Presseinformation

MTU Aero Engines veröffentlicht auf Kapitalmarkttag kurz- und mittelfristigen Ausblick

•    Umsatzziel 2022: 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro
•    Bereinigtes EBIT dürfte 2022 im mittleren Zwanziger-Prozentbereich zunehmen
•    Bis 2024 anhaltendes Wachstum in allen Geschäftsbereichen
•    Bereinigtes EBIT 2024 über Vorkrisenniveau

München, 18. November 2021 – Die MTU Aero Engines AG hat auf ihrem virtuell ausgetragenen Kapitalmarkttag einen Ausblick auf das Jahr 2022 gegeben und ihre mittelfristigen Wachstumspläne vorgestellt. 2022 dürften alle Geschäftsbereiche der MTU organisch wieder wachsen. Die deutlichste Erholung von den Auswirkungen der Corona-Krise erwartet das Unternehmen in der zivilen Instandhaltung. Auch mittelfristig geht die MTU von einer Zunahme in allen Geschäftsbereichen aus. „Die Parameter für eine anhaltende Erholung der Luftfahrt sind intakt“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. „Die MTU ist gut positioniert, um bereits 2022 wieder auf Wachstumskurs zu schwenken, überproportional an der Erholung der Branche teilzuhaben und so bis 2024 das Niveau des Jahres 2019 zu übertreffen.“ Finanzvorstand Peter Kameritsch detaillierte: „Wir rechnen für 2022 mit 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro Umsatz und bis 2024 mit einem kontinuierlichen Umsatzwachstum. Das bereinigte EBIT dürfte 2022 im mittleren Zwanziger-Prozentbereich zunehmen, der bereinigte Gewinn nach Steuern dürfte sich analog zum bereinigten EBIT entwickeln. Bis 2024 dürfte das bereinigte EBIT wieder über dem Vorkrisenniveau liegen. Die Cash Conversion Rate erwarten bis dahin wir im hohen zweistelligen Prozentbereich.“

Die zivile Instandhaltung dürfte 2022 die stärkste Aufwärtsbewegung zeigen. Die MTU rechnet mit einem organischen Umsatzplus im mittleren bis hohen Zwanziger-Prozentbereich. Bis 2024 dürfte der Umsatz der zivilen Instandhaltung jährlich um einen mittleren Zehner-Prozentsatz zunehmen. „Die Basis für die guten Wachstumsaussichten bilden unsere vielfältigen Marktzugänge, unser breites Portfolio, unsere maßgeschneiderten MRO-Lösungen und unsere Finanzstärke. Hinzu kommt unser starker Auftragsbestand in der MRO, der aktuell einen Wert von 17,9 Milliarden US-Dollar hat“, so Programm-Vorstand Michael Schreyögg. Der MTU kommt in der zivilen Instandhaltung ihr hoher Anteil an Narrowbody-Triebwerken in Lebenszyklusphasen mit perspektivisch hohem MRO-Bedarf zugute. Außerdem profitiert sie von ihrer Kundenbasis: Darunter sind zum einen Fluggesellschaften, die Märkte mit hohem Inlandsflugverkehr bedienen. Dieser erholt sich schneller von den Auswirkungen der Corona-Krise als der internationale Passagierverkehr. Zum anderen hat die MTU zahlreiche Kunden im Frachtbereich, der solide über dem Vorkrisenniveau liegt und den Widebody-Bereich stützt.

Im zivilen Seriengeschäft rechnet die MTU für 2022 mit einem Umsatzzuwachs im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich. Diese jährliche Wachstumsrate wird auch bis zum Jahr 2024 erwartet. „Unsere Technologieführerschaft, unser krisenresistentes Portfolio mit Beteiligungen an den führenden Triebwerksprogrammen aller Segmente und unsere breite Kundenbasis tragen hier entscheidend zu unseren guten Wachstumsaussichten bei“, sagte Schreyögg. Die MTU wird ihre gute Marktposition bei Triebwerken der weltweiten Narrowbody-Flotte in der kommenden Dekade weiter ausbauen, gleichzeitig dürften die Produktionsvolumina stark steigen. „Auf diesen signifikanten Hochlauf der Produktion ist die MTU gut vorbereitet und hat dabei auch ihre Lieferkette im Blick“, so Technik-Vorstand Lars Wagner. Auch im Widebody-Bereich dürften die Produktionsraten wieder zunehmen. Hier hat die MTU durch ihre Beteiligung am GE9X für die Boeing 777X gute Perspektiven. Außerdem ist das Unternehmen im Bereich 
Business-Jets, die sich mit Nutzungsraten über dem Vorkrisenniveau als krisenresistent erwiesen haben, gut positioniert. Schreyögg: „Damit sind wir gut aufgestellt, um überproportional zu wachsen.“ Wagner ergänzte: „Mit unserer Technologie-Roadmap, die auf nachhaltige und letztendlich emissionsfreie Antriebe fokussiert, positionieren wir die MTU als Technologieführer optimal für eine Teilnahme an künftigen Flugzeug-Plattformen und damit für weiteres Wachstum.“ Mit ihren evolutionären und revolutionären Triebwerkskonzepten ist die MTU darauf vorbereitet, Programmanteile an Triebwerken neuer Narrowbody- und Widebody-Flugzeuge zu übernehmen.

