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Forscherinnen-Camp bei der MTU Aero Engines

München, 12. August 2013 - Bereits zum siebten Mal hat das Forscherinnen-Camp bei der MTU Aero Engines seine Zelte aufgeschlagen: Jedes Jahr dürfen 15 Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen aus ganz Bayern in München eine Woche verbringen, um Einblicke in den Beruf von Ingenieurinnen zu erlangen. Sie besuchen Vorlesungen an der Universität und sind einen Tag lang bei Deutschlands führendem Triebwerkshersteller zu Gast, um im Labor zu arbeiten. „Entwicklung einer verschleißbeständigen Beschichtung für ein Triebwerksbauteil“ lautete der Forschungsauftrag in der vergangenen Woche - und er wurde zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Dafür erhielten die Mädchen im Rahmen der Abschlusspräsentation im MTU-Museum ein Zertifikat.

„Mir hat die Arbeit mit den jungen Damen wieder großen Spaß gemacht“, erklärte Dr. Max Niegl, Leiter Oberflächentechnik, Chemische und Mechanische Verfahren, bei der MTU. Er betreut die Nachwuchs-Forscherinnen jedes Jahr zusammen mit Stefan Schneiderbanger, Leiter Schaufel- und Gehäusebeschichtungen. „Wenn wir wollen, dass mehr Frauen in der Technik arbeiten, dann müssen wir auch die Grundlagen schaffen, indem wir Schülerinnen für Technik begeistern. Das Forscherinnen-Camp bietet eine tolle Gelegenheit.“ In diesem Jahr gab es ein besonderes Highlight bei der MTU. Niegl: „Wir haben den Mädchen auch einen Einblick in die Technik der Zukunft verschafft und ihnen das generative Verfahren ‚Selektives Laserschmelzen‘ vorgestellt.“

Initiiert wurde das Forscherinnen-Camp, um jungen Frauen einen Einblick in die vielfältige Berufswelt von Ingenieuren zu geben. Ausgerichtet wird es vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) in Kooperation mit Unternehmen und Hochschulen. Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen – Mindestalter: 15 Jahre - werden dabei fachlich von Professoren und Dozenten der Fachhochschule München und einem Projektteam der MTU Aero Engines betreut. Die Camps sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenlos – und sehr beliebt: Meist muss das Los entscheiden, weil die Zahl der Interessentinnen die der Plätze übersteigt.

Wie gut das Projekt Forscherinnen-Camp, an dem sich neben der MTU noch neun weitere Unternehmen in Bayern beteiligen, funktioniert, beweist eine Evaluation der Universität Stuttgart und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. „Von den ehemaligen Teilnehmerinnen der Jahre 2007 und 2008, die bereits ein Studium aufgenommen hatten, entschieden sich 88 Prozent für ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium“, berichtet Susann Richter vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. „Und von denen, die noch kein Studium aufgenommen haben, sahen es 75 Prozent als sehr wahrscheinlich an, in Zukunft ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium aufzunehmen.“


Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines ist Deutschlands führender und einziger unabhängiger Triebwerkshersteller und weltweit eine feste Größe. Sie entwickelt, fertigt, vertreibt und betreut zivile und militärische Luftfahrtantriebe sowie Industriegasturbinen. Technologisch führend ist sie bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Herstell- und Reparaturverfahren. Im Bereich der zivilen Instandhaltung ist die MTU Maintenance der weltweit größte unabhängige Triebwerksinstandhalter. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2012 haben rund 8.500 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Anfang März dieses Jahres hat das Unternehmen den 32. Innovationspreis der deutschen Wirtschaft erhalten und im April den Deutschen Innovationspreis. Ausgezeichnet wurde die MTU beide Male für die schnelllaufende Niederdruckturbine des Getriebefan-Triebwerks.