Pressearchiv 2018

Die MTU Maintenance verzeichnet 2017 das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte

• Vertragsabschlüsse in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar
• Mehr als 1.000 Shop Visits an den verschiedenen Standorten

Langenhagen, 15. März 2018 – Das Jahr 2017 war das erfolgreichste in der über 36-jährigen Geschichte der MTU Maintenance. Die Instandhaltungssparte der MTU Aero Engines AG verbuchte Aufträge im Wert von über 3,7 Milliarden Dollar, das sind ganze 1,5 Milliarden Dollar mehr als im Jahr 2016. „Im vergangenen Jahr wurden rund 270 Verträge abgeschlossen“, berichtet Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines. „Davon entfielen 47 auf Neu- oder Bestandskunden, die bislang noch nicht von uns instand gehaltene Triebwerkstypen an unsere MRO-Standorte schickten. Wir freuen uns sehr über das neu gewonnene und anhaltende Vertrauen, das unsere Kunden uns als Triebwerksexperten entgegenbringen. Es ist ein klares Signal aus dem Markt, dass wir mit unserem Angebot an kreativen und flexiblen Lösungen genau richtig liegen.“

Hohe Auslastung, mehr Kapazität

Neben den wichtigen Vertragsabschlüssen führten die Maintenance-Standorte der MTU allein im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Shop Visits durch. Insgesamt hat die MTU Maintenance seit ihren Anfängen damit weit über 18.000 Antriebe instand gehalten. Davon entfielen über 300 Shop Visits auf die V2500-Triebwerksfamilie, mehr als jemals zuvor, und 125 Shop Visits auf die CF34-Familie, ebenfalls ein Rekord für das Unternehmen. Weitere Highlights verzeichneten die MTU Maintenance Hannover, die erst kürzlich die Marke von 8.000 Shop Visits knacken konnte, sowie die MTU Maintenance Canada, die die Instandhaltung der V2500-Baureihe neu ins Programm aufgenommen hat.

Vor dem Hintergrund des hohen Auftragseingangs in den Shops der MTU Maintenance und des weltweiten Wachstumstrends in der Triebwerksinstandhaltung baut die MTU ihre Kapazitäten aus und stellt an allen Standorten neue Mitarbeiter ein. „Wir werden insbesondere weiter in unseren Shop in China investieren“, sagt Schreyögg. „Momentan haben wir dort Kapazität für 300 Shop Visits jährlich – dieses Volumen soll in den kommenden Jahren nochmals um weitere 50 Prozent erhöht werden, um mit dem inländischen Marktwachstum Schritt zu halten. Schneller als dort entwickelt sich der Markt nirgendwo sonst auf der Welt. Außerdem wollen wir an unserem chinesischen Standort zu gegebener Zeit neue Programme aufnehmen können.“

Darüber hinaus gaben die MTU und Lufthansa Technik im Dezember die Gründung ihres Joint Ventures mit dem Namen Engine Maintenance Europe, kurz EME Aero, bekannt. Nach den derzeitigen Plänen wird das Werk im Jahr 2020 seinen Betrieb aufnehmen und eine Kapazität von über 400 Shop Visits pro Jahr haben. Bei der EME Aero sollen die Getriebefans der PW1000G-Serie instandgehalten werden. Die Shop Visits werden über das OEM-Netzwerk beauftragt.

In verschiedenen Nischen erfolgreich

Auch die MTU Maintenance Lease Services B.V. mit Sitz in Amsterdam hat 2017 Rekorde gebrochen. Das junge und erfolgreiche Start-up-Unternehmen konnte den Umsatz gegenüber 2016 auf das Zweifache steigern, über 60 neue Leasing- und Asset-Management-Kunden gewinnen und den Triebwerkspool an Leasingtriebwerken nahezu verdoppeln. Im Jahr 2018 will sich das Unternehmen auf technische Asset-Management-Dienstleistungen für Triebwerke sowie flexible MRO- und Asset-Management-Lösungen für Eigentümer und Betreiber konzentrieren.

Für die Airfoil Services (ASSB), ein Joint Venture der MTU Maintenance und Lufthansa Technik, war 2017 ebenfalls ein erfolgreiches Jahr. Das Reparaturvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 35 Prozent. Das Wachstum war auf die starke Nachfrage nach CFM56-Schaufelreparaturen und den anhaltend hohen Bedarf an V2500-Schaufelreparaturen zurückzuführen. Darüber hinaus hat ASSB im vergangenen Jahr mit der Reparatur von Niederdruckturbinen- und Hochdruckverdichterschaufeln für GP7000-Triebwerke begonnen und liefert als einziger Anbieter diese Leistung für diese Bauteile. Die Joint-Venture-Partner MTU und LHT sorgen für eine gute Grundauslastung des Betriebs, während sich der Drittgeschäftsanteil auf 36 Prozent beläuft.

Die zivile Triebwerksinstandhaltung verzeichnete im Jahr 2017 mit einem Umsatzplus von 19 Prozent auf 2.285,3 Millionen Euro (2016: 1.914,4 Millionen Euro) das höchste Umsatzwachstum innerhalb der MTU Aero Engines AG. Die Umsatzprognose des Unternehmens für die zivile Triebwerksinstandhaltung (MRO-Geschäft, in US-Dollar) sieht für 2018 eine Wachstumsrate im hohen Zehn-Prozent-Bereich.

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.