Pressearchiv 2018

Erste Embraer E190-E2 ausgeliefert: MTU Aero Engines mit GTF-Technologien an Bord

München, 5. April 2018 – Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat den ersten E-Jet E190-E2 ausgeliefert. Erstkunde ist die norwegische Regionalfluggesellschaft Widerøe. Mit an Bord ist die MTU Aero Engines: Sie ist am PW1900G-Getriebefan mit einem Programmanteil von 17 Prozent beteiligt und steuert das bei, was sie am besten kann - die einzigartige schnelllaufende Niederdruckturbine sowie die ersten vier Stufen des Hochdruckverdichters.

Das PW1900G gehört zur kerosinsparenden und lärmreduzierten PurePower® PW1000G-Familie, die Pratt & Whitney und die MTU gemeinsam realisieren. Es baut auf dem PW1500G auf, das seit 2016 mit der C Series von Bombardier im Liniendienst steht. „Die Serieneinführung der Embraer E2-Jet-Generation ist für die MTU ein großer Erfolg“, kommentiert MTU-Programmvorstand Michael Schreyögg: „Zusammen mit dem Getriebefan für die Bombardier C Series, den zukünftigen MRJ-Fliegern sowie unserem MRO-Programm CF34 decken wir jetzt die gesamte Regionalflugzeugflotte mit unseren Produkten ab.“

Für Widerøe beginnt mit dem E-Jet eine neue Ära, denn bisher bestand die Flotte aus Turboprop-Maschinen des Typs Dash-8. Die Airline hat drei E2-Exemplare bestellt - mit der Option auf Erhöhung um bis zu zwölf Maschinen. Bei der E190-E2 soll es nicht bleiben: Eine verlängerte Version mit der Bezeichnung E195-E2 soll folgen. 2021 will man die Flotte zudem durch eine verkürzte Version, die E175-E2, verstärken. Die E175-E2 wird mit dem Getriebefan PW1700G ausgerüstet, an dem die MTU ebenfalls beteiligt ist.


Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2017 haben rund 10.000 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund fünf Milliarden Euro erwirtschaftet.

Martina Vollmuth
Pressesprecherin Technologie
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