Pressearchiv 2009

MTU Aero Engines beteiligt sich an Technologieprogramm Clean Sky

• Getriebefan als Basis noch wirtschaftlicherer Luftfahrtantriebe
• EU-Kommission übernimmt die Hälfte der Kosten

München, 30. Januar 2009 – Um Flugzeuge noch umweltfreundlicher zu machen, legt die Europäische Kommission eines der größten Technologieprogramme Europas auf: Im Rahmen von Clean Sky erforschen 86 Partner aus 16 Ländern neue Technologien. Gearbeitet wird in sechs Segmenten – Finanzrahmen: 1,6 Milliarden Euro. Mit von der Partie ist die MTU Aero Engines. Deutschlands führender Triebwerkshersteller beteiligt sich mit einem eigenen Demonstrator. Die Verträge wurden jetzt unterschrieben.

Dr. Rainer Martens, Vorstand Technik der MTU, erklärte: „Clean Sky ist ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luft- und Raumfahrt-Industrie. Je mehr Geld wir zur Verfügung haben, desto schneller können wir unsere Ideen umsetzen und auf den Markt bringen.“

Die MTU modifiziert im Rahmen von Clean Sky einen bestehenden Getriebefan; optimiert werden in erster Linie die schnelllaufende Niederdruckturbine und der Hochdruckverdichter. Das Unternehmen investiert über 20 Millionen Euro, die gleiche Summe steuert die EU bei. Mit knapp 30 Millionen Euro beteiligen sich zusätzlich die italienische Avio, Schwedens Volvo Aero sowie weitere Partner, die im Laufe des Projekts noch ausgewählt werden sollen. Der Demonstrator soll im Jahr 2012 erstmals laufen. Ziel ist es, Komponententechnologien für die Antriebe zukünftiger Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge von Airbus und Boeing zu verifizieren, die extrem sparsam und leise sind.


Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines ist weltweit eine feste Größe und feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Firmenjubiläum. Offizielle Rechtsvorgängerin des Unternehmens ist die BMW Flugmotorenbau GmbH, die 1934 in München gegründet wurde. Mit einem Umsatz in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro und weltweit etwa 7.100 Mitarbeitern ist die MTU Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Technologisch nimmt sie in der Branche einen Spitzenplatz ein: Sie ist national und international an einer Vielzahl von Technologieprogrammen beteiligt und leistet immer wieder Schrittmacherdienste bei der Bereitstellung zukunftsweisender Technologien. Unangefochten die Nummer Eins ist sie bei Niederdruckturbinen und Hochdruckverdichtern, Herstell- und Reparaturverfahren.