Der Umsatz des zivilen Ersatzteilgeschäfts dürfte 2022 im mittleren Zehner-Prozentbereich zunehmen, gestützt vor allem vom V2500 für die klassische A320-Familie und vom Getriebefan für die A320neo. Aus dem Narrowbody- und Regionalbereich erwartet die MTU auch über 2022 hinaus die höchsten Wachstumsraten. Bis 2024 dürfte sich das im Ersatzteilgeschäft mit einem jährlichen organischen Umsatzplus im niedrigen Zehner-Prozentbereich niederschlagen.

Wachsen dürfte 2022 und darüber hinaus auch das Militärgeschäft der MTU: Für 2022 geht die MTU von einer Zunahme im hohen einstelligen Prozentbereich aus; bis 2024 dürfte der Umsatz pro Jahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen. Schreyögg: „Der Militärbereich hat während der Corona-Krise für Stabilität gesorgt. Durch Kampagnen für den Eurofighter mit EJ200-Antrieb und die Next European Fighter Engine für die nächste europäische Kampfflugzeug-Generation ergeben sich in diesem Bereich attraktive Wachstumschancen. Wachstumspotenzial bietet auch der Dienstleistungs- und Aftermarket-Bereich.“

Kameritsch ergänzte: „Unser Fokus liegt nach wie vor klar auf profitablem Wachstum. Unsere Kostenbasis haben wir daher fest im Blick und streben in allen Bereichen Kostenführerschaft an.“ Dabei setzt die MTU auf Automatisierung und Digitalisierung, ihre Best-Cost-Standortstrategie, das Nutzen von Synergien und ein stringentes Kostenmanagement in der Produktion ebenso wie in der Instandhaltung. „Unser Ziel ist ein ausgewogener Verschuldungsgrad, der beim 0,5- bis 1,5-fachen des bereinigten EBITDA liegt“, so Kameritsch weiter.

„Bei alledem bestimmt der Nachhaltigkeitsgedanke unser Handeln“, fasste Winkler zusammen. „Wir bekennen uns klar zu den Prinzipien des UN Global Compact und leisten zu acht Zielen unseren Beitrag.“ Aktuelle Beispiele führte Wagner an: „Unsere Produktion soll klimaneutral werden. Den Anfang macht noch in diesem Jahr der Standort München. Ziel ist es, alle MTU-Standorte klimaneutral zu betreiben. Bei unseren Produkten setzen wir auf die kontinuierliche Reduzierung von Emissionen mit dem Ziel, vollständig emissionsfreie Triebwerke zu entwickeln.“


Prognose
Umsatzentwicklung organisch

 

2022

bis 2024

Umsatz

5,2 bis 5,4 Mrd. €

kontinuierlicher Anstieg

Ziviles Neugeschäft

Anstieg im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich

Anstieg im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich

Ersatzteilgeschäft

Anstieg im mittleren Zehner-Prozentbereich

Anstieg im niedrigen Zehner-Prozentbereich

Militärgeschäft

Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich

Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich

Zivile Instandhaltung

Anstieg im mittleren bis hohen Zwanziger-Prozentbereich

Anstieg im mittleren Zehner-Prozentbereich

EBIT (bereinigt)

Anstieg im mittleren Zwanziger-Prozentbereich

über Vorkrisenniveau

Net Income (bereinigt)

Entwicklung analog EBIT (bereinigt)

 

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichun-gen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
 

 

 

 

 

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Über die MTU Aero Engines

Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 3 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.