser Arbeitsschritte wurde zum Beispiel diese Bodenplatte für das Modell angefertigt.

    • Drehen

    Anders ist der Vorgang beim Drehen. Beim Drehen dreht sich das Werkstück selbst um die eigene Achse und das Material wird mit einem auswechselbaren Drehmeißel abgenommen. An einer Drehbank können zudem Bohrungen in Axialrichtung durchgeführt werden. Mit Hilfe dieser Arbeitsweise wurde auch dieses Triebwerksgehäuse gefertigt.

    • Bohren

    Ähnlich wie im normalen Hausgebrauch wird auch in der Lehrwerkstatt gebohrt. Dort jedoch passiert das an großen Säulenbohrmaschinen und mit verschieden großen Bohraufsätzen. So wurden auch die Löcher in diesem Triebwerksfan angefertigt.

    • Biegen

    Nach dem Ausstanzen sind Bleche für gewöhnlich gerade. Um die für Triebwerksschaufeln charakteristische Form zu erhalten, muss das Blech noch gebogen werden, was mit einer speziellen Vorrichtung geschieht. Anschließend können die fertigen Schaufeln montiert werden

  • Am Ende dieser und weiterer Arbeitsschritte steht das fertige Produkt. In diesem Fall ein Modell des PW1100G-JM Triebwerks. Das „echte“ PW1000G treibt übrigens den neuen Airbus A320neo an.