Faszinierendes Engineering in der Luftfahrt

Auch im digitalen Zeitalter werden reale Flugzeuge von realen Triebwerken in die Luft gebracht. Ihre Entwicklung jedoch verlagert sich immer stärker in die digitale Welt. Schon heute nutzen wir umfangreiche Simulationen über die komplette Prozesskette hinweg.
Damit lässt sich die Zeit von der Konzeption über die Entwicklung und Fertigung bis hin zur Markteinführung eines Triebwerkes entscheidend beschleunigen. Der Grund: Kostspielige und zeitintensive Versuchsträger sowie teure Validierungstests können teilweise entfallen. Stattdessen werden digitale Modelle erstellt und die Simulation immer weiter vorangetrieben.

Virtuelles Triebwerk

Mithilfe computergestützter Simulationsverfahren machen wir Triebwerke sparsamer, leiser und bringen sie zudem schneller auf den Markt. Wir entwickeln unsere Simulationsfähigkeiten in allen Disziplinen wie z.B. Aerodynamik, Strukturmechanik, Wärmetechnik, Werkstoffentwicklung, Fertigung, Montage sowie MRO ständig weiter. Interdisziplinäre Teams optimieren die entsprechenden Prozessketten. 

Durchgängiger, digitaler Geometrieprozess

Die geometrische Beschreibung von Bauteilen auf Basis mathematischer Algorithmen ist eine wettbewerbskritische Kompetenz der MTU. In Forschungsprojekten und in Zusammenarbeit mit Universitäten bauen wir diese stetig aus. Wir sind Technologieführer in CAD und CAE, um Triebwerksschaufeln optimal analytisch und fertigungstechnisch zu entwickeln. Zielsetzung ist die geometrische Durchgängigkeit der Konstruktionsmodelle bis in die Fertigung (Master-Model-Ansatz).

Digitaler Zwilling

Der digitale Zwilling eines realen Produkts (Bauteil, Modul, Triebwerk) beinhaltet alle digital vorliegenden Informationen über den gesamten Lebenszyklus von der Entwicklung über die Produktion bis in den Betrieb. Notwendige Voraussetzung für den Digitalen Zwilling ist ein durchgängiges Product Lifecycle Management (PLM). Hier ist es unser Ziel, die gesamte Prozesslandschaft durchgängig in einem modernen, leistungsfähigen Datenbackbone zu integrieren.

Werkstoff- und Fertigungssimulation

Simulationsverfahren unterstützen auch die Entwicklung von Werkstoffen und Herstellungsverfahren auf dem derzeit neuesten Stand der Wissenschaft. Dazu gehören bspw. die Optimierung der Werkstoffe, die Gestaltung der Bauteile, die Additive Fertigung, sowie die Auslegung und Optimierung stabiler wirtschaftlicher Fertigungsprozesse, Anlagen und Werkzeuge.

Simulation Additiver Fertigung
Simulation Additiver Fertigung
Simulation der Temperaturverteilung in einer zweistufigen Niederdruckturbine
Simulation von Turbulenzen in einer zweistufigen Niederdruckturbine
Hochdruckverdichter Versuchsrig (Rig 268) im Prüfstand