Pressearchiv 2018

MTU Aero Engines startet mit Umsatz- und Ergebnisplus ins Jahr 2018

• Jahresziele bestätigt

München, 3. Mai 2018 – Die MTU Aero Engines AG hat im ersten Quartal 2018 einen Umsatz von 1.016,4 Mio. € erwirtschaftet, 5 % mehr als im Vergleichszeitraum (1-3/2017: 971,9 Mio. €). Das operative Ergebnis1 stieg um 11 % von 157,9 Mio. € auf 175,1 Mio. €. Damit erhöhte sich die Ergebnismarge von 16,2 % auf 17,2 %. Der Gewinn nach Steuern2 nahm analog zum operativen Ergebnis um 10 % zu und erreichte 123,3 Mio. € nach 111,7 Mio. € im ersten Quartal 2017. Die Geschäftszahlen der MTU wurden im ersten Quartal 2018 erstmals nach dem Rechnungslegungsstandard IFRS 15 aufgestellt.

„Damit ist uns ein erfolgreicher Jahresauftakt gelungen“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. „Mit diesen Ergebnissen halten wir Kurs auf unsere Jahresziele, die wir
heute bestätigen.“

Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete die MTU im ersten Quartal im zivilen Triebwerksgeschäft: Hier stieg der Umsatz um 11 % auf 335,9 Mio. € (1-3/2017: 303,9 Mio. €). Die größten Umsatzanteile entfielen auf den A320-Antrieb V2500 sowie das GEnx für die Boeing 787 und 747-8.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung nahm um 5 % auf 618,2 Mio. € zu (1-3/2017: 588,4 Mio. €). „In den Umsatzzahlen spiegeln sich Wechselkurseffekte wider“, ergänzte Finanzvorstand Peter Kameritsch. „Auf Dollar-Basis hat der Umsatz der zivilen Instandhaltung um 20 % zugelegt. Das belegt die anhaltend starke Nachfrage nach MRO-Dienstleistungen.“ Wichtigster Umsatzträger in der zivilen Instandhaltung war das V2500.

Mit 91,3 Mio. € lag der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts im ersten Quartal um 10 %
unter dem Vergleichswert (1-3/2017: 101,0 Mio. €). Hauptumsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200. „Für das Gesamtjahr gehen wir nach wie vor von einem stabilen Umsatz im Militärgeschäft aus“, sagte Kameritsch.

Zu den Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 erläuterte Kameritsch: „Besonders deutlich zeigt sich IFRS 15 im Umsatz des OEM-Geschäfts. Hier wirkt sich im zivilen Bereich insbesondere die Bilanzierung von Zahlungen an Kunden aus – zum Beispiel für Konzessionen. Im Militärgeschäft betreffen die Änderungen vor allem den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung.“ In der zivilen Instandhaltung führt die Erstanwendung von IFRS 15 zu keinen wesentlichen Änderungen. Der Regelungsinhalt und insbesondere die Auswirkungen von IFRS 15 auf die MTU-Finanzberichterstattung sind im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 174 bis 176 dargestellt. Die Erstanwendung von IFRS 15 erfolgt bei der MTU vollständig retrospektiv – entsprechend sind die Angaben zum Vorjahr vergleichbar gerechnet.

Der Auftragsbestand der MTU erreichte mit 15,3 Mrd. € Ende März einen neuen Höchststand (31.12.2017: 14,9 Mrd. €). Die meisten Aufträge entfielen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM für die A320neo. „Die jüngsten Großbestellungen – ich denke hier zum Beispiel an die GTF-Bestellung von Delta Air Lines für 100 A321neo-Flugzeuge – sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten“, ergänzte Winkler.

Im OEM-Geschäft hat die MTU ihr Quartalsergebnis um 17 % auf 123,4 Mio. € gesteigert (1-3/2017: 105,3 Mio. €). Die Ergebnismarge stieg um 2,9 Prozentpunkte von 26,0 % auf 28,9 %. „Die Verbesserung der Marge ist zum einen auf den Business-Mix zurückzuführen, zum anderen federn wir mit unseren Kurssicherungsmaßnahmen Wechselkursauswirkungen größtenteils ab“, erläuterte Kameritsch. In der zivilen Instandhaltung blieb das Ergebnis mit 51,5 Mio. € (1-3/2017: 52,1 Mio. €) stabil. Die EBIT-Marge lag bei 8,3 % nach 8,9 % im ersten Quartal 2017.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im ersten Quartal 2018 auf 53,1 Mio. €; im Vergleichszeitraum waren es 56,1 Mio. €. Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten bildeten die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung, das GE9X für das Langstreckenflugzeug Boeing 777X sowie Technologiestudien für zukünftige Antriebsgenerationen.

