Ein starkes Kampfflugzeug braucht einen starken Antrieb. Dazu zählen klassische Triebwerksparameter wie Robustheit und Zuverlässigkeit oder ein verbessertes Schub-Gewichtsverhältnis. Geringe Entwicklungs- und Herstellkosten, eine effiziente Instandhaltung sowie lange und planbare Wartungsintervalle sind weitere Eckpunkte. Das digitale Umfeld der Zukunft stellt zusätzliche hohe Anforderungen, etwa an die Integration der Radarsignatur-Aspekte und die elektrische Leistungsentnahme.

Um diese Optimierungen zu erreichen, ist eine fundierte technologische Vorbereitung unabdingbar. Es braucht fortschrittliche Auslegungswerkzeuge, Simulationsverfahren und integrierte interdisziplinäre Systemauslegungen. Auch das Triebwerkskonzept an sich lässt sich entscheidend optimieren, etwa durch ein Triebwerk mit einem variablen Kreisprozess (Variable Cycle Engine, VCE). Dieser revolutionäre Technologieschritt reduziert zum Beispiel den Verbrauch deutlich und erhöht damit die Missionsflexibilität entscheidend.

Ein solches Triebwerk erfordert aber auch spezielle Eigenschaften bei den Komponenten und bei der Regelung: Einen variablen Verdichter, eine variable Turbine, eine variable Düse und eine variable Strömungsführung. Dabei ist der Einsatz intelligenter Triebwerkstechnologie entscheidend: Sie muss exakt auf den Nutzen des Waffensystems ausgerichtet sein.