Pressearchiv 2018

Neun-Monats-Ergebnis 2018: MTU Aero Engines erhöht Prognose

• Neues Umsatzziel bei 4,4 Mrd. €
• Operatives Ergebnis soll etwa 660 Mio. € erreichen, Gewinn rund 470 Mio. €

München, 25. Oktober 2018 – Die MTU Aero Engines AG hat in den ersten neun Monaten 2018 ein Umsatzplus von 14 % auf 3.318,7 Mio. € erwirtschaftet (1-9/2017: 2.900,8 Mio. €). Das Unternehmen verbesserte das operative Ergebnis1 um 16 % von 439,9 Mio. € auf 508,9 Mio. €. Die Ergebnismarge erreichte 15,3 % (1-9/2017: 15,2 %). Der Gewinn nach Steuern2 legte um 16 % auf 362,8 Mio. € zu
(1-9/2017: 312,8 Mio. €).

„Die MTU hat weiter Rückenwind – sowohl im OEM- als auch im MRO-Bereich“, resümierte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines. „Vor allem das Aftermarket-Geschäft hat mit den Ersatzteilen und der zivilen Instandhaltung unsere Erwartungen erneut übertroffen. Das wirkt sich positiv auf unseren Ausblick für das Gesamtjahr aus, den wir heute anheben.“ Aufgrund des starken Aftermarket-Geschäfts und wechselkursbedingt dürfte der Konzernumsatz 2018 rund 4,4 Mrd. € erreichen. Bisher war die MTU von etwa 4,2 Mrd. € Umsatz ausgegangen (Umsatz 2017: 3,9 Mrd. €). Erhöht wird auch die Prognose für das bereinigte Ergebnis – von rund 640 Mio. € auf rund 660 Mio. € (bereinigtes EBIT 2017: 572,5 Mio. €). Den bereinigten Gewinn nach Steuern, dessen bisheriger Zielwert bei rund 450 Mio. € lag, erwartet die MTU 2018 bei rund 470 Mio. € (Net Income bereinigt, 2017: 404,9 Mio. €). Der Ausblick für die Cash Conversion Rate, also das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern, bleibt unverändert bei 40 bis 50 %.

In den ersten neun Monaten 2018 erzielte das zivile Triebwerksgeschäft mit 28 % das höchste Umsatzplus: Hier stieg der Umsatz von 943,1 Mio. € auf 1.203,7 Mio. €. Die wichtigsten Umsatzträger waren das V2500 für die klassische A320-Familie und das PW1100G-JM für die A320neo sowie das GEnx, das in den Boeing-Modellen 787 und 747-8 zum Einsatz kommt.

In der zivilen Instandhaltung hat der Umsatz um 17 % von 1.727,5 Mio. € auf 2.019,7 Mio. € zu-genommen. Die höchsten Umsatzanteile entfielen auf das V2500 und den Geschäftsreise- und Regionalflugzeugantrieb CF34. „Immer wichtiger wird auch der Bereich Triebwerksleasing und Asset Management, den wir kontinuierlich um neue Dienstleistungen ergänzen“, sagte CFO Peter Kameritsch. Dem steigenden Instandhaltungsbedarf der Zukunft begegnet die MTU mit dem Ausbau ihres MRO-Netzwerks: „Ende September haben wir gemeinsam mit der Lufthansa Technik den Grundstein für den Getriebefan-Instandhaltungsstandort EME Aero in Polen gelegt“, so Winkler.

Der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäft ist mit 303,1 Mio. € stabil geblieben (1-9/2017: 305,2 Mio. €). Hauptumsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200.

Der Auftragsbestand erreichte am Quartalsende 15,3 Mrd. €; am Jahresende 2017 waren es 14,9 Mrd. €. Die meisten Aufträge entfielen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, allen voran das PW1100G-JM für die A320neo.

Ihr Ergebnis hat die MTU in den ersten neun Monaten im OEM- und im MRO-Geschäft gleichermaßen verbessert: Das operative Ergebnis des OEM-Geschäfts legte um 16 % auf 340,7 Mio. € zu (1-9/2017: 292,6 Mio. €). Die EBIT-Marge erreichte 22,6 % nach 23,4 % im gleichen Vorjahreszeitraum. „In der Margenentwicklung spiegeln sich die steigenden Getriebefan-Auslieferungen wider“, ergänzte
Kameritsch. Die zivile Instandhaltung erzielte ein Ergebnisplus von 14 % auf 167,9 Mio. € (1-9/2017: 146,8 Mio. €) und eine Ergebnismarge von 8,3 % (1-9/2017: 8,5 %).

