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MTU Aero Engines AG nach neun Monaten mit Umsatz- und Ergebniswachstum

• Umsatz nimmt um 3 % auf 3,4 Mrd. € zu
• Ergebnis steigt um 10 % auf 557,7 Mio. €, Gewinn um 8 % auf 391,7 Mio. €
• Prognose bestätigt

München, 25. Oktober 2019 – Die MTU Aero Engines AG hat in den ersten neun Monaten 2019 einen Umsatz in Höhe von 3.403,7 Mio. € erwirtschaftet, 3 % mehr als im Vergleichszeitraum (1-9/2018: 3.318,7 Mio. €). Das operative Ergebnis1 hat das Unternehmen um 10 % von 508,9 Mio. € auf 557,7 Mio. € gesteigert. Die Ergebnismarge nahm von 15,3 % auf 16,4 % zu. Der Gewinn nach Steuern2 stieg um 8 % auf 391,7 Mio. € (1-9/2018: 362,8 Mio. €).

„Mit diesem Ergebnis halten wir Kurs auf unsere Zielerreichung 2019 und bestätigen heute unsere Prognose“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines. „Das Jahr 2019 dürfte ein weiteres Rekordjahr für die MTU werden. Wir setzen damit unsere langfristig positive Unternehmensentwicklung fort, die im abgelaufenen Quartal mit dem Einzug der MTU in den DAX belohnt wurde.“

In den ersten neun Monaten 2019 hat die MTU im zivilen Triebwerksgeschäft das höchste Umsatzplus erzielt: Hier ist der Umsatz um 10 % von 1.037,0 Mio. € auf 1.137,8 Mio. € gestiegen. Die Hauptumsatzträger waren das V2500 für die klassische A320-Familie und das PW1100G-JM für die A320neo sowie das GEnx, das in den Boeing-Modellen 787 und 747-8 zum Einsatz kommt.

Im militärischen Triebwerksgeschäft hat der Umsatz um 7 % auf 323,6 Mio. € zugenommen (1-9/2018: 303,1 Mio. €). Wichtigster Umsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung lag in den ersten neun Monaten 2019 mit 1.995,9 Mio. € auf Vorjahresniveau (1-9/2018: 2.019,7 Mio. €). „Organisch ist der Umsatz der zivilen MRO um rund 8 % gestiegen“, ergänzte Finanzvorstand Peter Kameritsch. Die höchsten Umsatzanteile entfielen auf das V2500 und den Geschäftsreise- und Regionalflugzeugantrieb CF34.

Der Auftragsbestand erreichte am Quartalsende 20,8 Mrd. € (31.12.2018: 17,6 Mrd. €). „Das ist erneut ein Rekordwert und ein Beleg für die guten Perspektiven der MTU“, so Kameritsch. „Rein rechnerisch entspricht der Auftragsbestand einer Auslastung von mehr als vier Jahren.“ Das Gros der Aufträge entfiel auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM für die A320neo.

Ihr Ergebnis hat die MTU in den ersten neun Monaten sowohl im OEM- als auch im MRO-Geschäft gesteigert: Im OEM-Geschäft ist das operative Ergebnis um 9 % auf 369,9 Mio. € gestiegen (1-9/2018: 340,7 Mio. €). Die EBIT-Marge lag mit 25,3 % auf dem Vorjahresniveau (1-9/2018: 25,4 %). In der zivilen Instandhaltung lag das Ergebnisplus bei 12 % auf 187,4 Mio. € (1-9/2018: 167,9 Mio. €). Die Ergebnismarge erreichte 9,4 % nach 8,3 % im gleichen Vorjahreszeitraum.

In den ersten neun Monaten 2019 sind 166,7 Mio. € in Forschung und Entwicklung geflossen, 13 % mehr als im Vergleichszeitraum (1-9/2018: 147,7 Mio. €). Die Schwerpunkte der F&E-Tätigkeit lagen auf den Getriebefan-Programmen und ihrer Weiterentwicklung, dem GE9X für das Langstreckenflugzeug Boeing 777X sowie Technologiestudien und F&E-Arbeiten für zukünftige Antriebsgenerationen. „In unserer F&E-Arbeit beschäftigen wir uns mit der Optimierung aktueller Triebwerksgenerationen ebenso wie mit Technologien, die weit in die nächsten Jahrzehnte reichen. So sichern wir die Zukunftsfähigkeit der MTU“, ergänzte Winkler.

Der Free Cashflow der MTU ist um 85 % auf 302,5 Mio. € gestiegen (1-9/2018: 163,3 Mio. €). „Die Cash Conversion Rate liegt damit nach neun Monaten über unserem Prognosewert. Mit unserem Ausblick fühlen wir uns vor diesem Hintergrund wohl“, sagte Kameritsch.

Kameritsch weiter: „Darüber hinaus haben wir im abgelaufenen Quartal Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur ergriffen.“ Die MTU hat im September eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von 500 Mio. € und einer Laufzeit bis zum Jahr 2027 ausgegeben und ausstehende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 275 Mio. € zurückgekauft.

