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Presseinformation

Wolfgang-Heilmann-Preis der MTU Aero Engines geht an Jonas Beil

München, 15. September 2026 | Mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis der MTU Aero Engines ist in diesem Jahr Jonas Beil ausgezeichnet worden. Er erhält den Preis für seine Masterarbeit zum Thema „Konzept einer Turbine zur Leistungsgewinnung aus einem rotierenden Detonationsbrenner“. Der 27-Jährige hat am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Maschinenbau studiert und ist jetzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit (ITES) tätig. Geehrt wurde er am 9. September 2026 im Rahmen des Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses in Aachen. 

Beil hat sich in seiner Abschlussarbeit mit rotierenden Detonationsbrennern in Gasturbinen beschäftigt. Derart ausgestattete Gasturbinen (Rotating Detonation Gas Turbines = RDGT) könnten theoretisch einen um bis zu 50 Prozent verbesserten Wirkungsgrad als konventionelle Modelle erreichen. Die Überlegungen: In heutigen Gasturbinen wird die Frischluft mit einem Kompressor verdichtet und die Reaktionswärme anschließend im vorkomprimierten Raum hinzugefügt. Die mechanische Leistung für diese Verdichtung wird der Turbine entnommen und steht nicht weiter als Nutzleistung zur Verfügung. Da in RDGTs bei der Verbrennung das Gas durch die umlaufende Detonationswelle verdichtet wird, wird dafür keine mechanische Leistung benötigt. Fazit: Bei gleicher Turbinenleistung steht mehr Nutzleistung zur Verfügung. 

Beil hat ein Konzept zur Integration einer einfachen Turbinenstufe in einen rotierenden Detonationsbrenner erstellt und experimentell getestet. Dabei wurde – erstmals weltweit – mittels eines rotierenden Detonationsbrenners elektrischer Strom erzeugt. Perspektivisch können mit dieser Technologie Kraftstoffverbrauch und Komplexität reduziert werden. Ein Betrieb mit klimaneutralen Medien ist möglich – Beil hat Wasserstoff als Brennstoff verwendet. 

Für seine Abschlussarbeit erhielt er die Note 1,0. Prof. Dr.-Ing. Marco Lorenz, Leiter des Instituts für Thermische Strömungsmaschinen, bescheinigte ihm hohe wissenschaftliche Qualität, eine klare Innovationsleistung und Relevanz für die Weiterentwicklung von Luftfahrtantrieben. Fabian Donus, Leiter des Technologie-Managements der MTU, kommentiert: „Die kontinuierliche Bewertung neuer, innovativer Konzeptideen ist ein zentrales Element unseres Innovationsmanagements. Genau das wurde mit der Masterarbeit erreicht.“ 

Der Wolfgang-Heilmann-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird jedes Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergeben. Stifter ist die MTU Aero Engines, die damit akademische Nachwuchskräfte würdigt und an Prof. Dr. Wolfgang Heilmann erinnert. Er war bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1989 Geschäftsführer für den Bereich Entwicklung der beiden damaligen MTU-Gesellschaften. Heilmann hat in Karlsruhe gelehrt und wurde 1986 von der Universität zum Honorar-Professor ernannt. 1990 lobte die MTU den nach ihm benannten Preis aus. 

Kontakt

Martina Vollmuth
Pressesprecherin Technologie
Tel: +49 (0)89 1489 5333
Mobil: +49 (0) 176 100 17 133
martina.vollmuth@mtu.de
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Mobil: +49 (0) 176 100 17 133
martina.vollmuth@mtu.de

Über die MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines AG ist ein weltweit anerkannter Experte für zivile und militärische Luftfahrtantriebe. Die Hightech-Kompetenz der MTU reicht von der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Triebwerkskomponenten über die Endmontage kompletter Triebwerke bis zur Instandhaltung von Luftfahrtantrieben und stationären Gasturbinen. Damit erzielte das DAX-Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz in Höhe von 8,7 Milliarden Euro. In jedem dritten Verkehrsflugzeug weltweit sorgt MTU-Technologie zuverlässig für Schub. Jedes Jahr hält die MTU rund 1.500 Triebwerke und Industriegasturbinen instand. An 20 Standorten auf fünf Kontinenten leisten mehr als 14.000 Mitarbeiter:innen aus über 80 Nationen einen Beitrag zu einer sicheren weltweiten Mobilität. Gemeinsam mit anderen europäischen Triebwerksherstellern sichert und unterstützt die MTU seit Jahrzehnten die Einsatzbereitschaft von Luftstreitkräften. Um vom anhaltenden Wachstum der Luftfahrtbranche in den kommenden Jahren zu profitieren, investiert das Unternehmen in Deutschland und weltweit in seine Kompetenzen, seine industriellen Kapazitäten sowie in zivile und militärische Antriebskonzepte der Zukunft. Mit der Leidenschaft und Innovationskraft ihrer Mitarbeiter:innen prägt die MTU die moderne Luftfahrt – heute, morgen und in den kommenden Jahrzehnten.