Der Free Cashflow erreichte am Quartalsende ein Plus von 37 % auf 83,3 Mio. € (1-3/2017: 61,0 Mio. €).

In Sachanlagen hat die MTU im ersten Quartal 34,5 Mio. € investiert nach 18,9 Mio. € in den ersten drei Monaten 2017.

Die MTU zählte am Quartalsende 9.036 Mitarbeiter (31. Dezember 2017: 8.846 Mitarbeiter). „Um unser Wachstum bewältigen zu können, brauchen wir mehr Personal. Wir wollen 2018 rund 500 Mitarbeiter neu einstellen und damit Kapazitäten aufbauen“, so Winkler.

Ihre Prognose für das Gesamtjahr 2018 behält die MTU bei. Mit einem organischen Wachstum von rund 30 % dürfte das zivile Seriengeschäft 2018 am stärksten zunehmen. Einen Anstieg erwartet die MTU auch im zivilen MRO- und im Ersatzteilgeschäft: In der zivilen Instandhaltung dürfte das Umsatzplus in US-Dollar im hohen Zehner-Prozentbereich liegen, im Ersatzteilgeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz des Militärgeschäfts wird auf dem Niveau von 2017 erwartet. Die MTU stellt trotz des enormen Anstiegs des ertragsschwachen Seriengeschäfts einen moderaten Ergebnisanstieg in Aussicht (EBIT bereinigt, 2017: 576,4 Mio. €). Der Gewinn nach Steuern dürfte analog zum bereinigten EBIT zunehmen (Net Income bereinigt, 2017: 407,7 Mio. €). Die Cash Conversion Rate, die das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern ausdrückt, soll 2018 einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentsatz erreichen und damit etwas höher ausfallen als 2017 (37 %).

MTU Aero Engines – Eckdaten 1. Quartal 2018
(Beträge in Mio. €, bereinigt, Rechnungslegung erstmals nach IFRS 15)

MTU Aero Engines

 

per März 2017

 

per März 2018

Veränderung

Umsatz

971,9

1.016,4

+ 4,6 %

   davon OEM-Geschäft

404,9

427,2

+ 5,5 %

          davon ziviles Triebwerksgeschäft

303,9

335,9

+ 10,6 %

          davon milit. Triebwerksgeschäft

101,0

91,3

- 9,7 %

   davon zivile Instandhaltung

588,4

618,2

+ 5,1 %

EBIT (bereinigt)

157,9

175,1

+ 10,9 %

   davon OEM-Geschäft

105,3

123,4

+ 17,2 %

   davon zivile Instandhaltung

52,1

51,5

- 1,2 %

EBIT-Marge (bereinigt)

16,2 %

17,2 %

 

   im OEM-Geschäft

26,0 %

28,9 %

 

   in der zivilen Instandhaltung

8,9 %

8,3 %

 

Net Income (bereinigt)

111,7

123,3

+ 10,4 %

Net Income (reported)

105,0

106,2

+ 1,1 %

Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported)

2,03

2,04

+ 0,5 %

Free Cashflow

61,0

83,3

+ 36,6 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

56,1

53,1

- 5,3 %

   davon eigenfinanzierte F&E

44,9

47,3

+ 5,3 %

   davon fremdfinanzierte F&E

11,2

5,8

- 48,2 %

eigenfinanzierter F&E-Aufwand gemäß GuV

9,8

13,3

+ 35,7 %

Investitionen in Sachanlagen (netto)

18,9

34,5

+ 82,5 %

 

 

 

31. Dez. 2017

31. März 2018

Veränderung

Bilanz-Kennzahlen

 

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

1.079,0

1.087,9

+ 0,8 %

Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente

106,1

77,7

- 26,8 %

Rückstellungen für Pensionen

870,7

872,9

+ 0,3 %

Eigenkapital

1.870,1

1.981,0

+ 5,9 %

Netto-Finanzverschuldung

827,0

747,8

- 9,6 %

Bilanzsumme

6.004,1

6.108,3

+ 1,7 %

 

 

 

 

Auftragsbestand

14.893,0

15.271,5

+ 2,5 %

 

 

 

  

Mitarbeiter

8.846

9.036

+ 2,1 %

1 EBIT adjusted = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, bereinigt

2 Net Income adjusted = Ergebnis nach Ertragsteuern, bereinigt


Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Repa-raturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.


Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.


Eckhard Zanger
Leiter Unternehmenskommunikation und Public Affairs
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Eva Simon
Pressesprecherin Finanzen
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