Die Netto-Auszahlungen in Sachanlagen sind in den ersten neun Monaten um 24 % von 134,0 Mi-o. € auf 166,0 Mio. € gestiegen.

Die MTU hatte am Quartalsende 10.500 Mitarbeiter, 8 % mehr als Ende 2018 (31. Dezember 2018: 9.731 Mitarbeiter). „Der Ausbau unserer weltweiten Kapazitäten geht mit einem Personalaufbau an allen Standorten einher. Besonders stark gewachsen sind wir in München, Hannover und in Polen“, so Winkler.

Ihre positive Prognose für das Geschäftsjahr 2019, die sie zum Halbjahr erhöht hatte, behält die MTU bei: Das Unternehmen rechnet mit rund 4,7 Mrd. € Umsatz (2018: 4,6 Mrd. €). Dabei dürfte der Umsatz im zivilen Seriengeschäft organisch im niedrigen Zehner-Prozentbereich zunehmen und im zivilen Ersatzteilgeschäft im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Im Militärgeschäft wird ein Umsatzplus von rund 10 % erwartet. Die zivile Instandhaltung dürfte organisch im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Die MTU geht für 2019 von einer bereinigten EBIT-Marge von etwa 16 % aus (2018: 14,7 %). Das operative Ergebnis und der bereinigte Gewinn nach Steuern dürften gleichermaßen zunehmen (EBIT bereinigt, 2018: 671,4 Mio. €; Net Income bereinigt, 2018: 479,1 Mio. €). Die Cash Conversion Rate, die das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern ausdrückt, soll 2019 zwischen 65 und 70 % erreichen (2018: 42 %).

MTU Aero Engines – Eckdaten 3. Quartal 2019
(Beträge in Mio. €)

MTU Aero Engines

 

Q3 2018

Q3 2019

per Sept. 2018

 

per Sept. 2019

Veränderung

Umsatz

1.170,1

1.160,7

3.318,7

3.403,7

+ 2,6%

   davon OEM-Geschäft

454,3

472,4

1.340,1

1.461,4

+ 9,1%

          davon ziviles Triebwerksgeschäft

350,0

364,8

1.037,0

1.137,8

+ 9,7%

          davon milit. Triebwerksgeschäft

104,3

107,6

303,1

323,6

+ 6,8%

   davon zivile Instandhaltung

731,2

708,6

2.019,7

1.995,9

- 1,2%

EBIT (bereinigt)

174,3

192,5

508,9

557,7

+ 9,6%

   davon OEM-Geschäft

111,8

127,4

340,7

369,9

+ 8,6%

   davon zivile Instandhaltung

62,4

65,1

167,9

187,4

+ 11,6%

EBIT-Marge (bereinigt)

14,9%

16,6%

15,3%

16,4%

 

   im OEM-Geschäft

24,6%

27,0%

25,4%

25,3%

 

   in der zivilen Instandhaltung

8,5%

9,2%

8,3%

9,4%

 

Net Income (bereinigt)

125,8

130,7

362,8

391,7

+ 8,0%

Net Income (reported)

118,3

125,5

336,8

354,8

+ 5,3%

Ergebnis je Aktie (unverwässert, reported)

2,25

2,41

6,44

6,76

+ 5,0%

Free Cashflow

30,6

67,1

163,3

302,5

+ 85,2%

Forschungs- und Entwicklungskosten

48,5

54,7

147,7

166,7

+ 12,9%

   davon eigenfinanzierte F&E

44,6

48,4

131,9

144,2

+ 9,3%

   davon fremdfinanzierte F&E

3,9

6,4

15,8

22,5

+ 42,4%

eigenfinanzierter F&E-Aufwand gemäß GuV

16,2

17,0

42,6

45,4

+ 6,6%

Netto-Auszahlungen in Sachanlagen

45,2

67,0

134,0

166,0

+ 23,9%

 

 

 

 

 

31. Dez. 2018

30. Sept. 2019

Verände-rung

Bilanz-Kennzahlen

 

 

 

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

 

 

1.072,7

1.125,3

+ 4,9%

Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente

 

 

99,0

132,8

+ 34,1%

Rückstellungen für Pensionen

 

 

879,0

991,4

+ 12,8%

Eigenkapital

 

 

2.144,2

2.091,5

- 2,5%

Netto-Finanzverschuldung

 

 

854,0

1.111,0

+ 30,1%

Bilanzsumme

 

 

6.850,8

7.571,4

+ 10,5%

 

 

 

 

 

  

Auftragsbestand

 

 

17.572,8

20.803,8

+ 18,4%

 

 

 

 

 

  

Mitarbeiter

 

 

9.731

10.500

+ 7,9%

1 EBIT adjusted = Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, bereinigt
2 Net Income adjusted = Ergebnis nach Ertragsteuern, bereinigt

Über die MTU Aero Engines
Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

 

Eckhard Zanger
Leiter Unternehmenskommunikation und Public Affairs
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Eva Simon
Pressesprecherin Finanzen
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