Mit dem Auftakt für das neue europäische Kampfflugzeug hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Doch die Zeit drängt: Von den ersten Studien bis zur Inbetriebnahme dauert die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs etwa 20 Jahre. Deshalb sind schon heute richtungsweisende politische Entscheidungen notwendig.

Im Rahmen einer nationalen Studie des Bundesministeriums der Verteidigung ist die MTU bereits heute mit der Definition des Triebwerks befasst. Darüber hinaus strebt die MTU eine deutsch-französische Partnerschaft für dieses zukunftsweisende Triebwerksvorhaben an. Um die 2016 – und damit noch vor der politischen Entscheidung für die gemeinschaftliche Entwicklung des neuen Kampfjets – begonnenen Technologieentwicklungen rechtzeitig zwischen 2024 und 2026 abschließen zu können, sind in den kommenden Jahren verstärkte Anstrengungen aller Beteiligten in Politik und Industrie notwendig. Diese zeitnahe intensive Vorbereitung ist die Grundvoraussetzung um bis zum Jahr 2031 die Auslegung, Materialbeschaffung, Montage und Abwicklung sowie die Tests zur Triebwerkszulassung zu erreichen. Von 2031 bis 2040 könnten die Prototypen der Kampfflugzeuge fliegen und die militärische Zulassung erfolgen. Ab 2040 wäre dann die Auslieferung denkbar.