Technologienetzwerk

Technologienetzwerk

Die MTU pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Instituten und Hochschulen. Davon profitieren beide Seiten: Die grundlagenorientierte Arbeit der Forschungseinrichtungen bekommt Praxisbezug. Die MTU kann bei langfristigen Aufgabenstellungen auf die Expertise der Wissenschaftler zurückgreifen. Die Netzwerkstrategie stützt sich auf die Trendforschung und Entwicklung visionärer Triebwerkskonzepte im Bauhaus Luftfahrt, die Konzentration der Grundlagenforschung bei wenigen Spitzeneinrichtungen sowie den branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch mit Experten.

Bauhaus Luftfahrt

Um die Zukunft der Luftfahrt zu gestalten braucht es Kreativität und Fantasie – aber auch ausgeprägte wissenschaftliche Genauigkeit. Auf dieser Basis entwickelt und analysiert die Ideenschmiede Bauhaus Luftfahrt wesentliche Treiber, neue technologische Ansätze sowie innovative Ideen und integriert sie in ganzheitliche Lösungen für die Luftfahrt.

Die Experten erarbeiten unter anderem visionäre Flugzeugkonzepte und untersuchen ökologische Perspektiven der Luftfahrt und ihre gesellschaftspolitischen Treiber. Gegründet wurde das Systemhaus im Jahr 2005. Aktuelle Partner sind Airbus, Liebherr-Aerospace, MTU Aero Engines, IABG  und der Freistaat Bayern.

Kompetenzzentren

Strategische Allianzen mit Forschungspartnern sichern die Innovationsfähigkeit der MTU langfristig ab. Zudem fördern sie die weitere Verzahnung zwischen Hochschulen und Industrie. Dabei geht es nicht allein um Technologie: Durch frühzeitige Praxisnähe will die MTU auch kontinuierlich Nachwuchs für den eigenen Bedarf qualifizieren.

Dazu bestehen mit führenden deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sechs Kompetenzzentren für spezielle Aufgaben: Die RWTH Aachen beschäftigt sich mit den Bereichen Verdichter und Fertigung, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Köln mit Antriebssystemen, die TU München mit Bauweisen, die Universität der Bundeswehr München mit militärischen Antrieben und die Universität Stuttgart mit Turbinentest und Thermodynamik. Die Leibniz Universität Hannover und das Laser Zentrum Hannover bearbeiten die Themenschwerpunkte Turbinen- und Instandhaltungsreparaturen.

DLR-Institut TESIG

Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt plant in Augsburg ein Test- und Simulationszentrum für Gasturbinen (TESIG) aufzubauen, das die MTU intensiv nutzen wird. Die Idee des neuen Zentrums ist, numerische Simulationsverfahren („Virtual Engine“) mit experimentellen Verfahren auf Prüfständen so zu validieren, dass zukünftige Auslegungen mit deutlich geringerem Testaufwand möglich sind. Dazu werden Hochleistungsrechner für hochauflösende und gekoppelte Simulationen im Bereich der Aerodynamik, Strukturmechanik und Werkstoffmechanik beschafft. Außerdem werden zwei moderne Prüfstände errichtet. TESIG ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Forschungslandschaft „Virtual Engine“. Substanziell unterstützt wird das Vorhaben von der Bundesregierung und vom Freistaat Bayern.

Fraunhofer-Institut

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fraunhofer-Instituten im gesamten Bundesgebiet ist insbesondere bei Fertigungs- und Werkstofftechnologien ein Schwerpunkt der MTU-Kooperationen. Mit ihren weitgefächerten Kompetenzen bearbeitet die Fraunhofer-Gesellschaft für die MTU industrienahe Forschungsaufträge. Im gemeinsamen „Technikum Blisk“ beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) in Aachen läuft die Blisk-Proto­typenfertigung für die zweite Getriebefan-Generation.