Technologie-Förderprogramme

Technologie-Förderprogramme

Die MTU ist in den wesentlichen Forschungsvorhaben auf nationaler und internationaler Ebene aktiv. Maßgeblich beteiligt ist sie am deutschen Luftfahrtforschungsprogramm (LuFo) sowie den EU-Forschungsprojekten Clean Sky, ENOVAL, LEMCOTEC und E-BREAK.

Deutsches Luftfahrtforschungsprogramm (LUfO)

Beim Luftfahrtforschungsprogramm (LuFo) der Deutschen Bundesregierung ist die MTU ein  industrieller Hauptpartner. Sie arbeitet mit Universitäten und Instituten zusammen und konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Technologien für Hochdruckverdichter und Niederdruckturbinen. LuFo-Fördergelder haben bereits bei der Entwicklung der erfolgreichen GTF-Technologien der MTU eine wesentliche Rolle gespielt und auch bei der Optimierung von Blisk-Fertigungsverfahren.

Europäisches Luftfahrtforschungsprogramm Clean Sky

Seine über 600 Partner machten Clean Sky 1 zum größten je gestarteten europäischen Luftfahrtforschungsprogramm. Schon in diesem ersten bis zum Jahr 2017 laufenden Programm gehörte die MTU zu den zentralen Akteuren: Sie verantwortete einen von fünf  Triebwerksdemonstratoren, in dessen Zuge insbesondere zukunftsweisende Verdichter- und Turbinentechnologien erarbeitet wurden.

Bei der Fortschreibung, dem bis zum Jahr 2024 laufenden Clean Sky 2 baute die MTU ihre Rolle sogar noch aus und agiert als eines der 16 Lead-Unternehmen (OEMs). Gearbeitet wird an zwei Demonstratoren, um Technologien für die nächste Generation von Getriebefan-Triebwerken zu entwickeln und zu testen. Die MTU konzentriert sich wiederum auf die Komponenten Verdichter und Turbine.

ENOVAL

ENOVAL (ENgine mOdule VALidators) startete im Jahr 2013 unter der Leitung der MTU. Insgesamt 35 europäische Partner aus Industrie, Forschung und Lehre entwickelten bis Mitte des Jahres 2018 erfolgreich neue Technologien für Niederdruckkomponenten für Turbofans mit Getriebetechnologie. Im Fokus stand eine CO2-Reduzierung um bis zu fünf Prozent und eine Lärmminderung um bis zu 1,3 dB (A). Mittel zum Zweck dafür sind höhere Nebenstromverhältnisse zwischen 12:1 und 20:1 sowie ein höheres Gesamtdruckverhältnis zwischen 50:1 und 70:1. Die MTU konzentrierte sich auf die Integration und Optimierung des aus den Komponenten Turbinenzwischengehäuse, Niederdruckturbine und Turbinenaustrittsgehäuse bestehenden Expansionssystems.

LEMCOTEC

Im Rahmen von LEMCOTEC arbeiteten 35 europäische Partner an einer weiteren Steigerung des Gesamtdruckverhältnisses, um den thermischen Wirkungsgrad zukünftiger Triebwerke weiter zu verbessern. Die MTU beschäftigte sich mit Auslegung, Aufbau und Test eines neuen Hochdruckverdichters, der sich durch ein bisher unerreichtes Druckverhältnis, leichtere Hochtemperaturwerkstoffe sowie ein fortschrittliches Sekundärluftsystem auszeichnet.

E-BREAK

Das EU-Technologieprogramm E-BREAK zielte neben einer verlängerten Lebensdauer auf eine Reduzierung von Brennstoffverbrauch und CO2-Emissionen künftiger Antriebe ab. Die 42 Partner entwickelten Komponenten und Triebwerkssysteme wie Dichtungs-, Werkstoff- und Zustandsüberwachungstechnologien weiter. Die MTU engagierte sich bei den Themenkomplexen Anstreifsysteme, Simulationsmethoden, neue Leichtbauwerkstoffe sowie Triebwerksüberwachung.