In den ersten neun Monaten 2018 sind 147,7 Mio. € in Forschung und Entwicklung geflossen
(1-9/2017: 162,4 Mio. €). Die Schwerpunkte der F&E-Tätigkeit bildeten die Getriebefan-Programme und ihre Weiterentwicklung, das GE9X für das Langstreckenflugzeug Boeing 777X sowie Technologiestudien und F&E-Arbeiten für zukünftige Antriebsgenerationen.

Der Free Cashflow lag mit 163,3 Mio. € um 37 % über dem Vergleichswert (1-9/2017: 119,1 Mio. €).

In Sachanlagen hat die MTU in den ersten neun Monaten 134,0 Mio. € investiert. Im gleichen Zeitraum 2017 waren es 82,0 Mio. €.

Bei der MTU waren am Quartalsende 9.531 Mitarbeiter beschäftigt, 8 % mehr als Ende 2017 (31. Dezember 2017: 8.846 Mitarbeiter). Personell verstärkt wurden vor allem der Hauptstandort in München, die MTU Aero Engines Polska sowie die Instandhaltungsstandorte Hannover und Ludwigsfelde.

MTU Aero Engines – Eckdaten 3. Quartal 2018
(Beträge in Mio. €, bereinigt, Rechnungslegung erstmals nach IFRS15)

MTU Aero Engines

 

Q3 2017

Q3 2018

per Sept. 2017

 

per Sept. 2018

Veränderung

Umsatz

923,8

1.170,1

2.900,8

3.318,7

+ 14,4 %

   davon OEM-Geschäft

404,0

569,1

1.248,3

1.506,8

+ 20,7 %

          davon ziviles Triebwerksgeschäft

299,9

464,8

943,1

1.203,7

+ 27,6 %

          davon milit. Triebwerksgeschäft

104,1

104,3

305,2

303,1

- 0,7 %

   davon zivile Instandhaltung

546,5

731,2

1.727,5

2.019,7

+ 16,9 %

EBIT (bereinigt)

143,6

174,3

439,9

508,9

+ 15,7 %

   davon OEM-Geschäft

100,3

111,8

292,6

340,7

+ 16,4 %

   davon zivile Instandhaltung

43,1

62,4

146,8

167,9

+ 14,4 %

EBIT-Marge (bereinigt)

15,5 %

14,9 %

15,2 %

15,3 %

 

   im OEM-Geschäft

24,8 %

19,6 %

23,4 %

22,6 %

 

   in der zivilen Instandhaltung

7,9 %

8,5 %

8,5 %

8,3 %

 

Net Income (bereinigt)

102,7

125,8

312,8

362,8

+ 16,0 %

Net Income (reported)

90,0

118,3

290,1

336,8

+ 16,1 %

Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported)

1,73

2,25

5,60

6,44

+ 15,0 %

Free Cashflow

35,5

30,6

119,1

163,3

+ 37,1 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

51,7

48,5

162,4

147,7

- 9,1 %

   davon eigenfinanzierte F&E

45,3

44,6

136,1

131,9

- 3,1 %

   davon fremdfinanzierte F&E

6,4

3,9

26,3

15,8

- 39,9 %

eigenfinanzierter F&E-Aufwand gemäß GuV

11,5

16,2

32,6

42,6

+ 30,7 %

Investitionen in Sachanlagen (netto)

31,4

45,2

82,0

134,0

+ 63,4 %

 

 

 

 

 

31. Dez. 2017

30. Sept. 2018

Verände-rung

Bilanz-Kennzahlen

 

 

 

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

 

 

1.032,5

1.060,7

+ 2,7 %

Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente

 

 

106,1

61,2

- 42,3 %

Rückstellungen für Pensionen

 

 

870,7

891,1

+ 2,3 %

Eigenkapital

 

 

1.841,3

2.038,8

+ 10,7 %

Netto-Finanzverschuldung

 

 

827,0

792,7

- 4,1 %

Bilanzsumme

 

 

6.359,1

6.920,1

+ 8,8 %

 

 

 

 

 

  

Auftragsbestand

 

 

14.893,0

15.292,2

+ 2,7 %

 

 

 

 

 

  

Mitarbeiter

 

 

8.846

9.531

+ 7,7 %


1 EBIT adjusted = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, bereinigt

2 Net Income adjusted = Ergebnis nach Ertragsteuern, bereinigt


Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.


Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                            

Eckhard Zanger
Leiter Unternehmenskommunikation und Public Affairs
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Eva Simon
Pressesprecherin Finanzen
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