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Kapitalmarkttag 2018: MTU Aero Engines bleibt auf Wachstumskurs

  • Bessere organische Wachstumsaussichten in allen Segmenten
  • Anhaltende Investitionen in Kapazitätsaufbau und Automatisierung
  • Langfristziele für Gewinn und Free Cashflow bestätigt

München, 30. November 2018 – Die MTU Aero Engines AG hat auf ihrem Kapitalmarkttag ihre kurz- und langfristigen Wachstumspläne vorgestellt. 2019 dürfte das Wachstum vor allem aus dem zivilen Serien- und dem Ersatzteilgeschäft kommen. Im Gegensatz zu den Vorjahren wird auch das Militärgeschäft wieder wachsen. Die bereinigte EBIT-Marge erwartet die MTU stabil. Kurz- und langfristig sind die Wachstumsaussichten für alle Geschäftsbereiche besser als bisher angenommen. Bis 2025 dürften die Gewinne stetig zunehmen; der Free Cashflow dürfte sich weiter verbessern.

2019 dürfte das zivile Seriengeschäft mit einem Umsatzplus im niedrigen Zehner-Prozentbereich das am stärksten wachsende Segment sein. Der Ersatzteilumsatz dürfte um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz zunehmen, das Militärgeschäft um etwa zehn Prozent. Den Umsatz der zivilen Instandhaltung erwartet die MTU auf dem hohen Niveau des laufenden Jahres. „Hier wirkt eine Prozessanpassung in der Rechnungsstellung ab dem Jahr 2019 dämpfend auf den Umsatz“, erläuterte CFO Peter Kameritsch. „Auf vergleichbarer Basis würde das MRO-Geschäft 2019 um einen hohen einstelligen Prozentsatz wachsen.“ Trotz des starken Anstiegs des ergebnisbelastenden Seriengeschäfts rechnet das Unternehmen 2019 mit einer stabilen EBIT-Marge. Die Cash Conversion Rate dürfte etwa 50 bis 60 Prozent erreichen und sich damit wie geplant weiter verbessern. „Damit dürften 2019 alle Geschäftssegmente weiterhin stark wachsen“, resümierte der Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler. „Wir gehen aufgrund der Marktindikatoren und der Positionierung der MTU davon aus, dass dieser Trend weiter anhält und sich auch in unserem Ausblick bis zum Jahr 2025 positiv niederschlägt.“

Aufgrund des herausragenden kommerziellen Erfolgs ihres OEM-Triebwerksportfolios geht die MTU in den nächsten Jahren von einer weiter ansteigenden Produktion aus. Programm-Vorstand Michael Schreyögg: „Wir sehen in allen Marktsegmenten Wachstumspotenzial. Profitieren werden wir in den nächsten Jahren beispielsweise von einer zusätzlichen Anwendung für unser neues Business-Jet-Triebwerk PW800 oder vom Engagement der großen Flugzeughersteller im Regional-Jet-Bereich. Gleichzeitig dürfte der anhaltende Verkaufserfolg zu Produktionserhöhungen bei den Antrieben der A320neo-Familie führen. Im Langstrecken-Bereich haben wir im letzten Jahr mit dem GEnx mehr Aufträge als erwartet und damit Marktanteile gewonnen.“ Darüber hinaus erwartet die MTU einen weiteren Anstieg der bereits hohen Ersatzteil-Produktion. Im Militärgeschäft bieten nationale und internationale Exportaufträge sowie Antriebe für die nächste Generation von Kampfflugzeugen Wachstumspotenzial. In der zivilen Instandhaltung profitiert die MTU von ihrer Ausrichtung als unabhängiger Instandsetzer und Partner in den MRO-Netzwerken ebenso wie von der Erweiterung ihres MRO-Service-Portfolios. „Es gilt jetzt, die gute Positionierung des Unternehmens zu festigen und auszubauen, damit wir unsere Chancen voll ausschöpfen können“, fasste Schreyögg zusammen. 

Kameritsch ergänzte: „Das starke Wachstum der MTU bedingt einen Aufbau von Kapazitäten. Das zieht in den kommenden Jahren zusätzlichen Investitionsbedarf nach sich. Trotzdem rechnen wir im Zeitraum bis 2025 weiterhin mit einer durchschnittlichen Cash Conversion Rate im hohen zweistelligen Prozentbereich.“ Bei der MTU laufen derzeit Erweiterungsprojekte an vielen der weltweiten Standorte. So werden die Instandhaltungswerke in Hannover und Ludwigsfelde ebenso ausgebaut wie die MTU Maintenance Zhuhai, die um 50 Prozent vergrößert wird. Bei der MTU Aero Engines Polska wurde die zweite Ausbaustufe begonnen, außerdem wird das Leasing-Geschäft stetig erweitert. Ausbaupläne gibt es auch für den Unternehmenssitz in München und das Joint Venture in Malaysia. Mit der EME Aero entsteht aktuell ein neuer Instandhaltungsstandort für Getriebefan-Triebwerke. „Auch im Reparatur-Bereich sehen wir eine zunehmende Nachfrage, für die wir zusätzliche Kapazitäten benötigen. Daher evaluieren wir derzeit die Optionen zum Aufbau eines neuen Reparatur-Standorts in einem Best-Cost-Land“, sagte Winkler. 

„Der Produktionshochlauf liegt gut im Plan. Bei unseren Ausbau- und Modernisierungsprojekten achten wir darauf, unserer Rolle als Technologieführer gerecht zu werden. Den Fokus legen wir klar auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Smart Factory sowie weitere Automatisierung und Vernetzung. Damit bereiten wir uns schon heute auf die Möglichkeiten vor, die sich im Rahmen unserer Produkt-Roadmap abzeichnen“, ergänzte Technik-Vorstand Lars Wagner. Die Technologie-Roadmap der MTU sieht vor, dass etwa in zehn Jahren die nächste Getriebefan-Generation in Dienst gestellt wird. In 20 Jahren dürfte die nächste Kampfflugzeug-Generation mit neuen Triebwerken auf den Markt kommen. Völlig neue Antriebskonzepte sieht die MTU in etwa 30 Jahren. „Bei alledem wollen wir triebwerksseitig eine tragende Rolle spielen“, so Winkler. „Für das erste Etappenziel in zehn Jahren haben wir uns vorgenommen, unseren Anteil an der nächsten Getriebefan-Generation auf bis zu 25 Prozent zu erhöhen. Damit wollen wir die Position der MTU auf Wachstumsmärkten weiter ausbauen.“  

Über die MTU Aero Engines

Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.     

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

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Vice President Investor Relations
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